Begegnungszentrum für Spätaussiedler an der Bergheimer Straße
gegründet
Die Wohlfahrtsverbände und die Stadt Neuss haben jetzt ein Begegnungszentrum für
Spätaussiedler gegründet. In dem Übergangsheim für Spätaussiedler an der Bergheimer
Straße werden ab dem 9. Juni 2000 regelmäßig Beratungsgespräche angeboten und Treffen
für verschiedene Gruppen von Aussiedlern organisiert. Nicht zuletzt soll das Zentrum auch
von den Aussiedlern selbst als Anlaufstelle und Treffpunkt verstanden werden. Das Zentrum
wird im Rahmen eines Sommerfestes am 9. Juni 2000 eröffnet.
Insgesamt sind seit 1975 12.339 Spätaussiedler nach Neuss gekommen, um als Deutsche unter
Deutschen zu leben. Ihr Anteil beträgt 8,1 Prozent der Neusser Bevölkerung.
Ursprünglich waren die Aufnahme und Eingliederungsbereitschaft sehr hoch, doch nicht
zuletzt im Zuge knapper werdender Kassen ließen sie nach. Die Integration ist heute
vielfach ein Problem, dem sich Caritas, Rotes Kreuz, Diakonisches Werk und das Katholische
Jugendgemeinschaftswerk sowie die Stadt Neuss mit der Begegnungsstätte intensiver widmen
wollen.
Quelle: NGZ-Bericht vom 1./2.05.2000