Die SG Erfttal errichtet auf dem Gelände der Driving Range des Golfclubs
Hummelbachaue ein Fussballfeld: Tore schießen statt Abschläge üben
Erfttal. Wenn sie gemeinschaftlich versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu
befördern, sind alle Rivalitäten vergessen. Vereinssport bietet eine hervorragende
Möglichkeit, junge Aussiedler, Ausländer und Deutsche zusammenzubringen. Davon ist Heinz
Sahnen, CDU-Stadtverordneter aus Erfttal und Vorsitzender der SG Erfttal überzeugt.
Aus diesem Grund bin ich sehr dankbar, dass der Sportausschuss grünes Licht für
die Erweiterung unserer Sportanlage gegeben hat", betont Sahnen. Mit einem
Gesamtvolumen von rund 181.000 Mark soll die Fläche, auf der der Golfclub Hummelbachaue
bislang eine Driving Range unterhielt, in ein Rasen-Fussballfeld umgewandelt werden (die
NGZ berichtete). Für den ersten Bauabschnitt wurden rund 67.000 Mark veranschlagt.
Die Driving Range war der Anfang unserer Golfanlage", erläuterte Carlo Ercolin
vom Golfclub Hummelbachaue. Seit wir auf dem Gelände ein Golfodrom haben,
benötigen wir die Driving Range nicht mehr", so der Golfclub-Manager. Während bei
einer Driving Range nur aus nebeneinander liegenden Boxen heraus der Abschlag geübt
werden könne, biete das wesentlich grössere Golfodrom die Möglichkeit, sämtliche
Spielsituationen zu simulieren. Auf dem kreisförmig angeordneten Übungsplatz können 120
Spieler gleichzeitig trainieren. Die moderne Anlage sei mit Flutlicht ausgestattet, die
Boxen zum Teil überdacht und beheizt. Die alte Driving Range werde schon seit Mai nicht
mehr benutzt, berichtet Ercolin: Und da der Pachtvertrag mit der Stadt Neuss sowieso
jetzt ausläuft, geben wir das Gelände zurück." Damit dort demnächst Fuß- statt
Golfbälle rollen können, müssen die Begrenzungen der Abschlag-Boxen entfernt sowie Tore
und Ballfangzaun errichtet werden. Der Rasen sei in gutem Zustand. Das Gerätehaus
werden wir übernehmen", so Sahnen. Neben zwei kleineren Trainingsfeldern soll auf
dem Gelände westlich des Berghäuschenswegs ein normgerechter Rasenplatz entstehen. Die
Entwässerung des Platzes sei allerdings nicht optimal, da eine Drainage fehlt: Bei
Regen wird`s eng", räumt der SG-Vorsitzende ein. Aber der Spatz in der
Hand" sei ihm lieber als die Taube auf dem Dach": So günstig kommen
wir nie wieder an ein Fußballfeld." ce
Quelle: Bericht in der NGZ vom 31.12.1999