Finanzierung der Streetworker und Stadtteilerneuerung in Erfttal ungewiss!

Nach den vorgestellten Informationen (NGZ-Berichte vom 19./20.11.2004) sind bis jetzt keine Mittel für die Stadtteilerneuerung Erfttal in den Haushaltsplanentwurf der Stadt Neuss für das Jahr 2005 eingestellt worden. Es gibt lediglich Absichtserklärungen. Ob die angesprochen Maßnahmen (Streetworker und Schulwerkstatt Blitz) die Billigung der zuständigen Gremien finden werden, ist derzeit völlig offen. Dies auch deshalb, weil für die nachträgliche Veranschlagung von Mitteln Deckung an anderer Stelle gesucht werden muss. Damit wird trotz entgegen stehenden Bekundungen deutlich, dass die von Heinz Sahnen (u.a. im Wahlkampf) angekündigte Fortführung wichtiger Projekte in Erfttal fraglich ist. Die Bürgerinnen und Bürger in Erfttal sind daher völlig verunsichert, ob es in 2005 und Folgejahre wirklich eine zielführende Stadtteilerneuerung geben wird. Der Handlungsbedarf ist größer denn je!

Ich mache, damit das „Kind Erfttal" nicht wirklich im Sumpf versinkt, alle Verantwortlichen noch einmal auf meine maßvollen Anträge / Forderungen vom 29.10.2004 zur Stadtteilerneuerung aufmerksam (siehe Kasten) und bitte sehr darum, diesem Papier die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und zumindest auf dieser bescheidenen Basis die Erneuerung voran zu bringen. Es muss nämlich darum gehen, über die Finanzierung der bisher angedachten Maßnahmen hinaus weitere Finanzmittel (Belegungs- und Wohnungsmanagement, Integrationsmaßnahmen, Jugendförderung, Ordnung und Sicherheit) mit einem maßvollen Volumen zu veranschlagen. Auch insoweit müssen noch die haushaltsmäßigen Voraussetzungen geschaffen werden.

Ich biete dem Rat, den Fraktionen, den Ausschüssen und der Verwaltung an, meine aktuelle Sicht der Probleme und die notwendigen Maßnahmen kurzfristig zu erläutern. Ich mahne, nicht nur auf die Statements der hier tätigen Institutionen zu setzen, sondern diejenigen wirkungsvoll zu beteiligen, die sich in Erfttal bestens auskennen und die Negativentwicklung abends und in den Nachtstunden hautnah erleben!

 

Nachfolgend eine Kurzübersicht meiner Anträge / Forderungen für die Erfttaler Stadtteilerneuerung:

Es werden für 2005 (und Folgejahre) benötigt:

·1 Mittel für eine Personalstelle „professionelles Belegungs- und Wohnungsmanagement" (rd. 50.000 Euro).

·2 Mittel für ein Integrationskonzept (kurzfristig zu erarbeiten) in Höhe von mindestens 50.000 Euro.

·3 Mittel für zusätzlich mindestens eine Personalstelle zur Kinder- und Jugendförderung (rd. 40.000 Euro). Dabei wird unterstellt, dass der SKM aus eigener Kraft mindestens eine Stelle zusätzlich aus eigenem Bestand für diesen Bereich freisetzt. Also: zwei weitere Personen werden für die Kinder- und Jugendförderung mindestens benötigt.

·4 Im Übrigen ist, wie bisher, die Finanzierung von zwei Streetworkern durch entsprechende Mittel sicher zu stellen (rd. 80.000 Euro). Darüber hinaus muss durch ein ergänzendes Mittelpaket in Höhe von 50.000 Euro für sonstige Maßnahmen die Absicherung einer weiteren Streetworkerstelle (wie bisher für russlanddeutschen Streetworker) ermöglicht werden.

·5 Mittel für eine Personalstelle, mit der die ordnungsrechtlichen Belange in Erfttal abgedeckt werden können (eingebunden in eine schriftlich vereinbarte Ordnungspartnerschaft), werden ebenfalls benötigt (rd. 50.000 Euro). In diesem Zusammenhang sollte auch eine Erweiterung des KSD für die gesamte Stadt Neuss bedacht werden. Für die gesamte Stadt Neuss müsste an eine Verstärkung von mindestens 6 Personalstellen gedacht werden.

Werner Schell

Werner Schell, Neuss-Erfttal, Harffer Straße

http://www.wernerschell.de