Jochen Koenig
ist der neue Stadtdechant - Ökumene in Neuss weiter stärken
Nun ist es offiziell: "Dechant Jochen Koenig ist mit Datum vom 12.
September 2000 von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum neuen Stadtdechanten in Neuss
ernannt worden." Mit dieser Erklärung beendete das Presseamt des Erzbistums Köln
alle Spekulationen um die Nachfolge des Ende März verstorbenen Neusser Stadtdechanten,
Prälat Karl Franssen.
In einem feierlichen Pontifikalamt am 24. Oktober 2000 um 19 Uhr wird Kardinal Meisner den
57-jährigen Jochen Koenig in dessen Pfarrkirche St. Cornelius Erfttal in sein neues Amt
einführen. Damit ist eine Vakanz im Stadtdekanat Neuss gefüllt, allerdings ist nun das
Amt des Dechanten Neuss-Süd, das Pfarrer Koenig seit 1991 inne hatte, verwaist. Diese
Aufgabe muss nun ein anderer Pfarrer übernehmen. Außerdem ist noch die Pfarrerstelle
für Heilige Dreikönige unbesetzt, wo Kaplan Friedhelm Kronenberg Pfarrverweser für
Heilige Dreikönige und St. Pius ist.
Der neue Stadtdechant Jochen Koenig bleibt Pfarrer im Bereich "Rund um die
Erftmündung": Seit 1978 ist er Pfarrer an St..Cornelius Erfttal, seit 1988 auch an
St. Konrad Gnadental und seit 1993 zudem an St. Cyriakus Grimlinghausen. 1999 machte die
Pfarre St. Martinus Uedesheim den Seelsorgebereich "Rund um die Erftmündung"
komplett. Und die Seelsorge liegt Stadtdechant Koenig sehr am Herzen, gemeinsam mit seinem
gut eingespielten Seelsorge-Team und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern geht er auf die
Menschen zu.
Das soll auch in seiner neuen Rolle als Dechant des Stadtdekanates Neuss so bleiben.
"Ich bin in erster Linie für die Menschen da, dann erst für die Verwaltung",
sagt Koenig, der die Erfahrungen in den Gemeinden nicht missen will. Nun ist Koenig
Sprecher der Seelsorger der 28 Pfarrgemeinden im Gebiet von Neuss, Kaarst, Büderich und
Glehn gegenüber dem Kölner Erzbischof - und umgekehrt. Als Vertreter der katholischen
Kirche gegenüber den Kommunen wird der Stadtdechant ebenso gefragt sein wie im Vorstand
des Caritasverbandes und des Verbandes der katholischen Kirchengemeinden von Neuss.
"Ich lege großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Stadtdekanatsrat und mit
dem Kreisdechanten Wilfried Auel", sagt Jochen Koenig. Seine Ziele sind es, die
Zusammenarbeit mit Laiengremien, Pastoral- und Gemeindereferenten weiter zu verbessern und
die Seelsorgebereiche enger zusammenrücken zu lassen. "Wer über seinen Kirchturm
hinausblickt, entdeckt Chancen des Miteinanders", meint der neue Stadtdechant. Auch
die ökumenische Bewegung will er stärken: "Die Ökumene in Neuss funktioniert sehr
gut, dass soll so weitergehen", erinnert er an die Arbeitsgemeinschaft Christlicher
Kirchen, den Ökumenischen Christentag 2000, die Ökumenische Notfallseelsorge und die
zahlreichen gemeinsamen Gottesdienste aller christlicher Konfessionen.
Quelle: Pressemitteilung der NGZ vom 13.09.2000 (Carina Wernig)