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Neuss-Erfttal, den 13.12.2003 (43.Doc)

Fax (2 Blatt)

An die
Neuss-Grevenbroicher Zeitung
Lokalredaktion

Moselstr.

Neuss

Betr.: Insolvenz der GB AG mit 384 Wohnungen in Neuss-Erfttal, Euskirchener Straße
Bezug:
U.a. Bericht der NGZ vom 12.12.2003 „Insolvenzverwalter beruhigte Erfttaler Mieter"

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich gebe zu dem vorbezeichneten Artikel die nachfolgende Leserzuschrift ab:

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Belegungs- und Wohnungsmanagement für Erfttal einrichten, und zwar jetzt!

Gegen den Verkauf von 384 LEG-Wohnungen in Erfttal 1999 wurde am 23.07.1999 eine Resolution verfasst, die u.a. eine Aufforderung an die Stadt Neuss enthielt mitzuhelfen, die Verkaufsabsichten zu stoppen. Ergänzend wurde der Bürgermeister Herbert Napp auf den vorgesehenen Wohnungsverkauf aufmerksam gemacht und dringend gebeten, alles zu unternehmen, dies zu verhindern. Nichts geschah!

In der Folgezeit hat sich keiner mehr, weder die Stadt Neuss noch der Erfttaler Stadtverordnete Heinz Sahnen, um die sich vorrangig aus der Bevölkerungsstruktur ergebenden wohnungswirtschaftlichen Fragestellungen in Erfttal ernstlich gekümmert. Dies, obwohl in der Zukunftswerkstatt das Thema „Belegungs- und Wohnungsmanagement" höchste Priorität erhielt. Heinz Sahnen und ich wurden zu „Paten" für diesen Themenkreis benannt (siehe Seite 20 des dem Stadtrat präsentierten Votums für Erfttal). Ungeachtet dieser Patenschaft hat es der Stadtverordnete für Erfttal sogar ausdrücklich gebilligt, dass im Dezember 2000 eine vorgesehene Personalstelle für den Bereich Belegungs- und Wohnungsmanagement aus dem Haushaltsentwurf der Stadt Neuss (Sonderbudget Erfttal) gestrichen wurde. Ein Themenkreis mit höchster Priorität wurde damit vorsätzlich vernachlässigt! Hätte man sich beizeiten gekümmert, wäre sicherlich manches anders verlaufen und man wäre auch nicht von dem jetzigen Insolvenzverfahren völlig überrascht worden.

Die nun eingetretene Misere muss Veranlassung geben, neue Prioritäten in der Erfttaler Stadtteilerneuerung zu setzen. Der Stadtrat muss sich endlich aufraffen, die für die Erfttaler Wohnungspolitik notwendige Personalstelle für ein in die Zukunft weisendes Belegungs- und Wohnungsmanagement einzurichten, und zwar jetzt! In diesem Bereich könnten auch alle Aufgaben gebündelt werden, die sich aktuell für die betroffenen Mieter der GB AG und den gesamten Stadtteil Erfttal ergeben. Der Untätigkeit könnte endlich ein handfestes Konzept entgegen gesetzt werden. Dabei müsste natürlich auch bedacht werden, dass die zur Insolvenzmasse der GB AG gehörenden Häuser in einem Zustand sind, der alle Anstrengungen rechtfertigt, diese Objekte im laufenden Verfahren ggf. günstig zu erwerben und abzureißen. Eine erhaltende Sanierung der Gebäude erscheint aus vielerlei Gründen weder wirtschaftlich gerechtfertigt noch möglich (ähnlich dem Verfahren des Neusser Bauvereins das Haus Harffer Straße 2-4 betreffend). Diese „Radikal"-Lösung wäre ein wirklicher Beitrag zur Stadtteilerneuerung in Neuss-Erfttal.

Werner Schell, Harffer Str. 59, 41469 Neuss-Erfttal

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Mit freundlichen Grüßen

(Werner Schell)

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