Zu dem Thema "Urlaub von der Politik - Beyens Kritik am
Rathaus" (u.a. NGZ-Bericht vom 22.03.2000) wurden zahlreiche Leserbriefe der
Öffentlichkeit vorgestellt (siehe hierzu die Texte im Bürgerforum). Am 05.04.2000
stellte die NGZ eine Leserzuschrift vor, in der auch auf die Erfttaler Probleme
hingewiesen wird:
"Den Unmut von Frau Beyen über die ihrer Ansicht nach untätige Stadtverwaltung kann
ich gut nachvollziehen. Aber ich kann sie auch ein wenig beruhigen. Nicht nur die aus
Derikumer Sicht anstehenden Problemlösungen werden nicht in der gebotenen Art und Weise
angegangen, sondern auch die der Erfttaler Bevölkerung. Ich führe seit Jahren im
Interesse unseres Stadtteils umfangreichen Schriftwechsel (ebenfalls mit großem
zeitlichen und finanziellen Aufwand) und gewinne mehr und mehr den Eindruck, dass sich
für die angesprochenen Themen kaum jemand in der Stadtverwaltung ernstlich interessiert.
Man möchte fast meinen, in manchen Amtsstuben sitzen Bedienstete, die mit voller Absicht
die Anhäufung von Informationen über Unzulänglichkeiten (bis hin zu gravierenden
Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung) in bestimmten städtischen
Randbereichen ausdrücklich zulassen. Bürgerbegehren, die den Finger in so manche Wunde
legen, werden entweder nicht oder nur widerwillig bearbeitet. Deshalb sind die seit
Monaten geführten Diskussionen um mehr Bürgerbeteiligung in Neuss lediglich Worthülsen;
die Realität ist völlig anders! Wir fordern auch aus Erfttaler Sicht mehr Interesse in
den Neusser Amtsstuben für die wirklichen Probleme vor Ort und erwarten, dass sich hoch
dotierte Beamte zügig und mit konstruktiven Absichten den Bürgerhinweisen zuwenden.
Insoweit, und damit bin ich wieder am Anfang meiner Anmerkungen, stimme ich mit Frau Beyen
völlig überein. Nur die angewandte Methode sagt mir eher nicht zu.
Werner Schell, Harffer Str. 59, 41469 Neuss-Erfttal"