Wer sich über die wahren Verhältnisse in Erfttal informieren will, dem seien nächtliche Spaziergänge durch diesen Stadtteil empfohlen!

(Bis zum 18.11.2004 in der NGZ unveröffentlichter) Leserbrief eines Erfttaler Bürgers, wohnhaft Harffer Straße, Erfttal:

In einem offenen Brief, so der Bericht der NGZ vom 8.11.2004 unter der Überschrift „Schelte für Schell", kritisiert Pfarrer Koenig Vorschläge und Forderungen von Werner Schell zur Stadtteilerneuerung in Erfttal. Dem aufmerksamen Leser fällt in diesem Bericht z.B. auf:

  • Herr Koenig kritisiert die Behauptung von Herrn Schell, die Stadtteilkonferenz sei fremdbestimmt, weil nur wenige ihrer Mitglieder in Erfttal wohnen. Zum Beweis des Gegenteils führt er mehrere Erfttaler Gruppierungen auf, deren Vertreter – Zitat – „zum Teil seit mehr als 20 Jahren in Erfttal wohnen oder ebenso lange in dem Stadtteil beruflich tätig sind". Leider übersieht Herr Koenig dabei, dass niemand beurteilen kann, was sich in den Abend- und Nachtstunden in Erfttal ereignet, solange er sich dort nur tagsüber beruflich aufhält (evangelische Kirche, SKM, DRK-Kindertagesstätte, Abenteuerspielplatz).
  • Herr Koenig erhebt den Vorwurf „Sie, Herr Schell, sind nicht der von der Trägerkonferenz gewählte Sprecher unseres Stadtteils". Ich kenne keinen von Herrn Schell verfassten Text, keinen Wortbetrag von ihm bei Bürgertreffen, in dem er behauptet hat, Sprecher der Trägerkonferenz oder des Stadtteils Erfttals zu sein.

Wer also operiert hier mit Falschaussagen?

Als Leser und Bewohner von Erfttal seit 31 ½ Jahren fragt man sich „cui bono – wem nützt es"? Was bewegt einen Pfarrer, in dieser Weise gegen einen Mitbürger vorzugehen, der im Grundsatz die gleichen Ziele verfolgt wie er selbst: Verbesserung der Lebensbedingungen im Stadtteil Erfttal? Soll hier ein engagierter Bürger, der sich seit vielen Jahren mit erheblichem Aufwand an Zeit, Arbeit und auch eigenem Geld für die Verbesserung der Verhältnisse in Erfttal einsetzt, mundtot gemacht werden? Spannt sich hier vielleicht ein katholischer Pfarrer vor den Karren der in Neuss seit Jahrzehnten herrschenden politischen Partei, weil diese die Anregungen und Vorschläge von Herrn Schell nicht mehr hören will?

Wohin Probleme sich entwickeln können, wenn man sie zu lange ignoriert, verschweigt, kleinredet, kann man gerade in diesen Tagen bei einem Blick über die Grenze nach Holland lernen.

Wer sich über die wahren Verhältnisse in Erfttal informieren will, dem seien nächtliche Spaziergänge durch diesen Stadtteil empfohlen.

http://www.wernerschell.de