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Heinz Sahnen, Stadtverordneter von Neuss-Erfttal, blockiert und behindert seit Jahren die Forderungen des Erfttaler Bürger Werner Schell zur wirklichen Stadtteilerneuerung in Erfttal, u.a. Integration bzw. Belegungs- und Wohnungsmangement. - Unabhängig davon übernimmt Heinz Sahnen stadtweit den Vorsitz eines Integrationsarbeitskreises!

Wie kann man stadtweit ein Thema voranbringen wollen, das man in Erfttal nicht wirklich aufgreifen und lösen will???

Lesen Sie den nachfolgenden NGZ-Bericht vom 10.09.2003 und den Leserbrief dazu vom 18.9.2003!

NGZ-Bericht vom 10.09.2003:

Neusser CDU gründet einen Arbeitskreis "Integration" - Parallelgesellschaften am Horizont

In Neuss leben über 20.000 Ausländer, was einem Anteil von 13,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung entspricht. Die stärkste landsmannschaftliche Gruppe stellen die Türken mit 7.263 Menschen. In einigen Stadtteilen wie dem Barbaraviertel (44,3), dem Hammfeld (43,4), Erfttal (29,9) und dem so genannten Hafengebiet (27,5) ist der Ausländeranteil besonders hoch.
Vor diesem Hintergrund hat die Neusser CDU einen Arbeitskreis "Integration" gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Ratsherr Heinz Sahnen MdL bestellt. Aus gutem Grund. Der erfahrene Sozialpolitiker wohnt und lebt seit fast dreißig Jahren mit seiner Familie in Erfttal, wo er in Kirche, Sozialverbänden und Sportverein Angebote mitgestaltete, um Ausländer zu integrieren. Über die (Nicht-)Erfolge diskutieren gerade die Erfttaler, doch sie erkennen Sahnens Fleiß an: Sie entsandten ihn 1999 mit stolzen 69,8 Prozent in den Neusser Rat.

Damit erzielte der heute 56-Jährige das beste Ergebnis aller Wahlkreis-Bewerber. Als Vorsitzender des CDU-Arbeitskreises "Integration" hat Sahnen vor allem zwei Zielgruppen fest ins Visier genommen: die Türken und die Russlanddeutschen. Dabei legt Sahnen großen Wert auf das Gespräch mit Praktikern. So werden die Sozialarbeiter berichten, die für das Jugend-Gemeinschaftswerk, eine Initiative der katholischen Kirche, Russlanddeutsche begleiten. "Weder wir und schon gar nicht ich allein verfügen über ein Patentrezept", sagt Sahnen im Gespräch mit der NGZ, "aber wir wissen, dass wir nicht tatenlos zusehen dürfen."

Sprache ist der Schlüssel

Die Gefahr, dass sich Parallelgesellschaften in Deutschland entwickeln, sei latent vorhanden. Beispielhaft verweist er auf die Kindergärten. Dort seien Kindergärtnerinnen überfordert, die Sprachprobleme zu lösen. Genau an dieser Stelle müsse gehandelt werden: "Insbesondere auch im Zusammenhang mit der PISA-Studie wird deutlich, dass die Beherrschung der deutschen Sprache ein zentraler Schlüssel ist."

Integrationskraft wecken

Sahnen kündigte an, der von ihm geführte Arbeitskreis werde für die CDU-Ratsfraktion politische Initiativen erarbeiten und "realistische Aussagen" für das Kommunalwahl-Programm vorbereiten. Heinz Sahnen sieht zwar "zunehmend Schwierigkeiten", wenn er auf "das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft" schaut, doch er setzt auf die Integrationskraft, die gerade auch Neuss in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt habe. Dabei denkt Sahnen an die große Zahl der Flüchtlinge, die in den Nachkriegsjahren hierzulande heimisch geworden sind.

Sahnen denkt aber auch an die vielen Gastarbeiter, die seit den 60-er Jahren in Neuss ein neues Zuhause gefunden haben. Die Integrationskraft, von leistungsfähigen "freien Trägern" wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz verstärkt, werde auch von vielen Gruppen gelobt, in denen Ausländer organisiert sind.

Ludger Baten

Quelle: Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 10.09.2003

Leserbrief zum Bericht der NGZ vom 10.09.2003 "Neusser CDU gründet einen Arbeitskreis ´Integration` / Heinz Sahnen hat Vorsitz - Ausländer und Aussiedler in Neuss: Parallelgesellschaften am Horizont" (abgedruckt in der NGZ-Ausgabe vom 18.9.2003:

Unverfrorenheit in der Politik!

Mit großem Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass die Neusser CDU einen Arbeitskreis "Integration" gegründet hat, um damit Aussagen für das Kommunalwahlprogramm 2004 vorbereiten zu können. Die Neusser CDU befasst sich zwar spät - aber vielleicht nicht zu spät mit einem wichtigen Thema. Als Unverfrorenheit ist allerdings die Tatsache zu bewerten, dass der Erfttaler Ortspolitiker Heinz Sahnen den Vorsitz des neuen Arbeitskreises "Integration" übernommen hat (wieviel Ämter und Aufgaben hat Heinz Sahnen eigentlich mittlerweile in seiner Person gebündelt?).

Seit Jahren mahne ich für Erfttal, auch per Statements in der NGZ, eine zielgerichtete Integrationsarbeit und die Einrichtung eines Belegungs- und Wohnungsmanagements zur Einflussflussnahme auf die nicht akzeptablen strukturellen Verhältnisse in Erfttal an (Probleme u.a.: rd. 30% Ausländer und rd. 30% Aussiedler; in der Erfttaler Grundschule gibt es demzufolge bereits einen Anteil von Kindern ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse von 50 - 60%). Parallelgesellschaften sind nicht etwa nur am Horizont sichtbar - sie existieren bereits!

Widerstand gegen meine jahrelangen Forderungen, den Problemen mit der Integration bzw. den vorhandenen Parallelgesellschaften (von Ausländern und Aussiedlern) mit Entschiedenheit entgegen zu treten, kam bislang hauptsächlich von Heinz Sahnen (und seiner Seilschaft). Und ausgerechnet dieser Politiker entdeckt plötzlich vor der Kommunalwahl das Thema Integration, um damit "Punkte" machen zu können. Ein Verhalten, das ich, trotz allgemeiner Vorbehalte gegenüber Politikern, nicht für möglich gehalten habe!

Werner Schell, Harffer Str. 59, 41469 Neuss-Erfttal,

Sprecher des Arbeitskreises "Sicherheit und Ordnung" der Stadtteilkonferenz von Erfttal