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Erfttaler Bürger besorgt:
Belegungs- und Wohnungsmanagement wurde vom Neusser Stadtrat gekippt
Wer sich mit der Erfttaler
Situation näher befasst, kann erkennen, dass trotz des städtischen
Erneuerungsprogramms, bislang keinerlei wirkliche Veränderungen bei den
brennenden Problemen des Stadtteils bewirkt worden sind. So sieht es jedenfalls
der Erfttaler Bürger Werner Schell, der sich seit mehreren Jahren für den
Stadtteil engagiert und letztlich durch seine Eingaben an die städtischen
Ämter die Stadt zum Handeln gezwungen hat. Schell resümiert kritisch: "Die
bisher vom Neusser Bauverein eingeleiteten Maßnahmen (Abriss Haus Harffer
Straße 2-4 sowie Angebot von Eigentumswohnungen) helfen allein nicht."
Top-Thema "Belegungs- und
Wohnungsmanagement" wird vernachlässigt!
Für einen schweren Fehler
schätzt Werner Schell die Entscheidung des Neusser Stadtrates vom 14.12.2001
ein, die vorgesehene Personalstelle für die Wahrnehmung des Belegungs- und
Wohnungsmanagements in Erfttal nicht zu bewilligen. Es bestand bereits in der so
genannten "Zukunftswerkstatt" vom Mai 2001 Einvernehmen darüber, dass
das Belegungs- und Wohnungsmanagement der wichtigste Projektpunkt für Erfttal
ist. Das negative Ratsvotum wurde vom Erfttaler Stadtverordneten Heinz Sahnen
ausdrücklich als richtig kommentiert. Schell: "Heinz Sahnen trägt damit
maßgebliche Mitverantwortung dafür, dass die notwendige und angestrebte
Managementlösung bislang nicht in Gang kommen konnte."
Die Stadtverwaltung ist gefordert!
Werner Schell hat sich in mehreren
Briefen an die Stadt Neuss gewandt und den Bürgermeister Herbert Napp gebeten,
sich persönlich des Themas anzunehmen und schnellstmöglich Maßnahmen zu
treffen , die in geeigneter Weise bei einer Auflösung der nicht akzeptablen
strukturellen Verhältnisse in Erfttal hilfreich sein können.
Schell schrieb u.a. 11.3.2002:
"Wie ich schon im Oktober 1998
Herrn Söhngen in einem Gespräch mitteilte, müssen die ´großen` Eigentümer
an einen Tisch gebracht werden, um sie auf freiwilliger Basis zu einer anderen
Vermietungspraxis zu bewegen. Dazu wäre bei einem Einstieg Ihre Moderation
angezeigt. Danach sollten Sie einen städtischen Bediensteten mit dieser
Funktion beauftragen (unter Freistellung von den bisherigen Tätigkeiten), damit
er die begonnene Moderation und Steuerung hinsichtlich einer Veränderung in der
Vermietungspraxis übernehmen kann (vielleicht zunächst auf zwei Jahre
begrenzt). An einer solchen Personalentscheidung sind Sie nicht deshalb
gehindert, weil der Rat die Ausbringung einer zusätzlichen Stelle abgelehnt
hat."
Eine Antwort aus dem Rathaus steht
nach Mitteilung von Schell aus. Nicht einmal die übliche Eingangsbestätigung
wurde übermittelt. - Ein Zeichen von Desinteresse?
Werner Schell
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