Werner Schell - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Telefon: 02131/150779 - Handy: 0172/6958904 - Telefax: 02131/167289
E-Mail: Team@wernerschell.de

Neuss-Erfttal, den 16.02.2003

Fax (1 Blatt)

An die
Rheinische Post
Bitte sofort vorlegen!
Pressehaus Düsseldorf
Zülpicher Straße 10


40549 Düsseldorf

Betr.: Bericht der RP vom14.2.2003 „CDU will weniger Ausländerkinder in den Klassen"

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich gebe zu dem vorbezeichneten Artikel folgende Leserzuschrift ab:
­ ­ ­
Jürgen Rüttgers, CDU-Landeschef, fordert zurecht, dass der Ausländeranteil in den Schulen begrenzt werden muss. Es ist einfach Fakt, dass viele Schulen den Anforderungen, die sich aufgrund des hohen Anteils nicht deutsch sprechender Kinder ergeben, nicht gewachsen sind („Pisa" lässt grüßen!). Dies wird auch durch bescheidene Zuwächse im Lehrerbereich nicht geändert werden können. Die Fähigkeit zahlreicher Kommunen, Ausländer und Spätaussiedler (allesamt mit allergrößten Sprachproblemen) in das Gemeinwesen einzufügen, ist längst erreicht (die RP berichtete hierüber mehrfach).
In einem in sich geschlossenen Stadtteil von Neuss, in Erfttal, haben wir einen Ausländeranteil von nahezu 30% (überwiegend Türken). Hinzu kommen etwa 30% Aussiedler (fast ausnahmslos aus Russland). In der örtlichen Grundschule haben 50-60% der Kinder erhebliche Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache (Tendenz steigend!). Ähnliches gilt für den Kindergartenbereich. Mittlerweile haben sich hier Parallelgesellschaften gebildet, die sich ständig verfestigen. Von wirklicher Integration keine Spur! Einige angebotene Sprachkurse bringen insoweit keine Lösung. Im Übrigen: In Erfttal wohnen, über alle Bevölkerungsteile hinweg, außergewöhnlich viele sozial schwache Personen (mit Sozialhilfe und Arbeitslosenunterstützung). Eine Situation, die das tägliche Miteinander zusätzlich mit vielfältigen Problemen befrachtet. Dass (eingestandene) Planungsfehler aus den 70er Jahren (Hochhausbau usw.) nachhaltige wohnungspolitische Lösungen erfordern, ist ein weiteres Themenfeld. Vor allem jugendliche Russlanddeutsche beeinträchtigen seit geraumer Zeit in nicht mehr akzeptabler Art und Weise die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Es ist einfach alarmierend, welch schlimme Zustände sich entwickelt haben. Allen, die sich über die beklagten Zustände näher informieren wollen, stehe ich jederzeit für nähere Auskünfte zur Verfügung.
Meine Folgerung: Hier (und an vielen anderen Orten) ist die Aufnahmefähigkeit nicht integrationsfähiger bzw. –williger Menschen nicht nur erreicht, sondern schlichtweg deutlich überschritten. Meine umfangreichen Bemühungen, mit Hilfe der zuständigen Behörden Hilfe einzuwerben, waren bislang weitgehend erfolglos. Die Probleme werden von den politisch Verantwortlichen verharmlost und heruntergespielt. Die Frage ist, wer sich endlich der Probleme zielgerichtet annimmt!

Werner Schell, Harffer Str. 59, 41469 Neuss-Erfttal
Bürger von Erfttal und Sprecher des Arbeitskreises „Sicherheit und Ordnung" der Trägerkonferenz in Neuss-Erfttal

Mit freundlichen Grüßen

(Werner Schell)

_