Werner Schell - Harffer Straße
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Neuss-Erfttal, den 16.02.2003
Fax (1 Blatt)
An die
Rheinische Post Bitte
sofort vorlegen!
Pressehaus Düsseldorf
Zülpicher Straße 10
40549 Düsseldorf
Betr.: Bericht der RP vom14.2.2003 „CDU will weniger Ausländerkinder in den Klassen"
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich gebe zu dem vorbezeichneten Artikel
folgende Leserzuschrift ab:
Jürgen Rüttgers, CDU-Landeschef, fordert
zurecht, dass der Ausländeranteil in den Schulen begrenzt werden muss. Es ist
einfach Fakt, dass viele Schulen den Anforderungen, die sich aufgrund des hohen
Anteils nicht deutsch sprechender Kinder ergeben, nicht gewachsen sind („Pisa"
lässt grüßen!). Dies wird auch durch bescheidene Zuwächse im Lehrerbereich
nicht geändert werden können. Die Fähigkeit zahlreicher Kommunen, Ausländer
und Spätaussiedler (allesamt mit allergrößten Sprachproblemen) in das
Gemeinwesen einzufügen, ist längst erreicht (die RP berichtete hierüber
mehrfach).
In einem in sich geschlossenen Stadtteil von
Neuss, in Erfttal, haben wir einen Ausländeranteil von nahezu 30% (überwiegend
Türken). Hinzu kommen etwa 30% Aussiedler (fast ausnahmslos aus Russland). In
der örtlichen Grundschule haben 50-60% der Kinder erhebliche Schwierigkeiten
mit der deutschen Sprache (Tendenz steigend!). Ähnliches gilt für den
Kindergartenbereich. Mittlerweile haben sich hier Parallelgesellschaften
gebildet, die sich ständig verfestigen. Von wirklicher Integration keine Spur!
Einige angebotene Sprachkurse bringen insoweit keine Lösung. Im Übrigen: In
Erfttal wohnen, über alle Bevölkerungsteile hinweg, außergewöhnlich viele
sozial schwache Personen (mit Sozialhilfe und Arbeitslosenunterstützung). Eine
Situation, die das tägliche Miteinander zusätzlich mit vielfältigen Problemen
befrachtet. Dass (eingestandene) Planungsfehler aus den 70er Jahren (Hochhausbau
usw.) nachhaltige wohnungspolitische Lösungen erfordern, ist ein weiteres
Themenfeld. Vor allem jugendliche Russlanddeutsche beeinträchtigen seit
geraumer Zeit in nicht mehr akzeptabler Art und Weise die öffentliche
Sicherheit und Ordnung. Es ist einfach alarmierend, welch schlimme Zustände
sich entwickelt haben. Allen, die sich über die beklagten Zustände näher
informieren wollen, stehe ich jederzeit für nähere Auskünfte zur Verfügung.
Meine Folgerung: Hier (und an vielen anderen
Orten) ist die Aufnahmefähigkeit nicht integrationsfähiger bzw. –williger
Menschen nicht nur erreicht, sondern schlichtweg deutlich überschritten. Meine
umfangreichen Bemühungen, mit Hilfe der zuständigen Behörden Hilfe
einzuwerben, waren bislang weitgehend erfolglos. Die Probleme werden von den
politisch Verantwortlichen verharmlost und heruntergespielt. Die Frage ist, wer
sich endlich der Probleme zielgerichtet annimmt!
Werner Schell, Harffer Str. 59, 41469
Neuss-Erfttal
Bürger von Erfttal und Sprecher des
Arbeitskreises „Sicherheit und Ordnung" der Trägerkonferenz in
Neuss-Erfttal
Mit freundlichen Grüßen
(Werner Schell)