Trägerkonferenz Erfttal

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Zentrum für Gemeinwesenarbeit
(SKM Neuss e.V.)
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Die Erwartungshaltung der Erfttaler Bevölkerung ist groß

In den letzten Jahren sind die bereits in den 70er Jahren begründeten Fehlentwicklungen in Erfttal durch vielfältige weitere Probleme verstärkt worden. Es sind daher durch einige Bürgerinnen und Bürger Initiativen in Gang gekommen, um die einzelnen Problemfelder den politisch Verantwortlichen aufzuzeigen und Lösungen einzufordern. Auf der Grundlage dieser Bürgerinitiativen hat sich dann Anfang 1999 auch die Trägerkonferenz Erfttaler Vereine und Institutionen in die Erörterung notwendiger Maßnahmen zur Stadtteilerneuerung eingeschaltet.

Der Stadtrat der Stadt Neuss hat dann am 25.2.2000 beschlossen, ein kommunales Handlungskonzept zur Stadtteilerneuerung in Erfttal auf den Weg zu bringen. Damit wurde der politische Anstoß gegeben, in Erfttal einen Dialog aller Akteure mit den Entscheidungsträgern in Rat und Verwaltung zu beginnen. Dieser Dialog mündete, den Anforderungen des Handlungskonzeptes folgend, am 19./20.5.2001 in einer sogenannten Zukunftswerkstatt. Hier wurden die bereits in verschiedenen Arbeitsgruppen diskutierten Lösungsansätze weiterentwickelt und in einem Votum dokumentiert. Der Stadtrat stimmte dem Votum am 29.6.2001 zu.

Die anschließenden Erörterungen der angestoßenen Projekte und Maßnahmen haben zu einem erkennbaren Konzept „Pro Erfttal" geführt. Wie es scheint, haben die am Stadtteilerneuerungsprozess Beteiligten wichtige Lösungsmöglichkeiten für so manche Probleme aufgezeigt. Die berechtigte Hoffnung konnte aufkeimen, dass Erfttal einen mächtigen Schritt in Richtung einer Erneuerung würde machen können.

In den letzten Wochen sind nun aber die Signale aus Kreisen der politisch Verantwortlichen nicht immer so gewesen, dass die Erfttaler Bürgerinnen und Bürger uneingeschränkt optimistisch den angekündigten Hilfen entgegensehen können. Diese Entwicklung verfolgen die Bürgerinnen und Bürger mit großer Aufmerksamkeit und Sorge.

Steht zu befürchten, dass gute und hilfreiche Projekte und Maßnahmen zerredet und wohl letztlich mit der Begründung mangelnder Finanzierbarkeit scheitern werden? Wäre dies der Abschluss der über Jahre geführten Diskussionen zur Entwicklung von Erneuerungsvorhaben, dann wäre dies nicht nur enttäuschend, sondern für den Stadtteil mit noch nicht auszumachenden nachteiligen Folgen versehen.

Die Trägerkonferenz Erfttal möchte daher an die politisch Verantwortlichen appellieren, ihre Verantwortung für Erfttal ernsthaft wahrzunehmen und die aus dem Handlungskonzept vom 25.2.2000 hervorgegangen Projektvorstellungen zielgerichtet zu unterstützen und bei der anstehenden Ratsentscheidung am 14.12.2001 den Projekten uneingeschränkt zuzustimmen und die dazu erforderlichen Mittel zu bewilligen.

Nach dem augenblicklichen Beratungsstand von Stadtverwaltung Neuss und den Akteuren vor Ort sind folgende Projekte zur Stadtteilerneuerung Erfttals kurzfristig umzusetzen:

Dass die Erfttaler nicht allein auf städtische Hilfen setzen, zeigen die in den letzten Jahren und Monaten bereits in Gang gebrachten Initiativen. Die Kirchen, der SKM, die SG-Erfttal, der Bürger- und Schützenverein und engagierte Bürgerinnen und Bürger haben bereits nachweislich einiges bewegt. Aber, die bürgerschaftlichen Initiativen haben ihre tatsächlichen und finanziellen Grenzen. Die Umsetzung des kommunalen Stadtteilerneuerungskonzeptes ist daher dringend notwendig!

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