Wirksame Hilfen für Erfttal sind dringlich - Auf Kosmetik und Streicheleinheiten wird verzichtet!

Die SKM-Vertreter der Trägerkonferenz in Erfttal haben in den letzten Tagen eine Stellungnahme / Presseerklärung der Trägerkonferenz herausgegeben und die jüngsten Aktionen in Zukunftswerkstatt und Rat als Erfolg herausgestellt. Offensichtlich ist man krampfhaft bemüht, den bisher beschrittenen Weg wahrheitswidrig als genau richtig verkaufen zu helfen. Der Bevölkerung wird schlicht etwas vorgegaukelt!

Ich habe auf Grund dieser Gegebenheiten noch einmal einige wichtige Gesichtspunkte zum „Erfttaler Geschehen" zusammengetragen und die nachfolgende Leserzuschrift verfasst.

 

Leserbrief 

(verfaßt und abgesandt am 14.07.2001) 

Die Erfttaler Trägerkonferenz feiert in ihrer Stellungnahme die Abstimmungsprozeduren in Zukunftswerkstatt und Rat als Erfolg und kündigt eine bessere Zukunft für Erfttal an. Wie sich in der bisherigen Kritik bereits verdeutlichen ließ, sind die anvisierten Projekt- und Maßnahmeplanungen fremdbestimmt zustande gekommen und gehen zu einem Teil an einer sinnvollen Problemlösung vorbei. Auch die Trägerkonferenz, die vorgibt, für Erfttal zu sprechen, wird durch eine Mehrheit von Akteuren dominiert, die nicht in Erfttal wohnen und nur unsere Probleme verwalten.

Im Interesse von Erfttal müssen vorrangig folgende Maßnahmen/Projekte angegangen werden:

Die Verwaltung wird (auch unter Hinweis auf den seit Jahren geführten Schriftwechsel) aufgefordert, die wirklich wichtigen Projekte/Maßnahmen, so, wie sie vorstehend angesprochen sind, voranzutreiben. Auf „Kosmetik und Streicheleinheiten" verzichten wir gern. Es muss der Erfttaler Bevölkerung, die in großen Teilen schon resigniert hat, gezeigt werden, dass die Verantwortlichen willens und fähig ist, die erforderliche Erneuerungsarbeit jetzt und nicht erst demnächst in Gang zu bringen.

Es wird im Übrigen als zweckdienlich erachtet, die Stadtteilmanagementaufgaben dem SKM zu entziehen. Dies deshalb, weil die insoweit bislang erbrachten Dienstleistungen eine Fortsetzung dieser Tätigkeit als wenig sinnvoll erscheinen lassen. Das örtliche Management hat es z.B. nicht verstanden, die Erfttaler Bevölkerung zu motivieren, sich in die Erneuerungsarbeit einzubringen. Durch die freiwerdenden Personalkräfte des SKM, die bisher Managementaufgaben wahrgenommen haben, sollten Aufgabenstellungen in der Jugendbetreuung (Kontakt Erfttal) abgedeckt werden (in Ergänzung der Streetworkeraktivitäten).

Werner Schell

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