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Lage und Anfahrt
Hier finden Sie einige Pläne und Karten des Stadtteils Erfttal.
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Lage in Europa und BRD

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Anfahrt

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Luftbild

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Bau- und Nutzungsstruktur

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Luftaufnahmen St. Cornelius
Lage im Stadtgebiet
Die Stadt Neuss ist Bestandteil des Ballungskerns Düsseldorf/Neuss und in den
landesplanerischen Zielsetzungen als Mittelzentrum mit einem Einzugsbereich von
mehr als 150.000 Einwohnern ausgewiesen. Der Gebietsentwicklungsplan bescheinigt
der Stadt Neuss eine überdurchschnittliche Infrastrukturausstattung und ein
qualitativ hochstehendes Dienstleistungsangebot. So nimmt das Mittelzentrum
Versorgungsfunktion wahr, die über seinen Versorgungsbereich hinausgehen.
Die Neubausiedlung Neuss-Erfttal entstand Anfang der 70er Jahre im Südosten des
Stadtgebietes auf den Flächen des aufgelassenen Derikumer Hofes, der damals zu
Grimmlinghausen gehörte. Sie wird begrenzt durch die BAB 57 im Norden, die
Landesstraße L 380 Neuss-Dormagen (Berghäuschensweg) im Westen, die Bahnlinie
Neuss-Köln im Südwesten und eine Schleife des Norfbaches im Osten. Das
Siedlungsgebiet wird zerschnitten durch die L 142 (Norfer Straße), die in
Hochlage die L 380 an die Autobahn anbindet.
Erschlossen wird das Gebiet durch die Euskirchener Straße, die im Nordwesten an
die L 380 anbindet. Sie sollte ursprünglich nach Norf-Derikum weitergeführt
werden (nicht realisiert). Die ÖPNV-Anbindung ist gut, die City ist mit der
Buslinie 849 in ca. 15 Minuten zu erreichen. Vom zu Fuß erreichbaren Haltepunkt
Norf ist Erfttal auch an die S-Bahn nach Düsseldorf angeschlossen.
Stadtbild, Baustruktur
Die städtebauliche Konzeption des Stadtteils entspricht den Vorstellungen der
60er und 70er Jahre: Urbanität durch Dichte. Die Nachfrage nach Wohnungen war,
vor allem im Einzugsbereich von Düsseldorf, gegeben, so dass von einem weiteren
erheblichen Bevölkerungswachstum ausgegangen wurde. Der Flächennutzungsplan
1970 verteilte die erwartete Bevölkerungsentwicklung vor allem auf die südlichen
Stadtteile Grimmlinghausen, Weckhoven und Erfttal.
Die Anzahl der Wohnungen beträgt in Erfttal ohne den Neubauabschnitt
Erfttal-West 1.969 WE. Davon wurden lediglich rund 175 WE in Einfamilien-,
Reihen- und Doppelhäusern realisiert, die restlichen Wohnungen entstanden den
damaligen Vorstellungen entsprechend im Geschosswohnungsbau. Ca. 80% der
Wohnungen als Mietwohnungen im sozialen Wohnungsbau errichtet.
Das Mischungsverhältnis zwischen Geschosswohnen und Einfamilienhäusern fällt
sehr einseitig zugunsten der Geschosswohnungen aus. Auffällig dabei ist die räumliche
Verteilung der verschiedenen Wohnformen: der Geschosswohnungsbau mit zum Teil
neungeschossigen Gebäuden ist entlang der stark lärmemittierenden Bahnlinie
und der L 380 angeordnet, in den mittleren Bereichen ist der bis zu
sechsgeschossige Geschosswohnungsbau mit Infrastruktureinrichtungen und auch
gewerblichen Nutzungen durchmischt, während sich im östlichen und in
geringerem Umfang nördlichen Teil reine Einfamilienhäusern befinden.
Einen Sonderkomplex ohne inhaltliche Anbindung an den Stadtteil bildet der
Hotelkomplex am Derikumer Hof.
1986 wurde mit der Realisierung einer städtebaulichen Ergänzung des Stadtteils
auf der Westseite der L 380 begonnen, hier sind rund 270 WE vorwiegend in
Reihenhäusern entstanden.
Infrastruktur, Versorgung, Gewerbe
Der Schwerpunkt der Nahversorgung für den kurzfristigen Bedarf an Handels- und
Dienstleistungen ist mit ca. 1.600 qm Geschäftsfläche an der nördlichen
Euskirchener Straße zu finden. Hier bieten eine Bank, ein Supermarkt, ein
Kiosk, ein Bäcker, eine Fleischerei, ein Masseur, ein Blumenladen und eine
Apotheke ihre Dienste an. Auf Vorfläche des Diakonie-Werkes Süd an der
Euskirchener Straße findet zudem ein kleiner Wochenmarkt statt.
Die Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe an der Lechenicher Straße mit
ca. 1.200 qm Geschäftsfläche haben sich erst nach und nach angesiedelt. Ursprünglich
war im Bebauungsplan beiderseits der L 142 Mischgebiet zur Unterbringung von
nicht störendem Gewerbe und Handwerksbetrieben vorgesehen. Heute finden sich
heben Elektroladen, Heizungsinstallateur, Glaserei, Bäcker und Bank auch ein türkischer
Lebensmittelladen und ein russisches Reisebüro, die in ihrem Angebot auf die
besonderen Nachfrage- und Kundenstruktur des Stadtteils zugeschnitten sind.
Ähnliche Funktion haben die "fliegenden Händler", die vom Lastwagen
aus direkt an die Verbraucher vor Ort in den Wohnblöcken verkaufen (Gemüse,
Backwaren, Fleischwaren) Der mittel- und langfristige Bedarf wird in der
Innenstadt und in Verbrauchermärkten der benachbarten Vororte gedeckt.
Ein Angebot von Arbeitsplätzen in größerem Stil, welches über die genannten
kleinen Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe hinausgeht, gibt es aufgrund der
Monostruktur im Erfttal kaum. Die wenigen vorhandenen Betriebe müssen um ihren
Erhalt kämpfen.
Die öffentlichen Einrichtungen konzentrieren sich hauptsächlich auf den nördlichen
Bereich des Stadtteils. Hier liegt die Gemeinschaftsgrundschule, ein
Kindergarten des DRK, das Kath. Kirchenzentrum mit Kindergarten und Altenwohnen,
das Ev. Gemeindezentrum mit Kindergarten, Kindertagesstätte, Altenwohnen und
Altentagesstätte. Ein weiterer katholischer Kindergarten mit Kindertagesstätte
befindet sich im südlichen Teil an der Euskirchener Straße. 1995 wurde an der
Bedburger Straße ein Bürgerzentrum im umgebauten Gebäude eines ehemaligen
Autohauses installiert. Die Trägerschaft liegt beim Sozialdienst Katholischer Männer
(SMK). Das Angebot reicht von Aussiedlerberatung über Kinderhort und offene
Jugendarbeit bis zu Schuldnerberatung. 1998 wurde ein muslimisches Zentrum mit
Moschee im Gewerbegebiet an der Schellbergstraße erbaut, welches einen überregionalen
Einzugsbereich hat.
Zwischen Schule und Autobahn befindet sich der Kirmesplatz mit benachbartem
Bolzplatz. Die Grünanlagen an der Norfbachaue runden auf der gesamten Nord- und
Ostseite den Stadtteil ab. Im Nordosten an der Autobahn liegt der betreute
Abenteuerspielplatz neben einem neu errichteten ökologischen Spielplatz mit
Skater-Bahn, der durch Jugendliche in ABM-Stellen erbaut wurde. Drei weitere
Spielplätze befinden sich am Rande der Grünzone des Norfbachs.
Die Bezirkssportanlage Erfttal liegt etwas abseits des Stadtteils, westlich der
L 380, jedoch in fußläufiger Entfernung zum Stadtteil.
Quelle: "Handlungskonzept Neuss-Erfttal – Antrag auf Aufnahme in das Programm des
Landes NRW Stadteile mit besonderem Erneuerungsbedarf", Stand Oktober 1999
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