|
Vor 25 Jahren konnte der Kirchenraum im
Paul-Schneider-Gemeinde- haus der Kirchengemeinde Neuss-Süd
eingeweiht werden. Mit einem Fest feierte die Gemeinde den runden
Jahrestag.
Zum Schluss brachte der Gospelchor St. Elisabeth aus
Neuss-Reuschenberg noch einmal richtig Schwung in die Kirche.
Bekannte Gospels zum Mitklatschen im Rahmen einer Abendandacht
sorgten für einen runden Abschluss des Festtages, den die
Kirchengemeinde Neuss-Süd und das Diakoniewerk Neuss-Süd zum
25-jährigen Bestehen des Paul-Schneider-Gemeindehauses in
Neuss-Erfttal veranstaltet hatten.
Pfarrerin Annette Gärtner war zufrieden: "Es hat alles so
geklappt, wie es geplant war." Den Auftakt bildete ein
Festgottesdienst, den der Kirchenchor des 4. Pfarrbezirks
musikalisch gestaltete. Nach Grußworten und einem Mittagessen
stand am Nachmittag die Eröffnung einer Ausstellung über Paul
Schneider, den "Prediger von Buchenwald", auf dem
Programm.
Der Glaskünstler Jakobus Klonk, der 1991 zwei Fenster für den
Kirchenraum gefertigt hatte, erläuterte anschließend die
Bedeutung der beiden mit abstrakten Motiven gestalteten Fenster.
"Bibo" machte Spaß für Jung und Alt
Auch an die jüngeren Besucherinnen und Besucher hatten die
Veranstalter gedacht: Der Clown und Zauberer "Bibo"
erfreute mit seinen Späßen und Tricks die Zuschauer.
"Schon seit Anfang der 70er Jahre gab es im Stadtteil
Erfttal eine rege Gemeindearbeit", erzählt Annette Gärtner,
die im sechsten Jahr ihren Dienst mit einer halben Stelle in
Neuss-Erfttal versieht. 1973 wurde die Kindertagesstätte
eröffnet, 1974 waren die 36 Altenwohnungen im Haus bezugsfertig.
Im gleichen Jahr begann die Jugendarbeit der Gemeinde.
Schließlich konnte ab dem Frühjahr 1975 der Kirchraum genutzt
werden. An die Grundsteinlegung des Hauses erinnerte während des
Festtages der damals in der Gemeinde tätige Diakon Jochen Twer
mit Hilfe von einigen Dias. "Auch in den Jahren danach hat
sich der Kirchenraum verändert", sagt Gärtner. So habe die
Gemeinde nach langem Sparen 1982 eine Pfeifen-Orgel anschaffen
können. Nach einer Vergrößerung des Raumes 1987 hätten 1992
dann die beiden Buntglasfenster von Jakobus Klonk installiert
werden können.
Für die Zukunft der Gemeindearbeit in dem Stadtteil, in dem
viele Rußlanddeutsche leben, wünscht sich Pfarrerin Gärtner,
dass die Kirchengemeinde "Menschen mit unterschiedlichen
Hintergründen zusammenbringen kann. Bei solchen Festen klappt es
ansatzweise".
Ihre eigene Sicht der Gemeinde präsentierten
während des Festes die Kinder von der "Kreativen Gruppe".
Sie hatten selbstgemalte Bilder mit Versen versehen und ausgestellt.
Helge Toben
(aus: "Der Weg", Nr. 17 vom 23. April 2000)
|

Das 25-jährige Bestehen des Paul-Schneider-
Gemeindehauses in Neuss-Erfttal feierte die
Kirchengemeinde Neuss-Süd mit einem Fest. Vorne links: Pfarrerin
Annette Gärtner.
Foto: Sergej Lepke
|
Der Artikel sowie das Foto
wurden mit der freundlichen
Genehmigung des Autors sowie des Verlages hier
reproduziert. |