Neuregelungen im Asylrecht - Zuwanderung gestalten

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WernerSchell
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EuGH - Durchwinken von Flüchtlingen verboten

Beitrag von WernerSchell » 27.07.2017, 07:35

Gerichtshof der Europäischen Union
PRESSEMITTEILUNG Nr. 86/17
Luxemburg, den 26. Juli 2017
Urteile in den Rechtssachen C-490/16, A.S./Republika Slovenija,
und C-646/16, Khadija Jafari und Zainab Jafari

Kroatien ist für die Prüfung der Anträge auf internationalen Schutz von Personen zuständig, die seine Grenze während der Flüchtlingskrise der Jahre 2015 und 2016 in großer Zahl überschritten haben
Diese Personen haben nämlich die Außengrenze von Kroatien im Sinne der Dublin-III-Verordnung illegal überschritten
… (weiter lesen unter ) …. https://curia.europa.eu/jcms/upload/doc ... 0086de.pdf

Weitere Mitteilungen des EuGH:
https://curia.europa.eu/jcms/upload/doc ... 0087de.pdf
https://curia.europa.eu/jcms/upload/doc ... 0088de.pdf

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zeit.de - 26.07.2017:
Dublin-III-Verordnung: Europäischer Gerichtshof lehnt Ausnahmen von EU-Asylrecht ab
Während der Flüchtlingskrise sind viele Migranten nach ihrer Ankunft im EU-Land Kroatien weitergereist. Trotz der Umstände war das nicht erlaubt, urteilte der EuGH.
… (WEITER LESEN UNTER) … HTTP://WWW.ZEIT.DE/POLITIK/AUSLAND/2017 ... -2015-EUGH

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süddeutsche.de 26. Juli 2017:
Urteil zu Flüchtlingspolitik EuGH: Massenfluchtbewegung ändert nichts an EU-Asylzuständigkeiten
• Der Europäische Gerichtshof hat sich heute mit Grundsatzfragen der EU-Flüchtlingspolitik befasst.
• Einem Urteil der Luxemburger Richter zufolge gelten die europäischen Zuständigkeitsregeln für Asylverfahren auch trotz der Ausnahmesituation im Sommer 2015. Mitgliedsstaaten wie Deutschland dürfen aber freiwillig Asylanträge prfüen, für die sie eigentlich nicht zuständig wären.
• Außerdem wurde ein Gutachten vorgelegt: Danach müssen sich auch Ungarn und die Slowakei an der Verteilung von Flüchtlingen in der EU beteiligen.
…. (WEITER LESEN UNTER) …. HTTP://WWW.SUEDDEUTSCHE.DE/POLITIK/URTE ... -1.3603753

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WELT.DE - 26.07.2017:
EUGH-URTEIL
Die Rechtslage hat ein Problem mit der Flüchtlingslage

Von Sascha Lehnartz
Das neuerliche Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hat keinerlei Klarheit geschaffen über die Dublin-Regelung. Gilt sie noch oder wird sie von Europa und den Flüchtlingen ständig ausgesetzt?

Es ist ein Urteil, das nebenbei auch klärt, dass Länder in humanitären Ausnahmesituationen durchaus Flüchtende hereinlassen dürfen – wie dies Deutschland im September 2015 getan hat.
Dies als Bestätigung für Angela Merkels Flüchtlingspolitik zu deuten, wie es manche bereits versuchen, ist etwas gewagt. Das Urteil ist eher ein Indiz, dass die Rechtslage widersprüchlich ist. Und nur noch mit Mühe mit der Weltlage in Einklang zu bringen.
… (weiter lesen unter) … https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... slage.html

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tagesschau.de - 26.07.2017
EuGH-Urteil zum EU-Asylrecht Prüfstand für Merkels Flüchtlingspolitik
Wir schaffen das", so hieß Merkels Credo 2015 - aber war die Willkommenspolitik der Kanzlerin rechtmäßig? Die Richter des EuGH urteilen heute über die mögliche Missachtung des Dublin-Abkommens durch Deutschland.
Von Karin Bensch, ARD-Studio Brüssel
… (WEITER LESEN UNTER) … HTTPS://WWW.TAGESSCHAU.DE/AUSLAND/EUGH- ... K-101.HTML

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tagesspiegel.de
Urteil zu Dublin-III-Verordnung : "Durchwinken" von Flüchtlingen verboten - was der EuGH entschieden hat
Der EuGH hat entschieden, dass die „Dublin-Verordnung“ auch in Ausnahmesituationen gilt. Kroatien hätte ankommende Flüchtlinge nicht Richtung Deutschland weiterschicken dürfen.
von Markus Grabitz und Albrecht Meier
… (weiter lesen unter) … http://www.tagesspiegel.de/politik/urte ... 11006.html

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cicero.de -
EuGH-Urteil zu Flüchtlingspolitk
- Merkel im Recht oder nicht?

VON CICERO-REDAKTION am 26. Juli 2017
Der europäische Gerichtshof hat ein Grundsatzurteil darüber gefällt, wo Flüchtlinge in der EU ihren Asylantrag stellen müssen. Davon ist auch die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel betroffen. Doch die Interpretationen des Urteils gehen auseinander. Wir veröffentlichen den Originaltext
... (weiter lesen unter) ... http://cicero.de/aussenpolitik/eughurte ... oder-nicht

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Rheinische Post vom 27.07.2017:
Europäischer Gerichtshof
Kanzlerin Merkel handelte in Flüchtlingskrise legal

Berlin. Der Europäische Gerichtshof stellt klar, dass das Asylrecht in Europa zwar auch in Krisenzeiten gilt. Die Bundesregierung hat mit ihrer Aufnahme von Flüchtlingen 2015 nicht gegen die Regelung verstoßen.
Von Eva Quadbeck und Henning Rasche
Der Europäische Gerichtshof hat mit einem Urteil zur Flüchtlingspolitik das Handeln der Bundesregierung im Spätsommer 2015 rückblickend unbeanstandet gelassen. Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass auch bei außergewöhnlich hohen Flüchtlingszahlen der Einreisestaat für die Prüfung von Asylanträgen zuständig ist. Zugleich betonten sie, dass im "Geiste der Solidarität" auch andere Staaten bei ihnen gestellte Asylanträge prüfen können. Mit anderen Worten: Die Bundesregierung handelte nach Ansicht der Luxemburger Richter 2015 nicht illegal, als sie die in Ungarn festsitzenden Flüchtlinge in Deutschland aufnahm.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.6974108

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Quelle: RP - Flüchtlinge auf der Balkanroute im Jahr 2015. FOTO: dpa, ab pro cul

Rheinische Post, 27.07.2017:
Analyse
Was von Dublin übrig bleibt

Luxemburg. Wer für Asylanträge zuständig ist, definiert die komplizierte Dublin-III-Regel. Bei vielen Flüchtlingen müssten demnach eigentlich andere EU-Länder die Anträge prüfen. Bis heute gibt es kein faires Verteilsystem in der Union.
Von Eva Quadbeck und Henning Rasche
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/politik/was-von ... -1.6974101

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FDP: EuGH-Urteil bestätigt Rechtsbruch der Bundesregierung in Asylkrise – Merkel übergeht geltendes Recht
Epoch Times26. July 2017 Aktualisiert: 27. Juli 2017 6:24
"Höchstrichterlich bestätigt ist jetzt: Kanzlerin Merkel hat 2015 die europäische Flüchtlingspolitik ruiniert, unsere Nachbarn brüskiert und Deutschland isoliert", so der stellvertretende EU-Parlamentspräsident Lambsdorff gegenüber Medien. Angela Merkel habe sich ohne Beratung mit den EU-Partnern eine Million Menschen nach Deutschland gerufen und sich dabei über geltendes Recht hinweggesetzt. Hilferufe aus Athen, Rom und Madrid habe sie ignoriert, so Lambsdorff.
… (weiter lesen unter) … http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... .html?fb=1

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Anmerkung der Moderation:
Das hier vorgestellte und mehrfach kommentierte Urteil des EuGH befasst sich nicht direkt mit der deutschen Flüchtlingspolitik. Es stellt aber die grundsätzliche Pflicht fest, die "Dublin-Verordnung" anzuwenden. Ausnahmemöglichkeiten werden vorsichtig angedeutet. Damit ist aber die bundesdeutsche Willkommenskultur nicht gerechtfertigt. Denn die Kanzlerin hat seinerzeit eine einsame Entscheidung gefasst, Flüchtlinge in großer Zahl unkontrolliert durchzuwinken. Eine parlamentarische Diskussion bzw. Entscheidung gab es insoweit nicht. Aus rechtsstaatlichen Gründen hätte dies aber zwingend erfolgen müssen. Der Amtseid der Kanzlerin gab im Übrigen Anlass genug, die deutschen Interessen zu berücksichtigen. Absolut ungerechtfertigt war ein Durchwinken, wie geschehen, mit der Folge, dass zigtausende, vielleicht sogar hunderttausende Menschen, ohne Pass und ohne regelrechte Überprüfung ins Land gekommen sind. U.a. Wolfgang Bosbach, MdB/CDU, hat dies in aller Deutlichkeit kritisiert. Die sich daraus ergebenen Verwerfungen werden immer deutlicher und werden von einer Mehrheit der Deutschen zunehmend mit großer Sorge gesehen. Anderes formuliert: Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin ab. - Wenn einzelne Medien nun behaupten, die Kanzlerin habe nach der EuGH-Entscheidung legal gehandelt (> http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.6974108 ), ist das völlig abwegig und stellt die Rechtssituation auf den Kopf. - Werner Schell

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Streit über Seenotrettung geht weiter

Beitrag von WernerSchell » 08.08.2017, 06:24

Ärzte Zeitung vom 08.08.2017:
Flüchtlinge
Streit über Seenotrettung geht weiter

Innerhalb weniger Tage hat die libysche Küstenwache mehr als 1000 Migranten von Holz- und Gummibooten im Mittelmeer gerettet
und zurück in das Bürgerkriegsland gebracht. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=940 ... fpuryyqrde

Flüchtlingsrettung
Ärzte ohne Grenzen: Keine Info über etwaige Ermittlungen

Hat die Ärzte ohne Grenzen illegalen Kontakt zu Schleppern, die Flüchtlinge nach Europa schleusen? Die Hilfsorganisation dementiert entschieden.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=940 ... fpuryyqrde

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Vielfältigkeit des Islam - NRW unterstützt liberale Moscheen

Beitrag von WernerSchell » 09.08.2017, 17:09

Die Rheinische Post berichtete am 9. August 2017:

Vielfältigkeit des Islam
NRW unterstützt liberale Moscheen


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In Berlin war im Juni 2017 von Seyran Ates (r.) eine liberale Moschee eröffnet worden (Archiv). FOTO: dpa, gam nic

Düsseldorf. Die NRW-Landesregierung begrüßt Initiativen zur Gründung islamischer Gotteshäuser nach dem Vorbild der säkularen Moschee in Berlin. Kölns Oberbürgermeisterin Reker fordert mehr Einfluss auf Ditib.
Von Philipp Jacobs
Die neue nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich für die Einrichtung liberaler Moscheen ausgesprochen. Derartige Gebetshäuser zeigten die Vielfältigkeit des Islam, sagte Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) unserer Redaktion: "Daher begrüße ich entsprechende Initiativen." Wichtig sei, dass sich keine religiöse Gemeinschaft vor einen politischen Karren spannen lasse, ganz gleich aus welcher Himmelsrichtung.
Integrations-Staatssekretärin Serap Güler (CDU) sagte: "Muslime in NRW möchten sich nicht in eine Schublade stecken lassen. Sie verbinden ihre Religion weniger mit dem Bild, das die öffentliche Wahrnehmung dominiert. Für viele von ihnen steht der Islam nicht für Rückständigkeit und Gewalt." Deshalb sei es gut, wenn durch Initiativen zur Gründung liberaler Moscheen dieser Wahrnehmung etwas entgegengesetzt werde.
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/landespolit ... -1.7000328

Rheinische Post vom 09.08.2017: Kommentar / Für einen liberalen Islam = Von Philipp Jacobs
Düsseldorf (ots) - Als die Frauenrechtlerin Seyran Ates Mitte Juni in Berlin die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee eröffnete, erschienen etliche Kamerateams. Manchmal wirkte es, als sei ein Rockstar eingetroffen. Dabei hatte Ates lediglich eine Moschee gegründet, in der Männer und Frauen jedweder Glaubensströmung gemeinsam unverschleiert beten und predigen können. Warum das so ein Ereignis war? Weil der liberale Islam noch immer im Schatten steht - auch in Deutschland. Das verstaubte religiöse Weltbild mancher etablierten Moscheeverbände ist viel zu präsent. Hinzu kommt: Der liberale Islam ist bislang nur eine Art Personenkult ohne Strukturen. Natürlich gibt es entsprechende Vereinigungen und Verbände, die großartige Arbeit leisten. Doch genießen sie nicht die Anerkennung, die sie verdient haben. Das zu ändern, ist auch Aufgabe der Politik. Die Bereitschaft, sich für eine säkulare Form des Islam einzusetzen, muss wachsen. Und jene, die bereits Einsatz zeigen, müssen in ihrem Handeln bestärkt werden. Denn zu einer toleranten und modernen Gesellschaft gehört auch ein toleranter und moderner Islam. Das klare Bekenntnis der NRW-Landesregierung zu mehr liberalen Moscheen ist deshalb wichtig und nachahmenswert.

http://www.rp-online.de > http://www.finanznachrichten.de/nachric ... bs-007.htm

+++
Und auch das muss man wissen:
Volker Kauder, Vorsitzender der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, bekennt bei "Hart aber Fair" am 29.11.2016 zum Erstaunen der Mitdiskutanten klar und deutlich: Ein herausragender Führer des Islam (in Kairo) habe ihm gegenüber bemerkt, dass man aufhören müsse zu erklären, dass der Islam durch die Aufklärung müsse. Der Islam stehe grundsätzlich über dem Staat. - Daraus ergibt sich eindeutig die Folgerung, dass der Islam den Rechtsstaat nicht akzeptiert und daher politische Folgerungen unausweichlich sind. Unter diesen Umständen ist eine wirkliche Integration von Menschen, die dem Islam angehören, völlig ausgeschlossen. Das belegen auch die seit vielen Jahren bestehenden und anwachsenden Parallelgesellschaften. Integration ist mehr als ein wenig Kenntnisse der deutschen Sprache und möglicherweise eigenes (bescheidenes) Erwerbseinkommen. Ein klares Bekenntnis zum Grundgesetz bzw. zu den bundesdeutschen Rechtsstaatstrukturen ist zwingend! Dass Terror nicht gebilligt werden kann, von welcher Seite auch immer, versteht sich. >>> https://www.youtube.com/watch?v=7Sjbzd1N9O8

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Integration weitgehend gescheitert

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2017, 09:38

Integration von Muslimen in Deutschland macht deutliche Fortschritte.
Dies berichtet die Bertelsmann-Stiftung

Quelle: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/ ... tschritte/

Anmerkung:
Wer die Integration der zugewanderten Menschen pauschal in die Nähe von "gut gelungen" rückt,
hat nichts verstanden. Die Realität ist anders. Besonders die jüngeren Migranten sind zum Teil
"meilenweit" von dem entfernt, was man unter Integration zu verstehen hat.

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Einwanderung und Grenzsicherung

Beitrag von WernerSchell » 16.11.2017, 18:30

SPD legt Einwanderungsgesetz vor

Berlin: (hib/STO) Die SPD-Fraktion dringt auf eine "Neuordnung der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte". Dies geht aus einem von der Fraktion vorgelegten Entwurf eines Einwanderungsgesetzes (19/44 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900044.pdf ) hervor, der am Mittwoch kommender Woche erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Ziel der Vorlage ist es, "die Einwanderung von qualifizierten Arbeitskräften nach den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarktes zu steuern und zu gestalten".
Dazu wollen die Sozialdemokraten ein Punktesystem einführen, das "auf die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes" zugeschnitten sein soll und sich an Drittstaatsangehörige richtet, die zur Erwerbstätigkeit oder Arbeitsplatzsuche nach Deutschland einwandern möchten. Dabei soll der Bundestag - auf Vorschlag der Bundesregierung und mit Zustimmung des Bundesrates - jedes Jahr neu festlegen, wie viele Menschen tatsächlich einwandern können. "Gab es viel Zuwanderung aus der EU, kann die Quote niedriger sein. Fehlen Fachkräfte, kann sie höher liegen", heißt es dazu in der Begründung des Gesetzentwurfs.
Darin werden sechs Kriterien genannt, auf denen das Punktesystem mindestens basieren soll, nämlich "Berufsqualifikationen, Sprachkenntnisse, Alter, Integrationsaspekte, Berufserfahrung und das Vorliegen eines Arbeitsplatzangebotes". Nach erfolgreicher Teilnahme am Auswahlverfahren sollen Fachkräfte mit einer beruflichen Qualifikation eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer entsprechenden Beschäftigung erhalten mit Option auf Verlängerung; die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis, also eines unbefristeten Aufenthaltstitels, soll nach drei Jahren möglich sein. Wer zur Arbeitsplatzsuche einwandert, soll eine auf ein Jahr befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten; bei deren erstmaligen Erteilung soll vom "Erfordernis der Lebensunterhaltssicherung abgesehen" werden. Einwanderer mit Jobangebot können dem Gesetzentwurf zufolge bei Aufnahme der Erwerbstätigkeit ihre Kernfamilie mitbringen, sofern der Lebensunterhalt gesichert ist.

AfD für umfassende Grenzkontrollen

Berlin: (hib/STO) "Umfassende Grenzkontrollen sofort einführen - Zurückweisung bei unberechtigtem Grenzübertritt" lautet der Titel eines Antrags der AfD-Fraktion (19/41 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/000/1900041.pdf ). Danach soll die Bundesregierung "sofort einen vollständigen und effektiven Schutz der deutschen Grenze" gewährleisten. "Das heißt, umfassende Grenzkontrollen mit entsprechenden Vollmachten einzurichten und diesen Grenzschutz durch geeignete Maßnahmen zu ermöglichen, gegebenenfalls durch Auf- und Ausbau von Bundesbereitschaftskräften", heißt es in der Vorlage weiter.
Ferner soll die Bundesregierung dem Antrag zufolge diese Grenzkontrollen so durchführen, "dass das Ergebnis eine grundsätzliche Zurückweisung von unberechtigtem Grenzübertritt bewirkt - dies auch in dem Fall, dass sich ein Migrant, der aus einem benachbarten sicheren Drittstaat im Sinne von Paragraf 26a Absatz 2 Asylgesetz (AsylG) anreist, auf Verfolgung oder Schutzgründe beruft". Zudem soll die Bundesregierung laut Vorlage offenlegen, "auf welcher Rechtsgrundlage sie die Praxis, auf die Möglichkeiten der Zurückweisung zu verzichten, zugelassen hat und weiter zulässt".

Quelle: Mitteilung vom 16.11.2017
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de

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Die Asyl-Leine ziehen

Beitrag von WernerSchell » 02.03.2018, 07:45

Die Rheinische Post berichtet am 1. März 2018 (und in der Printausgabe vom 02.03.2018):

Kolumne: Mit Verlaub!
Die Asyl-Leine ziehen

Düsseldorf. Unser subjektives Grundrecht auf Asyl gehört endlich europäisiert. Rechtsgelehrte raten schon lange zu einer Reform.
Von Reinhold Michels

Wir alle wissen, dass unser einmalig liberales Grundrecht auf Asyl zu haarsträubendem Rechtsmissbrauch einlädt und zudem die Verwaltungsrichter vielhunderttausendfach mit Streitfällen zum Ächzen bringt.

Das einklagbare Grundrecht gehört abgeschafft und nach dem Vorbild bedeutender europäischer Rechtsstaaten so umgewandelt, dass der Staat mit einfacher Gesetzgebung die Modalitäten der Asylgewährung festsetzt. Wir sollten die lange Leine anziehen.

Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7430083

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Ablehnung des Islam nimmt zu

Beitrag von WernerSchell » 16.03.2018, 16:35

Die Rheinische Post berichtete am 15. März 2018:

Düsseldorf
Ablehnung des Islam nimmt zu
Düsseldorf. Einer Forsa-Umfrage zufolge sagen nur noch 37 Prozent, dass die Religion zu Deutschland gehört.
Von Kirsten Bialdiga
… (weiter lesen unter) …. http://www.rp-online.de/politik/ablehnu ... -1.7456375

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Forsa-Umfrage: Wachsende Islam-Ablehnung im Ruhrgebiet
 Studie sieht wachsende Islam-Ablehnung im Ruhrgebiet
 Signifikanter Akzeptanz-Verlust binnen zwei Jahren
 Sorge beim Zentralrat der Muslime
Die Akzeptanz des Islam im Ruhrgebiet ist laut einer Umfrage gesunken. In einer repräsentativen Erhebung sagten im Herbst 2017 nur noch 37 Prozent von rund 1.000 Befragten, der Islam gehöre zu Deutschland. Das waren zehn Prozent weniger als 2015. 59 Prozent beantworteten diese Frage mit Nein.
…. (weiter lesen unter) … https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... t-100.html

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DEUTSCHLAND
HORST SEEHOFER„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ für falsch.
• „Nein. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Deutschland ist durch das Christentum geprägt“, sagte Seehofer der „Bild“.
• Dazu gehörten der freie Sonntag, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
… (weiter lesen unter) … https://www.welt.de/politik/deutschland ... hland.html

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Integration - Union will Wertekunde-Unterricht für Flüchtlingskinder

Beitrag von WernerSchell » 07.05.2018, 06:31

Rheinische Post berichtet am 7. Mai 2018 :

Integration
Union will Wertekunde-Unterricht für Flüchtlingskinder


Berlin. Die Chefs der Unionsfraktionen von Bund und Ländern wollen für Kinder von Flüchtlingen "Rechtsstaatsklassen" und einen "Wertekunde-Unterricht" bundesweit einführen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor, der am Dienstag auf der Konferenz der Unionsfraktionschefs in Frankfurt am Main verabschiedet werden soll.
Von Birgit Marschall
"Sprach- und Wertevermittlung soll der Regelbeschulung vorgeschaltet sein und sind unabdingbare Voraussetzung für gelingende Integration", heißt es darin. "Ziel dieses Unterrichts soll sein, dass Flüchtlinge sich in unserem Werte-/Rechtsstaatssystem besser zurechtfinden können und ihnen gleichzeitig die Grenzen und Verpflichtungen unseres Rechtsstaates vermittelt werden." Konstitutionelle Normen des Grundgesetzes wie die Achtung der Menschenwürde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die Gewährleistung der Presse- und Meinungsfreiheit, das Gewaltmonopol des Staates und die Gleichberechtigung von Mann und Frau "stehen als unverzichtbare Werte über kulturell oder religiös abweichenden Auffassungen".
…. (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.7559732

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Flüchtlinge, die Pfleger werden, sollen bleiben dürfen

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2018, 06:14

"Pflegebedürftige sollten von Menschen gepflegt werden, die diesen Beruf auch wirklich ausüben wollen - nicht von solchen, die dazu gezwungen sind, weil ihr Aufenthaltsstatus daran hängt." - Zitat: Heiner Garg, Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister … zum Bleiberecht von Flüchtlingen, die in der Pflege arbeiten. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat ebenfalls klar gegen eine Bleiberecht im Zusammenhang mit einer Pflegebereitschaft votiert!
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22632

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Integration ist weitgehend gescheitert

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2018, 08:33

Rheinische Post vom 16.05.2018:
Tuba Sarica:
"Özil hat ein Integrationsproblem"

Die Deutschtürkin will reden: über Familien ihrer Community die bestens integriert scheinen - und Deutschland doch nicht verbunden sind.
Köln Tuba Sarica (30) hat türkische Wurzeln, ihr Großvater kam der Arbeit wegen nach Deutschland, ihre Familie blieb. Sarica lebt in Köln, schreibt einen Blog über ihre Beobachtungen im Zusammenleben von Deutschtürken und Deutschen und hat nun ihr erstes Buch veröffentlicht: "Ihr Scheinheiligen!" heißt es und prangert falsche Toleranz gegenüber antidemokratischen Tendenzen in der deutschtürkischen Community an.

…. (weiter lesen unter) … https://rp-online.de/kultur/oezil-hat-e ... d-22670005

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Buchtipp!

Tuba Sarica
Ihr Scheinheiligen!
Doppelmoral und falsche Toleranz - die Parallelwelt der Deutschtürken und die Deutschen

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Verlag: Heyne - Erschienen: 14.05.2018
ORIGINALAUSGABE
Paperback, Klappenbroschur, 224 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-60473-5
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,50* (* empfohlener Verkaufspreis)


Eine junge Deutschtürkin über unbequeme Wahrheiten
Für ihre Familie ist Tuba Sarica eine Deutsche, und das ist nicht als Kompliment gemeint. Was läuft schief bei der Integration, wenn „eingedeutscht“ als Schimpfwort gilt? Tuba Sarica kritisiert die Deutschtürken dafür, es sich in einer Opferrolle bequem zu machen, eine Parallelwelt zu schaffen, in der eigene Regeln gelten, und sich den Populismus à la Erdoğan zu eigen zu machen. Sie kritisiert aber auch die Deutschen, die durch falsch verstandene Toleranz genau diese Entwicklungen fördern. Ein Plädoyer dafür, Konflikte auszutragen und nicht unter einem vermeintlichen Toleranzdeckmantel zu verstecken, der alles nur schlimmer macht.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Ih ... 1.rhd#info

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