Gute Noten für die Neusser Altenheime - NGZ-Bericht 05.03.14

Moderator: WernerSchell

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Gaby Modig
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Gute Noten für die Neusser Altenheime - NGZ-Bericht 05.03.14

Beitrag von Gaby Modig » 05.03.2014, 10:08

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) berichtet am 05.03.2014 über Neusser Pflegeheime und titelt:

Gute Noten für die Neusser Altenheime
Die Heimaufsicht bescheinigt den Pflegeheimen in Neuss eine gute Qualität.
Ein Einschreiten wie zuletzt bei zwei Heimen in Meerbusch ist ihr zufolge
in der Quirinusstadt in der jüngsten Zeit nicht erforderlich gewesen.

Von Susanne Genath
Knapp ein halbes Jahr ist es her, dass zwei Altenheimen in Meerbusch wegen schwerer Pflegemängel vorübergehend die Betriebserlaubnis entzogen wurde.
Dennoch bestehe kein Grund zur Sorge um ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen, versichert Kreis-Sozialdezernent Jürgen Steinmetz.
"Die Altenheime im Rhein-Kreis sind über alle Träger hinweg gut", sagt er.
… (mehr) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.4083455

WernerSchell
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Politik will Pflege-TÜV weiter prüfen

Beitrag von WernerSchell » 09.03.2014, 08:03

Bezüglich der Pflegenoten gibt es weiterhin erhebliche Vorbehalte. Siehe z.B.:

Deutsches Ärzteblatt vom 20.01.2014:
Politik will Pflege-TÜV weiter prüfen
Der Pflege-TÜV in Deutschland kommt kurz nach einer Reform erneut auf den Prüfstand. Politiker pochen auf echte Verbesserungen
bei der seit Jahren in der Kritik stehenden Benotung von Pflegeheimen. Zum 1. Januar wurden ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... er-pruefen

• Rheinland-Pfalz: Gesundheitsminister kritisiert Pflege-TÜV
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... flege-TUeV
• Pflegeheime: Barmer GEK und KV Nordrhein wollen Behandlungsqualität verbessern
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... verbessern
• Bewertung von Pflegeheimen soll verbessert werden
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... ert-werden

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist weiterhin der Meinung, dass der Pflege-TÜV
in seiner jetzigen Ausgestaltung, auch ein wenig reformiert, nicht wirklich hilfreich ist.

WernerSchell
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Pflege-TÜV - Kritik und Verbesserungsnotwendigkeiten

Beitrag von WernerSchell » 09.03.2014, 08:09

Eine deutliche Erklärung zum Pflege-TÜV:
Zitat der Woche in CAREkonkret, Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege (24.01.2014):
"Das ist ein bisschen so, als wenn Sie zwei Fußballmannschaften darüber entscheiden lassen,
wann welche Mannschaft eine gelbe oder sogar rote Karte bekommt".

Alexander Schweizer (SPD), Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz,
kritisiert, das Pflegekassen und Träger selbst die Kriterien der Pflegetransparenzvereinbarung festlegen.


Weitere Informationen unter folgender Adresse:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=19057

WernerSchell
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Re: Gute Noten für die Neusser Altenheime - NGZ-Bericht 05.0

Beitrag von WernerSchell » 23.11.2014, 09:19

Siehe Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=20745

Politik Mangelhafte Heime
Deutschlands Pflege-TÜV fällt durch den TÜV
Das Notensystem für Pflegeheime soll Betroffenen und Angehörigen helfen, die richtige Einrichtung zu finden. Verlassen sollte man sich darauf nicht, denn die Meinung der Gepflegten fließt kaum ein.
Nicht immer muss es gleich der entsetzliche Riesenskandal sein. Die lebensbedrohliche Misshandlung oder die Maden in der Wunde. Wenn derart drastische Missstände auffallen, ist das Pflegeheim ohnehin mit einem Schlag in Verruf. Nein, es geht um die weniger spektakulären Schwachstellen, um die Mängel des Alltags, die dem betroffenen Patienten aber das Leben unerträglich machen können. Von diesen Zuständen zu wissen ist entscheidend, wenn sich Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nach einem geeigneten Heim umsehen.
...
"Der Notendurchschnitt für alle rund 12.500 stationären Pflegeeinrichtungen liegt bei 1,3", sagt Karl-Josef Laumann. Er ist so etwas wie das soziale Gewissen der Bundeskanzlerin, denn Laumann ist der Patienten- und Pflegebeauftragte der Regierung. "Ein solches Benotungssystem ist nicht mehr haltbar", sagt er. "Wer sich darauf verlässt, wird irregeführt."
...
(weiter lesen unter) .... http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -TUeV.html

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Pflege-TÜV - ab in die Tonne!
Dass der Pflege-TÜV nicht tauglich ist, um verlässliche Auskünfte über die Leistungsfähigkeit bzw. Qualität einer Pflegeeinrichtung zu geben, hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren in zahlreichen Statements verdeutlicht. Die kurze und gebotene Folgerung lautet: "Ab in die Tonne".
Wenn nun erneut der Pflege-TÜV in die Schusslinie gerät, überrascht das natürlich nicht. Denn wer sich mit dem Thema etwas näher beschäftigt hat, weiß Bescheid. Die derzeitigen Aussagen des MDK über die Heime vermitteln keine brauchbaren Hinweise über die wirkliche Pflegequalität. Ergebnis- und Lebenswirklichkeit der HeimbewohnerInnen sind bei den derzeitigen Prüfkriterien weitgehend ausgeblendet.
Man muss sich im Übrigen davor hüten, dem Pflege-TÜV, wie auch immer gestaltet, allzu große Bedeutung beizumessen. Entscheidend muss zunächst einmal sein, dass die Pflege-Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden müssen. Der Pflegenotstand muss aufgelöst werden. Und das fordert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit vielen Jahren. Beim Pflegetreff am 13.5.2014 wurde genau dieses Reformthema deutlich herausgestellt und als Hauptknackpunkt bezeichnet. Näheres ist in einem Statement nachlesbar > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf . Leider hat das 1. Pflegestärkungsgesetz insoweit keine Verbesserungen gebracht. Dies wurde mit einer Pressemitteilung vom 07.11.2014 entsprechend kritisiert. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... rm2014.pdf
Der Pflegenostand wird daher beim nächsten Neusser Pflegetreff am 14.04.2015 erneut anzusprechen sein. Siehe dazu die Hinweise unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =7&t=20569 (ständige Aktualisierung).
Werner Schell

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Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht im Rhein-Kreis Neuss

Beitrag von WernerSchell » 08.08.2017, 06:32

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22242

Rhein-Kreis Neuss
Wohn- und Teilhabegesetz: Frühere
Heimaufsicht legte Tätigkeitsbericht vor


Bild
Foto: Dirk Brügge,
Kreisdirektor des Rhein-Kreises Neuss


Rhein-Kreis Neuss. Die Belange der Seniorinnen und Senioren sowie der Menschen mit Behinderung sind immer schon ein Thema gewesen, dem sich Kreistag und Kreisverwaltung mit Nachdruck gewidmet haben. Dies kommt auch im neuen Bericht über die vielfältige Arbeit der Behörde für das Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) zum Ausdruck. Der Rhein-Kreis Neuss als WTG-Behörde (früher Heimaufsicht) hat die Aufgabe, die Einhaltung der gesetzlichen Standards etwa in den Seniorenzentren zu überprüfen. „Unser Überblick über die Tätigkeiten 2015 und 2016 steht daher nicht nur für Transparenz, sondern auch dafür, dass hilfsbedürftige Menschen bei uns auf eine gute Versorgungsqualität zählen können“, so Kreisdirektor Dirk Brügge.

In den beiden Berichtsjahren ist eine Vielzahl an Beschwerden bei der WTG-Behörde eingegangen. Insbesondere die Punkte der mangelnden Personalausstattung und der fehlerhaften Personaleinsatzplanung wurden oftmals mit Mängeln in der Pflege verknüpft. Von den Beschwerden im Jahr 2015 waren aber lediglich 20 von 45 vollstationären Pflegeeinrichtungen betroffen und im Jahr 2016 sogar nur 18 von 46 Häusern. Insgesamt gingen in den beiden Berichtsjahren Beschwerden über 25 von 46 Einrichtungen bei der WTG-Behörde ein. „Das bedeutet, dass uns aus den weiteren 21 Einrichtungen keine negativen Feststellungen durch Nutzer, Angehörige oder Mitarbeiter angezeigt worden sind und alle Beteiligten dort mit der geleisteten Arbeit überwiegend zufrieden waren und aufgetretene Probleme im direkten Kontakt erörtert und gelöst werden konnten“, so Brügge. Häufig handele es sich dabei um Einrichtungen, die über Jahre gefestigte Strukturen geschaffen hätten und über Konstanz in der Leitungsebene sowie einen festen Personalstamm verfügten.

Zur Arbeit des Rhein-Kreises Neuss als WTG-Behörde gehören unangemeldete Routine-Kontrollen ebenso wie anlassbezogene Überprüfungen, wobei je nach Bedarf auch unabhängige Sachverständige
einbezogen werden. Neben diesen Instrumenten wird die Beratung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten, der Angehörigen und Betreuer sowie des Einrichtungspersonals und der Betreiber immer wichtiger. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen der Pflegequalität, der baulichen Voraussetzungen oder auch der Mitwirkungsrechte.

Der neue Tätigkeitsbericht der WTG-Behörde steht jetzt auf der Internetseite http://www.rhein-kreis-neuss.de (unter Ämter & Einrichtungen – Sozialamt – Formulare & Publikationen).
> http://www.rhein-kreis-neuss.de/de/verw ... t-vor.html
> http://www.rhein-kreis-neuss.de/de/verw ... 5-2016.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 04.08.2017

Thilo Zimmermann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impressum:
Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Harald Vieten (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anne Bueren
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: +49 2131 928 1301
Fax: +49 2131 928 81301
Email: Anne.Bueren@rhein-kreis-neuss.de

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Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht im Rhein-Kreis Neuss

Beitrag von WernerSchell » 12.08.2017, 05:52

Am 11.08.2017 bei Facebook gepostet:
Der aktuelle Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht des Rhein-Kreises Neuss meldet für letztes Jahr weniger Beschwerden über Pflegeeinrichtungen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat dazu Stellung genommen und Hinweise zu fortbestehenden Reformerfordernissen gegeben!
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 404#p99404

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