Rhein-Kreis Neuss - Kreispolizeibehörde muss bleiben

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Rhein-Kreis Neuss - Kreispolizeibehörde muss bleiben

Beitrag von WernerSchell » 11.03.2015, 08:11

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 9. März 2015
Rhein-Kreis Neuss - Landrat Petrauschke beharrt auf einer eigenen Polizeibehörde

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Zentrale der Kreispolizeibehörde an der Jülicher Landstraße in Neuss. FOTO: Woi

Rhein-Kreis Neuss. Alte Spekulationen erhalten neue Nahrung: Dem Rhein-Kreis Neuss droht angeblich der Verlust seiner Polizeibehörde. Eine Expertenkommision mit mehreren Polizeipräsidenten befürworte neben weiteren Veränderungen die Schließung von 31 der insgesamt 47 Polizeibehörden n Nordrhein-Westfalen. … Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) erteilte den am Wochenende bekannt gewordenen Gedankenspielen vorsorglich eine Absage. Sollte der Rhein-Kreis seine eigenständige Polizeibehörde verlieren, wäre das in Augen von Hans-Jürgen Petrauschke schlichtweg "eine Katastrophe". …
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.4929367

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 10. März 2015:
Neuss - Markert: Kreis soll Polizeibehörde behalten
Neuss. Kreispolitiker und Polizeigewerkschaft sehen keinen Sinn darin, die Behörden neu zu organisieren. Mehr Streifenpolizisten gäbe es nicht.
Von Susanne Genath
Der Rhein-Kreis Neuss braucht eine eigene Polizeibehörde. Darin ist sich Reiner Geroneit (CDU), der Vorsitzende des Polizeibeirates, mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (CDU) einig und lehnt Überlegungen ab, die Verwaltung der Kreispolizei auf die Behörden in Düsseldorf, Köln oder Mönchengladbach zu übertragen. "Unsere jetzige Behörde kommt der ländlichen Struktur im Kreisgebiet entgegen", sagt Geroneit. "Die Bezirksbeamten, unsere Dorf-Sheriffs, sind gleichzeitig Streetworker. Wenn wir einer Großbehörde zugeordnet würden, würde all das wegfallen." …
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.4932406

WernerSchell
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Rhein-Kreis Neuss - Kreispolizeibehörde muss bleiben

Beitrag von WernerSchell » 19.03.2015, 18:57

Briefzuschrift an die Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 10.03.2015:

Werner Schell
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, den 10.03.2015

An die
Neuss-Grevenbroicher Zeitung
Lokalteil Neuss


Sehr geehrte Frau Genath,
sehr geehrte Damen und Herren,

zu Ihrem heutigen die Polizei betreffenden Artikel bemerke ich:

Es ist sehr zu begrüßen, dass Landrat Hans-Jürgen Petrauschke für einen Erhalt der Kreispolizeibehörde eintritt. Da ich seit über 15 Jahren im Stadtteil Neuss-Erfttal als Sprecher des Arbeitskreises Sicherheit und Ordnung (der Stadtteilkonferenz) aktiv bin, kann ich die Sinnhaftigkeit des Erhalts dieser Behörde sehr gut beurteilen. Es gab z.B. in zurückliegender Zeit nicht selten problematische Situationen, die es zu besprechen bzw. aufzulösen galt. Dabei hat u.a. Landrat Petrauschke sich selbst eingebracht. Es gab z.B. nach einem Raubüberfall eine Sofortreaktion in der Weise, dass der Landrat persönlich in Erfttal für intensive Gespräche und eine Ortsbegehung zur Verfügung stand. Dies wäre bei einer Verlagerung der Führungsstruktur auf eine höhere Ebene - weit weg - so zweifelsfrei nicht möglich gewesen. Daher unterstütze ich die Kreispolizeibehörde Neuss dabei, für einen Verbleib dieser Behördenstruktur hier vor Ort zu werben.

Wenn es darum gehen soll, für die Sicherheit der BürgerInnen mehr zu tun, sollte die rot-grüne Landesregierung endlich dafür sorgen, dass mehr Stellen für den Polizeidienst geschaffen und entsprechend mehr Polizeibeamte eingestellt werden. Wenn es um Spareffekte gehen soll, gibt es andere Vorschläge, z.B.: Blitzmarathon mit hohem Personaleinsatz einstellen! Stattdessen mehr Aufmerksamkeit für konkrete Gefahrenstellen. Dann sollten die Clubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga endlich verpflichtet werden, mehr für die Sicherheit bei Fußballspielen zu sorgen. Wenn es gleichwohl nötig erscheint, auch begleitende Polizeieinsätze zu gestalten, sollten die Clubs für die Kosten dieser Einsätze komplett herangezogen werden. Es kann doch nicht sein, dass bei einem Fußballspiel 1.400 Polizeibeamte stundenlang für eine Fußballshow mit ergänzenden Prügelszenen sog. Fans kostenlos zur Verfügung stehen. Diese Beamte fehlen für den zunehmend erforderlichen Schutz der BürgerInnen vor Ort mit der Folge, dass z.B. in Vorträgen und Statements von den BürgerInnen gefordert wird, mehr für ihre eigene Sicherheit (Einbruchschutz) zu tun. Im Übrigen ist es nicht mehr akzeptabel, dass Polizeibeamte bei Demos und sonstigen Einsätzen massiv attackiert und geschlagen werden. Insoweit muss das Strafmaß deutlich erhöht werden. Polizeibeamte verdienen unseren uneingeschränkten Respekt und Anerkennung!

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

PS. Den vorstehenden Text können Sie gerne - vollständig - als Leserzuschrift abdrucken!

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Deutschland im Blaulicht - Notruf einer Polizistin >Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2015, 07:45

Buchtipp! - Empfehlenswerte Veröffentlichung

Tania Kambouri
Deutschland im Blaulicht
Notruf einer Polizistin

Bild

Piper, Verlag
Erschienen am 05.10.2015
224 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06024-0
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

»Ein authentischer Bericht aus dem Polizeialltag.«
Arnold Plickert, Gewerkschaft der Polizei, Nordrhein-Westfalen

Tania Kambouri hatte genug. Wieder einer dieser Einsätze, bei denen ihr kein Respekt entgegengebracht, sondern sie stattdessen wüst beschimpft und beleidigt wurde. Der türkischstämmige Mann, der die Polizei um Hilfe gerufen hatte, war empört: Was wollte diese »Bullenschlampe« von ihm? Warum kam eine Frau – und kein Mann – zum Einsatzort? Vorkommnisse dieser Art erleben Polizisten im Einsatz immer öfter. Als Polizistin und Frau griechischer Abstammung ist Tania Kambouri den Angriffen auf der Straße besonders häufig ausgesetzt. Jetzt setzt sie sich zur Wehr: »Ich will den Finger in die Wunde legen, auch wenn mir bewusst ist, wie explosiv das Thema ist«.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.piper.de/buecher/deutschland ... 92-06024-0

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Freiheit ohne Sicherheit macht keinen Sinn

Beitrag von WernerSchell » 21.11.2015, 07:49

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss


Neuss, den 21.07.2015

Ältere Menschen zunehmend Opfer bei Raubüberfällen - Keine Freiheit ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen!

"Ambulant vor stationär" ist ein wichtiges Grundprinzip bei der Pflege, Betreuung und sonstigen Versorgung der älteren Menschen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt diesbezügliche Aktivitäten und macht sich folgerichtig für altengerechte Quartiershilfen stark. Solche Hilfen ermöglichen, dass die älteren Menschen auch bei Hilfe- und Unterstützungsbedarf möglichst lange in ihrer Wohnung bleiben können. Insoweit sind vor allem die Kommunen gefordert, entsprechende Strukturen entwickeln zu helfen. Darauf macht Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren aufmerksam und fordert entsprechende Aktivitäten. Dazu gibt es im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk zahlreiche Beiträge, z.B.:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=21058
http://www.pflegerecht-forum.de/viewtop ... =4&t=20971

Mit großer Sorge muss festgestellt werden, dass die älteren Menschen in ihren Wohnungen zunehmend Opfer von Raubüberfällen und sonstigen kriminellen Handlungen (z.B. Enkeltrick) werden. Die Medien berichten darüber seit geraumer Zeit anhand konkreter Einzelfälle und verdeutlichen damit, dass die politisch Verantwortlichen für mehr Sicherheit in den Wohnquartieren sorgen müssen, sozusagen als Ergänzung zu den beschriebenen Quartiershilfen.

Die Polizei muss verstärkt werden und durch intensive Streifentätigkeit Präsens in den Wohnquartieren zeigen. Es kann nicht angehen, dass z.B. Woche für Woche tausende Polizeibeamte bei Fußballbundesligaspielen - für die Veranstalter kostenfrei - zum Einsatz kommen, um dann anschließend zum Schutz der BürgerInnen nicht verfügbar zu sein. Auch auf andere eher unnütze Einsätze, z.B. beim Blitzmarathon, sollte verzichtet werden. Dort, wo es personelle Engpässe gibt, müssen Prioritäten gesetzt werden.

Es müssen auch die Ursachen der beschriebenen kriminellen Handlungen benannt und mit gezielten Maßnahmen angegangen werden. Es wird in Medienberichten verdeutlicht, dass die möglichen Täter u.a. in bandenmäßigen Strukturen aus Osteuropa stammen. Dieses Phänomen darf nicht vernachlässigt werden, weil sich daraus politische Konsequenzen ableiten lassen.

Freiheit ist nicht ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten. Und dabei sind, auch mit Rücksicht auf die älteren Menschen, vielfältige Gesichtspunkte zu bedenken.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Dozent für Pflegerecht


+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).

+++

Müssen die Bürgerinnen sich zunehmend selbst gegen Kriminalität absichern?
Offensichtlich nimmt sich der Staat mit seiner Schutzfunktion immer mehr zurück!


Es gibt anhaltend, fast täglich, neue Meldungen über Raub, Einbruch, Diebstahl, Betrug ..., bei denen vorwiegend ältere Menschen die Opfer sind. Solche Berichte gehören offensichtlich zur Routineberichterstattung der Medien, und werden fast als normales Leseprogramm empfunden. Politiker und Behördenvertreter machen gelegentlich darauf aufmerksam, dass man sich z.B. in der eigenen Wohnung schütze solle, vorsichtig sein solle ... (usw.). Eine wirksame Ursachenbekämpfung, u.a. durch mehr Polizei - Streifentätigkeit, ist aber nicht erkennbar.
Rheinische Post / NGZ am 07.10.2015 - Berichte:
"Zahl der Einbrüche auf Rekordniveau des Jahres 2006"
"Neuer Höchststand bei Einbruch und Diebstahl"
Rheinische Post / NGZ am 5.11.2015:
"65.000 Einbrüche in Nordrhein-Westfalen
2015 droht einer Prognose der Polizei zufolge eine dramatische Zunahme. Seit 18 Jahren war die Zahl der Einbrüche nicht mehr so hoch ...."
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/65 ... -1.5535708

Am 12.11.2015 berichtete die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss u.a.:
POL-NE: Polizei ermittelt nach Wohnungseinbrüchen am Mittwoch
Am Mittwoch (11.11.), zwischen 11:30 und 20 Uhr, waren Einbrecher in Grimlinghausen, in Norf und im Erftal unterwegs. Sie hebelten Terrassentüren oder Fenster auf und gelangten so in die Einfamilienhäuser. ...
Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65851/3173257


Dazu am 13.11.2015 ein Statement bei Facebook:
Ein Einbruch fand jetzt in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung statt. Seit Jahren mache ich als Sprecher des Arbeitskreises Sicherheit und Ordnung (in Neuss-Erfttal) auf die zunehmende Kriminalität aufmerksam und fordere mehr Polizeibeamte bzw. mehr Präsenz zum Schutz der BürgerInnen. Es kann und darf nicht sein, dass sich der Staat immer mehr zurückzieht und sich auf Belehrungen hinsichtlich möglicher Einbruchsicherung beschränkt. - Werner Schell

Die Rheinische Post berichtet am 20. November 2015 - im Printexemplar am 21.11.2015:
Düsseldorf/Niederrhein
Asylbewerber Kopf von Paketboten-Bande
Düsseldorf/Niederrhein. Die Polizei Düsseldorf hat eine Paketboten-Bande gefasst, die für mindestens 46 Einbrüche im Rheinland verantwortlich sein soll. Der Haupttäter ist ein 41 Jahre alter Asylbewerber vom Balkan. Der betroffene Paketzusteller ist entsetzt.
Von Christian Schwerdtfeger und Jürgen Stock
Die Vorgehensweise war fast immer gleich, mit der die vierköpfige Einbrecherbande im Rheinland innerhalb kürzester Zeit rund 90.000 Euro Beute machten. Sie stiegen in den Abendstunden durch den Keller ein, hebelten Türen und Fenster mit Spezialwerkzeugen aus. Bevorzugt wählten sie für ihre Taten freistehende Einfamilienhäuser aus.
… ( weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/due ... -1.5574058
Ähnliche Berichte über Einbrüche gibt es in den täglich erscheinenden Polizeiberichten und Printmedien in zunehmender Zahl. Das kann doch ernstlich so nicht weiter hingenommen werden. Die Alarmglocken müssen doch an entscheidender Stelle klingeln = Dauerton! Wir brauchen für die - zunehmend älter werdende Bevölkerung - mehr Schutzmaßnahmen. Und das geht u.a. nur mit mehr Polizeibeamten, und zwar deutlich mehr!

Man darf mehr als besorgt sein ....
Werner Schell

+++
Dazu ein Buchtipp! - Empfehlenswerte Veröffentlichung

Tania Kambouri
Deutschland im Blaulicht
Notruf einer Polizistin

Bild

Piper, Verlag
Erschienen am 05.10.2015
224 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-492-06024-0
€ 14,99 [D], € 15,50 [A]

»Ein authentischer Bericht aus dem Polizeialltag.«
Arnold Plickert, Gewerkschaft der Polizei, Nordrhein-Westfalen
Tania Kambouri hatte genug. Wieder einer dieser Einsätze, bei denen ihr kein Respekt entgegengebracht, sondern sie stattdessen wüst beschimpft und beleidigt wurde. Der türkischstämmige Mann, der die Polizei um Hilfe gerufen hatte, war empört: Was wollte diese »Bullenschlampe« von ihm? Warum kam eine Frau – und kein Mann – zum Einsatzort? Vorkommnisse dieser Art erleben Polizisten im Einsatz immer öfter. Als Polizistin und Frau griechischer Abstammung ist Tania Kambouri den Angriffen auf der Straße besonders häufig ausgesetzt. Jetzt setzt sie sich zur Wehr: »Ich will den Finger in die Wunde legen, auch wenn mir bewusst ist, wie explosiv das Thema ist«.
Quelle und weitere Informationen:
http://www.piper.de/buecher/deutschland ... 92-06024-0

Und dazu passend:
"Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt" - Das war die Parole vor Jahren!
Nun stellt sich immer öfter die Frage, wer denn die Sicherheit in Deutschland gewährleistet!
>>> Freiheit ohne Sicherheit macht keinen Sinn!

WernerSchell
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Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2018, 14:05

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22439

Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

Bild

"Arzt alarmiert: Zahl der Gewaltopfer steigt". So ein Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 02.01.2018. Bernhard J. Lamers, Leitender Arzt der Chirurgie I am Neusser Lukaskrankenhaus, muss sich immer öfter um Menschen kümmern, die nach gewalttätigen Übergriffen eingeliefert wurden. Schuss- und Stichverletzungen sind ebenso operativ zu versorgen wie Notfallopfer, die brutal geschlagen oder getreten wurden. "Die Tendenz ist steigend", sagte Lamers der NGZ. Der Arzt wünscht sich, dass Polizei, Justiz und Politik die Straftaten auch klar benennen: "Wir Ärzte können Hilfe leisten, wenn etwas passiert ist. Was im sozialen und im präventiven Bereich getan werden muss, dass muss die Politik auf den Weg bringen." Die Gewaltübergriffe zu bagatellisieren, sei in seinen Augen aber der falsche Weg (Quelle: > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7295080 ).

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Gewalt ist offensichtlich ein Phänomen der gesamten Gesellschaft geworden. Sogar das Rettungspersonal, Feuerwehrkräfte, Pflegekräfte und Polizisten sind zunehmend tätlichen Angriffen ausgesetzt. Silvester 2017 hat es erneut viele Angriffe auf Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute gegeben (Quelle: > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22438 ). Anscheinend trägt übermäßiger Medienkonsum auch dazu bei, dass Aggressivität und Gewalt schon in Kindergärten und Schulen Einzug hält (Quelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=18265 ).

Der tausendfache Einsatz von Polizeibeamten und Ordnungskräften bei öffentlichen Veranstaltungen, Weihnachtsmärkten, Neujahrsfeiern usw. darf nicht zum Standard erhoben werden. Das kriminelle Verhalten unterschiedlicher Tätergruppen hat inzwischen den Charakter von Veranstaltungen und Festen verändert. Wer, so wird immer häufiger gefragt, feiert schon gerne hinter Absperrgittern?

Massiver Schutz durch Polizeibeamte und Ordnungskräfte, verbunden mit Absperrungen und intensiven Personenkontrollen, darf im gesellschaftlichen Miteinander nicht zum Standard werden! Verniedlichungen des Geschehens oder bloße Empörungen (mit standardisierten Sprechblasen) sind auch nicht wirklich hilfreich. Die verantwortlichen Politiker müssen endlich die immensen Fehlentwicklungen in dieser Gesellschaft aufgreifen und konsequent Folgerungen ziehen ("Ursache und Wirkung"). Der Rechtsstaat muss deutlich "klare Kante" zeigen; ggf. müssen auch die gesetzlichen Handlungsgrundlagen verschärft werden.


Bild
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22202

Werner Schell

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Das Ende der Gerechtigkeit - Ein Richter schlägt Alarm - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 27.02.2018, 08:24

Buchtipp! - Eine sehr empfehlenswerte Veröffentlichung.

Jens Gnisa (Autor):

Das Ende der Gerechtigkeit
Ein Richter schlägt Alarm

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Verlag Herder, 2. Auflage 2018
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Recht und Gesetz am Ende?
Wir leben in einem Rechtsstaat. Doch tun wir das wirklich? Eklatante Schwächen des Ausländerrechts; nicht vollstreckte Haftbefehle; nicht geahndeter Steuerbetrug: Immer häufiger verstehen die Bürger das Recht nicht mehr – in Deutschland, Österreich und der Schweiz, überall in Europa. Sie fragen: Gibt es noch Gerechtigkeit? Das fragen sich andererseits auch Richter, Staats- und Rechtsanwälte oder Justizangestellte. Sie bekommen nicht selten Hassmails und Todesdrohungen, weil sie tun, was zu ihren Aufgaben gehört: Urteile sprechen, Ansprüche vertreten, Recht und Gesetz Geltung verschaffen. Können sie es bald schon niemandem mehr recht machen? Und was bedeutet das dann? Faktenreich und anhand anschaulicher, oft kaum zu glaubender Geschichten aus dem Justizalltag beschreibt Jens Gnisa eine schleichende Erosion des Justizsystems. Er geht den vielschichtigen Ursachen einer Entwicklung auf den Grund, die nur allzu oft verdrängt wird. Und weil sonst eine der zentralen Säulen unserer Demokratie noch weiter einknickt, macht er konkrete Vorschläge, wie die gefährliche Aushöhlung des Rechts gestoppt werden kann. Ein aufrüttelndes Debattenbuch in unruhigen Zeiten, in denen es Recht und Demokratie überall auf der Welt immer schwerer haben: analytisch, leicht geschrieben, kämpferisch.

Quelle und weitere Informationen:
https://www.herder.de/leben-shop/das-en ... 8/p-11117/

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Kriminalität in Deutschland: "Jeder zwölfte Verdächtige 2017 war Zuwanderer"

Beitrag von WernerSchell » 30.04.2018, 06:50

Kriminalität in Deutschland:
"Jeder zwölfte Verdächtige 2017 war Zuwanderer"
Quelle: Rheinische Post vom 30.04.2018
Christian Pfeiffer, Hannover, sollte endlich aufhören, die Situation schön zu reden!

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