Pauschales Kopftuchverbot für Lehrkräfte verfassungswidrig

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Ablehnung des Islam nimmt zu

Beitrag von WernerSchell » 16.03.2018, 16:36

Die Rheinische Post berichtete am 15. März 2018:

Düsseldorf
Ablehnung des Islam nimmt zu
Düsseldorf. Einer Forsa-Umfrage zufolge sagen nur noch 37 Prozent, dass die Religion zu Deutschland gehört.
Von Kirsten Bialdiga
… (weiter lesen unter) …. http://www.rp-online.de/politik/ablehnu ... -1.7456375

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Forsa-Umfrage: Wachsende Islam-Ablehnung im Ruhrgebiet
 Studie sieht wachsende Islam-Ablehnung im Ruhrgebiet
 Signifikanter Akzeptanz-Verlust binnen zwei Jahren
 Sorge beim Zentralrat der Muslime
Die Akzeptanz des Islam im Ruhrgebiet ist laut einer Umfrage gesunken. In einer repräsentativen Erhebung sagten im Herbst 2017 nur noch 37 Prozent von rund 1.000 Befragten, der Islam gehöre zu Deutschland. Das waren zehn Prozent weniger als 2015. 59 Prozent beantworteten diese Frage mit Nein.
…. (weiter lesen unter) … https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgeb ... t-100.html

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DEUTSCHLAND
HORST SEEHOFER„Der Islam gehört nicht zu Deutschland“
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hält den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ für falsch.
• „Nein. Der Islam gehört nicht zu Deutschland. Deutschland ist durch das Christentum geprägt“, sagte Seehofer der „Bild“.
• Dazu gehörten der freie Sonntag, kirchliche Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
… (weiter lesen unter) … https://www.welt.de/politik/deutschland ... hland.html

WernerSchell
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Islam - "Feindliche Übernahme" - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 03.09.2018, 07:16

Aus Forum:
viewtopic.php?f=5&t=338

Buchtipp!

Thilo Sarrazin:

Feindliche Übernahme
Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht

Bild

Finanzbuchverlag, August 2018
Hardcover, 496 Seiten
Gewicht: 698 g
ISBN: 978-3-95972-162-2
Preis: 24,99 € inkl. MwSt.


Zum Buchinhalt:
Das Zurückbleiben der islamischen Welt, die Integrationsdefizite der Muslime in Deutschland und Europa sowie die Unterdrückung der muslimischen Frauen sind eine Folge der kulturellen Prägung durch den Islam. Das zeigt Thilo Sarrazin in seinem neuen Bestseller.
Auch Deutschland muss sich diesen Tatsachen stellen, wächst doch der Anteil der Muslime in Deutschland und Europa durch Einwanderung und anhaltend hohe Geburtenraten immer weiter an. Bei einer Fortsetzung dieses Trends sind die Muslime hier auf dem Weg zur Mehrheit. Unsere Kultur und Gesellschaft lassen sich nur schützen, indem die weitere Einwanderung von Muslimen gestoppt und die Integration der bei uns lebenden Muslime mit robusten Mitteln vorangetrieben wird. Denn alle Tendenzen, den Islam zu reformieren, sind bisher weitgehend gescheitert. So gibt es in keinem Land, in dem Muslime in der Mehrheit sind, Religionsfreiheit und eine funktionierende Demokratie. Stattdessen leidet die islamische Welt als Ganzes unter einem explosionsartigen Bevölkerungswachstum, und ihre Fanatisierung nimmt ständig zu.
Thilo Sarrazin spannt einen Bogen von den Aussagen des Korans zur mentalen Prägung der Muslime, von da weiter zu Eigenarten und Problemen muslimischer Staaten und Gesellschaften und schließlich zu den Einstellungen und Verhaltensweisen von Muslimen in den Einwanderungsgesellschaften des Westens.


Quelle und weitere Informationen:
https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/sh ... ebernahme/

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Das Medienecho ist bereits kurz nach Erscheinen des Buches beachtlich. Die Rheinische Post schrieb dazu im Newsletter vom 31.08.2018:
Thilo Sarrazin hätte sich keine bessere Stimmung aussuchen können für sein islamfeindliches Buch, das er gestern in Berlin vorstellte. Der Volkswirt mit der SPD-Mitgliedschaft hat sich nach seinem Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ erneut seinem Lieblingsthema gewidmet: den Muslimen. Er warnt schon im Titel vor einer „feindlichen Übernahme“. Seine Argumente: die höhere Geburtenzahl bei muslimischen Zuwanderern, der angebliche Siegeszug des konservativ-orthodoxen Islams und die vermeintliche Vehemenz, mit der Muslime ihren Glauben in die Gesellschaft tragen. Der reißerische Titel und die pauschalisierenden Thesen dürften die ohnehin grassierenden Ressentiments im Land gegen Muslime weiter schüren. Trotzdem müssen wir uns als Journalisten die Frage stellen: Hat er recht? Ich habe meine Kollegen Lothar Schröder, Eva Quadbeck und Henning Rasche gebeten, sich mit Sarrazins Thesen zu beschäftigen und sie einem Realitätscheck zu unterziehen. Hier lesen Sie das Ergebnis. > https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... birmpn4112

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Wirksamkeit eines Kopftuchverbots?

Beitrag von WernerSchell » 30.01.2019, 15:37

Bild Bundesarbeitsgericht

Wirksamkeit eines Kopftuchverbots?

Das Verbot eines Unternehmens der Privatwirtschaft, auffällige großflächige Zeichen religiöser, politischer und sonstiger weltanschaulicher Überzeugungen am Arbeitsplatz zu tragen, wirft Fragen nach der Auslegung von Unionsrecht auf. Diese Fragen müssen im Zusammenhang mit Konventions- und Verfassungsrecht durch ein Vorabentscheidungsersuchen geklärt werden, das der Zehnte Senat des Bundesarbeitsgerichts an den Gerichtshof der Europäischen Union richtet.

Die Beklagte ist ein Unternehmen des Einzelhandels. Die Klägerin ist muslimischen Glaubens. Sie ist als Verkaufsberaterin und Kassiererin beschäftigt. Nach Rückkehr aus der Elternzeit trug die Klägerin - anders als zuvor - ein Kopftuch. Sie erfüllt damit ein islamisches Bedeckungsgebot, das sie als zwingend empfindet. Der Aufforderung der Beklagten, das Kopftuch am Arbeitsplatz abzulegen, kam die Klägerin nicht nach. Die Beklagte stützt sich zuletzt auf eine für alle Verkaufsfilialen geltende Kleiderordnung. Nach ihr ist das Tragen auffälliger großflächiger religiöser, poli-tischer und sonstiger weltanschaulicher Zeichen am Arbeitsplatz verboten. Mit ihrer Klage will die Klägerin festgestellt wissen, dass die darauf beruhende Weisung der Beklagten unwirksam ist. Sie ist der Auffassung, die Weisung sei unwirksam, weil sie dadurch wegen ihrer Religion diskriminiert werde. Die Beklagte beruft sich auf ihre unternehmerische Freiheit und den Schutz der negativen Religionsfreiheit ihrer Kunden und Arbeitnehmer.

Die Vorinstanzen haben der Klage stattgegeben. Der Zehnte Senat des Bundesarbeitsgerichts ersucht den Gerichtshof der Europäischen Union, Fragen nach der Auslegung der Richtlinie 2000/78/EG und dem Verhältnis von primärem Unionsrecht und nationalem Verfassungsrecht zu beantworten. Ist eine allgemeine Anordnung in der Privatwirtschaft, die auch das Tragen auffälliger religiöser Zeichen verbietet, aufgrund der von Art. 16 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRC) geschützten unternehmerischen Freiheit diskriminierungsrechtlich stets gerechtfertigt? Oder kann die Religionsfreiheit der Arbeitnehmerin berücksichtigt werden, die von der GRC, der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) und dem Grundgesetz geschützt wird?*

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 30. Januar 2019 - 10 AZR 299/18 (A) -
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Nürnberg, Urteil vom 27. März 2018 - 7 Sa 304/17 -

*Der genaue Wortlaut der Fragen kann auf der Seite www.bundesarbeitsgericht.de unter dem Menüpunkt „Sitzungsergebnisse“ eingesehen werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.01.2019
Bundesarbeitsgericht
Pressestelle
Hugo-Preuß-Platz 1
99084 Erfurt
Tel.: 0361 2636 1227
https://juris.bundesarbeitsgericht.de/c ... uchverbots?

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Kopftuchdebatte muss geführt werden können ...

Beitrag von WernerSchell » 11.05.2019, 07:55

Ist das Kopftuch Ausdruck der Unterdrückung der Frau im Islam oder Zeichen einer selbstbestimmten religiösen Haltung? Alice Schwarzer, so etwas wie die Erste Feministin Deutschlands, hat dazu eine klare Meinung. Sie hält das Kopftuch für die „Flagge des politischen Islams“, und sie kritisiert, dass in diesem Land eine offene und konstruktive Debatte darüber nicht mehr geführt werde (womit sie durchaus recht hat). Problematisch ist es dann aber, wenn sie sich selbst einer konstruktiven Diskussion entzieht, wie nun in Frankfurt geschehen, wo sie eine Kopftuchträgerin rüde abkanzelte. RP Online fasst zusammen. > https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... deswestens

Quelle: Mitteilung vom 11.05.2019
Michael Bröcker - Chefredakeur der Rheinischen Post

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