Senioren: Raubüberfälle in den Wohnungen ...

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Tausende Senioren werden Opfer von finanziellem Missbrauch – Täter werden in der Regel nicht bestraft

Beitrag von WernerSchell » 31.01.2020, 08:52

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=23534

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REPORT MAINZ, am 28.01.2020, um 21.45 Uhr im Ersten

LKA-Berlin fordert besseren Schutz vor Erbschleicherei und dem Missbrauch von Vorsorgevollmachten
Tausende Senioren werden Opfer von finanziellem Missbrauch – Täter werden in der Regel nicht bestraft


Mainz. Laut Landeskriminalamt Berlin würden, immer mehr alte Menschen Opfer von Erbschleichern und Betrügern werden. Die Täter blieben in der Regel straffrei, da die gesetzlichen Grundlagen für eine effektive Strafverfolgung nicht ausreichend seien. Kriminaloberkommissarin Annett Mau sagt im Interview mit REPORT MAINZ: „Wir stellen fest, dass mindestens zwei Drittel der Verfahren eingestellt werden und sollten sie bis zu Gericht kommen, enden die meistens mit einem Freispruch“. Erfolgreiche Strafverfahren seien ihr im Grunde nicht bekannt, erklärt die Kommissarin weiter. Ihre Dienststelle habe den Gesetzgeber schon mehrfach darauf hingewiesen, bisher ohne Erfolg.

Missbrauch von Vorsorgevollmachten

Haupteinfallstor für Kriminelle seien sogenannte Vorsorge- oder Generalvollmachten. Diese würden von Kriminellen erschlichen, um die hochbetagten Senioren dann um Ihr Vermögen zu bringen. Annett Mau beschreibt das Vorgehen wie folgt: „Täter kommen in
ein Gefüge hinein und machen sich gut, also beliebt. Sie kümmern sich, bieten Hilfe an. Nach dem Gutmachen machen sie alle anderen potenziellen Kontrolleure, Aufpasser schlecht, das nennen wir Schlechtmachen. Und der dritte Schritt ist das Wegmachen, sprich das Vermögen wird einfach weggenommen.“ Auch zahlreiche Fachanwälte für Erbrecht sehen diese Entwicklung. Vorsorgespezialist Dietmar Kurze erklärt REPORT MAINZ: „Es ist eine ganz klare Zunahme von Missbrauch von Vollmachten festzustellen. Es geht oft um ganz erhebliche Beträge, ganze Vermögen, mehrere Immobilien, viele Hunderttausende oder sogar Millionen auf den Konten, die vom einem zum anderen wechseln.”


Opposition fordert Maßnahmen gegen die finanzielle Ausbeutung von Senioren

In einem Antrag an den Bundestag, der REPORT MAINZ vorliegt, fordert die FDPFraktion ein „Maßnahmenpaket gegen die finanzielle Ausbeutung älterer Menschen“. Der Bundestag solle die Bundesregierung dazu auffordern, eine wissenschaftliche Studie zum Ausmaß des finanziellen Missbrauchs älterer Menschen in Auftrag zu geben sowie dieses Delikt gesondert in der Polizeistatistik zu erfassen. Außerdem solle
der Bundestag den Aufbau einer „zentralen und unabhängigen Beratungs- und Anlaufstelle für Opfer und Angehörige von finanzieller Ausbeutung älterer Menschen auf Bundesebene” fordern. Auf Nachfrage von REPORT MAINZ erklärt das Bundesjustizministerium, man plane weder statistische Erhebungen über Straftaten zum Nachteil älterer Menschen noch eine nationale Anlaufstelle für Opfer. Außerdem werde aktuell „kein Bedarf für gesetzgeberische Änderungen” zur besseren Strafverfolgung der Täter gesehen. Die Rechtslage sei ausreichend.


Schweiz startet Nationale Anlaufstelle „Alter ohne Gewalt”

In der Schweiz gibt es seit April 2019 eine nationale Anlaufstelle mit dem Titel „Alter ohne Gewalt”. Auf einer Internetseite wird auf das Thema aufmerksam gemacht, außerdem gibt es eine zentrale Telefonnummer. Hier können sich Betroffene oder Zeugen von finanziellem Missbrauch melden. Überall in der Schweiz gibt es Beratungsstellen, die diese Fälle erfassen und Hilfe organisieren. In Zürich engagiert sich der ehemalige Stadtarzt Albert Wettstein in einer solchen Beratungsstelle. Er erklärt, das Thema müsse ohne Scham diskutiert werden: „Das Entscheidende ist, dass
die Zivilgesellschaft sich des Problems bewusst ist und dann merkt, jetzt müssen wir etwas machen, und dann eine Instanz hat, wo man hingehen kann. Man sollte in Deutschland wissen, wo muss ich mich melden, wenn ich das Gefühl habe, meine Tante wird ausgenommen von ihrem Sohn oder von sonst jemandem.”


Repräsentative Studie zum Ausmaß des finanziellen Missbrauchs

Das Kriminologische Institut der Fachhochschule Westschweiz hat 2018 eine Repräsentative Untersuchung zum Umfang des finanziellen Missbrauchs älterer Menschen durchgeführt. Die Wissenschaftler befragten 1257 Menschen im Alter 55+ und kamen zu dem Ergebnis, dass in der Schweiz jährlich ein Schaden von 420 Millionen Franken durch finanziellen Missbrauch entsteht. Auftraggeber der Studie war die Organisation Pro Senectute. Deren Sprecher Peter Burri Follath erklärt gegenüber REPORT MAINZ man sei über die Höhe der Schadenssumme sehr erstaunt gewesen. Besonders gefährdet seien hochbetagte Senioren, die über 85 Jahre alt sind. In dieser Gruppe war jeder zehnte von finanziellem Missbrauch im privaten Umfeld betroffen, also rund 40.000 Senioren. Übertragen auf Deutschland ergäbe das rund 230.000 Betroffene allein bei den Hochbetagten.

Weitere exklusive Informationen finden Sie auf unserer Internet-Seite http://x.swr.de/s/11y8
Zitate gegen Quellenangabe frei
Bei Rückfragen rufen Sie bitte in der Redaktion REPORT MAINZ an unter: 06131 929 33351 oder 33352 oder die Autorinnen Monika Anthes 06131 929 33433 und Manuela Dursun 06131 929 33586

Quelle: https://www.swr.de/-/id=25182964/proper ... /index.pdf


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Videos zur Sendung abrufbar unter (voraussichtlich nur vorübergehend) > https://www.swr.de/report/finanzielle-a ... index.html

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Kriminelle Clans - aktuell werden in NRW knapp 900 Ermittlungsverfahren geführt

Beitrag von WernerSchell » 03.02.2020, 07:29

Über viele Jahre waren kriminelle Clans nicht im Fokus der Ermittlungsbehörden. Dadurch entstanden in NRW rechtsfreie Räume. Verfolgt wurden Einzeltaten, nicht aber die ihnen zugrundeliegenden kriminellen Strukturen. Das hat sich dramatisch gewandelt, wie unser Chefreporter Christian Schwerdtfeger herausgefunden hat: Aktuell werden in NRW knapp 900 Ermittlungsverfahren geführt, davon mehr als zwei Drittel in Duisburg. Worum es dabei geht und wie die Ermittler vorgehen, lesen Sie hier. > https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... deswestens

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Clan-Kriminalität beschäftigt die Menschen in NRW sehr

Beitrag von WernerSchell » 14.02.2020, 07:21

Und nun zur Politik. Die Clan-Kriminalität beschäftigt die Menschen in NRW sehr, insbesondere in Duisburg. Dass sich, für alle sichtbar, rechtsfreie Räume auftaten, hat die Glaubwürdigkeit des Staates unterminiert. Seitdem Polizei und Justiz intensiver dagegen vorgehen, können mehr türkische, libanesische und kurdische Straftäter abgeschoben werden, wie die Recherche von Christian Schwerdtfeger zeigt. Gut so! Sie wissen vielleicht, dass ich gerade erst von Bremen hergezogen bin. Dort wurde der Clan-Chef Ibrahim Miri, der in 25 Jahren 19 Mal unter anderem wegen Raubes und Drogenhandels rechtskräftig verurteilt wurde, endlich abgeschoben, war aber wenig später wieder zurück, um eine Klage einzureichen – um dann erneut abgeschoben zu werden. Es ist nicht einfach, die Clans in den Griff zu kriegen, aber zwingend notwendig. >>> https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... deswestens
Quelle: Mitteilung der Rheinischen Post vom 14.02.2020
Moritz Döbler - Chefredaktion

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Raub in Neuss-Erfttal - Die Polizei sucht Zeugen

Beitrag von WernerSchell » 15.02.2020, 08:18

POL-NE:

Raub in Neuss-Erfttal - Die Polizei sucht Zeugen

Neuss (ots) - Am Freitagmorgen (14.02.) soll es zu einem Raub an der Euskirchener Straße gekommen sein.

Zur Tatzeit zwischen 8 Uhr und 8:30 Uhr saßen ein 27-Jähriger und ein 26-Jähriger nach eigenen Angaben in einem geparkten dunklen Mercedes, als sich zwei Unbekannte von hinten dem Fahrzeug näherten. Es sei ihnen gelungen, gewaltsam die Beifahrertür zu öffnen. Einer der beiden Tatverdächtigen soll dabei ein Messer mitgeführt haben. Den 26-jährigen Beifahrer sollen die Räuber geschlagen und ihm Bargeld aus seiner Jackentasche entwendet haben. Die beiden Täter entfernten sich anschließend in unterschiedliche Richtungen. Die Fahrzeuginsassen informierten die Polizei.

Die beiden Unbekannten werden wie folgt beschrieben: Einer soll etwa 180 Zentimeter groß sein, von schlanker Statur und mit einer dunklen Jacke und zum Zeitpunkt der Tat mit einer Sturmhaube bekleidet gewesen sein. Der zweite soll etwas kleiner sein als sein Komplize, jedoch von kräftiger bis muskulöser Statur. Auch er trug eine Sturmhaube, unter der die Zeugen eine auffällig lange Nase erkannt haben wollen. Die Verdächtigen sollen zwischen 25 und 35 Jahre alt sein.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer hat zur Tatzeit etwas Verdächtiges beobachtet? Wer einen Hinweis geben kann zu den Geschehnissen, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 02131 300-0 zu melden.


Rückfragen von Pressevertretern bitte an:
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