Pflegenotstand auflösen & Quartiershilfen gestalten - Pflegetreff am 09.05.2018 diskutiert

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Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege - reicht hinten und vorne nicht

Beitrag von WernerSchell » 02.06.2018, 13:01

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Die Vereinbarungen der GroKo werden von hier seit Monaten als völlig unzureichend bezeichnet. Mittlerweile haben sich zahlreiche Pflegeexperten und Sozialverbände dieser Kritik angeschlossen. Und das ist auch gut so! Das "Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege" (von Jens Spahn) löst die bekannten Pflegemängel nicht einmal ansatzweise. Ein aktuelles Zitat bringt alles auf den Punkt:

"Dieser Aktionsplan ist leider ein Witz, Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land".
Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie, gegenüber den Zeitungen der Funke Gruppe ("Zitat der Woche" in "CAREkonkret" vom 01.06.2018)
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 25#p103825

WernerSchell
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Rhein-Kreis Neuss setzt Prioritäten für die Pflege

Beitrag von WernerSchell » 07.06.2018, 06:42

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 38#p103938

Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 07.06.2018:

Pflege im Rhein-Kreis: Kreis setzt Prioritäten für die Pflege

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Quelle: NGZ - Foto: dpa/Gregor Fischer

Rhein-Kreis Mehr Pflegepersonal und Kurzzeitpflegeplätze, der Ausbau der Heimfinder-App zu einer Datenbank, Quartiersarbeit – all das soll helfen, der wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen in den kommenden Jahren Herr zu werden.
Von Anneli Goebels
Es ist eine Mammutaufgabe und eine, die den Rhein-Kreis in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird – die Pflege. Seit Dezember 2017 liegt der Pflegebedarfsplan des Hamburger Instituts für Wohnen und Stadtentwicklung (APL) vor, der seitdem in allen Fraktionen vorgestellt und diskutiert wurde. Und dabei überrascht eine Aussage niemanden, nämlich, dass angesichts der demografischen Entwicklung die Zahl der Pflegebedürftigen steigen wird. So ist laut Berechnungen des Instituts von 2017 bis 2030 mit einem Anstieg von rund 20 Prozent zu rechnen, bis 2040 sogar mit 25 Prozent. Auch wenn die Zeitspanne groß scheint, entsprechende Vorbereitungen müssen jetzt in Gang gesetzt werden.
… (weiter lesen unter) … https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-23253043

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat wiederholt zu den Pflegeheimplanungen des Rhein-Kreises Neuss Stellung genommen und auch beim Pflegetreff am 09.05.2018 zum Thema informiert. Es wurde ein Masterplan Pflege gefordert. Darin sollten alle erforderlichen Vorgaben für eine gute Pflege im Rhein-Kreis Neuss unter Beteiligung aller insoweit wichtigen Akteure ausgeführt werden. Siehe insoweit unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22618

Solche Planungserwägungen sollten auch landes- und bundesweit aufgegriffen werden. Dazu wurde angemerkt:

Pflegenotstand auflösen und kommunale Quartiershilfen gestalten - entsprechende Maßnahmen müssen in einem „Masterplan Pflege“ gebündelt werden. Dies verdeutlicht Pro Pflege … in einer Pressemitteilung vom 01.06.2018 und macht damit in Richtung Politik Druck. Entgegen den bisherigen öffentlichen Bekundungen hat die GroKo das wirkliche Ausmaß der Pflegemisere in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht verstanden. Es müssen grundlegende Verbesserungen eingeleitet und umgesetzt werden. Dazu ganz einfach der Hinweis: "Mit zwei kleinen Schritten kommt man nicht über einen Abgrund".
Siehe u.a. unter http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 25#p103825 bzw. http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 27#p103827

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Was das Altern erträglicher macht

Beitrag von WernerSchell » 10.06.2018, 07:17

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 09.06.2018:

Augustinus-Forum widmet sich dem Altern:
Was das Altern erträglicher macht

Neuss Landesminister Karl-Josef Laumann betonte beim Augustinus-Forum die Bedeutung funktionierender Nachbarschaften im Alter und forderte Tariflohn für alle in der Pflege Beschäftigten. Das Credo „Ambulant vor stationär“ teilt er bedingt.

Von Rudolf Barnholt
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, war Gast beim Augustinus Forum am Mittwochabend, bei dem es um das Thema „Altern“ ging, Klartext: „Es ist klug, so zu leben, dass es im Alter ein paar Leute gibt, die einen gut leiden können.“ Für die Pflege alter Menschen müsse man „Ehrenamt und Professionalität zusammenbringen“. Laumann machte auch Vorschläge, wie der Pflegeberuf attraktiver gemacht werden könnte. Neben Laumann wurden noch zwei weitere Talkgäste von dem Radio- und Fernsehmoderator Uwe Schulz interviewt, nämlich Professor Jens Encke, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin des Johanna-Etienne-Krankenhauses, und Professor Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg.
„Altern ist nichts für Feiglinge“, lautet der Titel einen Buches von Joachim Fuchsberger. Uwe Schulz wollte von Professor Kruse wissen, ob das wirklich so ist.

(weiter lesen unter) … https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-23274405

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Konzertierte Aktion Pflege > "Masterplan Pflege"

Beitrag von WernerSchell » 30.06.2018, 07:15

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 53#p104253

Start der Konzertierten Aktion Pflege
Gesundheit/Antwort

Berlin: (hib/PK) Die im Koalitionsvertrag vereinbarte "Konzertierte Aktion Pflege" (KAP) soll am 3. Juli beginnen. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/2952 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/029/1902952.pdf ) auf eine Kleine Anfrage (19/2607 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/026/1902607.pdf ) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt, sind die Ministerien für Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend in die Initiative eingebunden.
Unter Beteiligung aller relevanten Akteure sollen längstens innerhalb eines Jahres konkrete Maßnahmen und Empfehlungen zur Verbesserung der Situation in der Alten- und Krankenpflege erarbeitet werden. Dazu würden zahlreiche Themenkreise gebildet mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte "unmittelbar und spürbar" zu verbessern.
Auch die jüngsten Vorschläge des Pflegebevollmächtigten Andreas Westerfellhaus würden als wichtige Impulse in den Beratungen diskutiert. Westerfellhaus hat unter anderem vorgeschlagen, Berufsrückkehrer mit Prämien zu locken. Wer aus der Teilzeit in die Vollzeit wechsle, solle auch eine Prämie erhalten. Zudem sollen Pflegekräfte ihre Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich auf 80 Prozent reduzieren können. Umgekehrt sollen Teilzeitkräfte auf 80 Prozent aufstocken können.

Quelle: Mitteilung vom 29.06.2018
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.puk2@bundestag.de

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Anmerkung:
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Wenn es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte gehen soll, muss vorrangig ein Personalbemessungssystem geschaffen werden, dass eine angemessene Stellenausstattung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gewährleistet (Tag und Nacht). Solange es ein solches System noch nicht gibt, müssen die Stellenschlüssel um mindestens 20% angehoben werden. Eine solche Botschaft ist notwendig, um Pflegekräfte in ausreichender Zahl zu gewinnen bzw. zu halten. - Werner Schell
Siehe u.a. unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22683

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Pflegenotstand auflösen & Quartiershilfen gestalten - Pflegetreff am 09.05.2018 diskutiert

Beitrag von WernerSchell » 09.07.2018, 05:35

"Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG)" - Pro Pflege - hat zum Referentenentwurf eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt! Tenor: Die vorgesehenen Regelungen reichen nicht, um den Pflegenotstand aufzulösen! Bei den Vorschlägen zur "Konzerten Aktion Pflege" wird es auf die Ergebnisse ankommen. - Näheres > http://www.wernerschell.de/aktuelles.php

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Pflegenotstand auflösen & Quartiershilfen gestalten - Pflegetreff am 09.05.2018 diskutiert

Beitrag von WernerSchell » 21.07.2018, 06:01

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 76#p104575

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Ärzte Zeitung vom 19.07.2018:
Arbeitsmarkt
Ärzte, Pfleger und Physiotherapeuten verzweifelt gesucht
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen spitzt sich zu, warnt die Bundesagentur für Arbeit. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=96 ... efpuryykqr
Siehe auch: Fachkräfteengpassanalyse der Agentur für Arbeit (Seite 17 ff.)
https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... 018-06.pdf


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Anmerkung der Moderation:

Wann endlich erklärt sich ein Politiker verantwortlich für die Personalnot im Gesundheits- und Pflegesystem?

Die Ärzte Zeitung berichtet am 19.07.2018 (aufgrund einer Fachkräfteengpassanalyse der Agentur für Arbeit) darüber, dass Ärzte, Pfleger und Physiotherapeuten für den Arbeitsmarkt verzweifelt gesucht werden (was natürlich längst bekannt ist!). Der Mangel an Arbeitskräften im Gesundheits- und Pflegesystem war aber absehbar. Seit vielen Jahren wurde auf die anstehenden Probleme aufmerksam gemacht, auch von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk. Die politischen Entscheidungsträger, der amtierende und die EX - Gesundheitsminister eingeschlossen, haben aber zeitgerechte Regelungen zur Personalvorsorge (z.B. bundesweit geltende Personalbemessungssysteme) verdrängt und nur in Zeittakten der Wahlperioden gedacht und gehandelt. Die GroKo (2013 - 2017) hat zum Beispiel in drei Pflegestärkungsgesetzen null zusätzliche Pflegekräfte eingeplant (lediglich den § 113c SGB XI geschaffen, der nicht erkennen lässt, wo die "Pflegekräfte-Planungsreise" hingeht). Die Bundeskanzlerin hat insoweit auch nicht mit ihrer Richtlinienkompetenz gedroht oder gar konkrete Vorgaben gemacht. Das Bundesverfassungsgericht hat Verfassungsbeschwerden, die mit umfänglichen Begründungen auf den Pflegenotstand und die damit verbundenen Mängel hinwiesen, nicht angenommen. Damit wurde die Problematik aber öffentlichkeitswirksam verdeutlicht. - Und nun "liegt das Kind im Brunnen" und es wird so getan, als sei urplötzlich durch die demografische Entwicklung "Unheil" über das Land gekommen. Das wirkliche Ausmaß der Pflegenot ist aber offensichtlich nicht verstanden worden. Denn die bisher bekannt gewordenen Reformschritte der neuen GroKo sind unzureichend oder nicht zielführend und bedürfen dringend einer umfänglichen Nachbesserung. Insoweit hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk umfangreiche Hinweise gegeben. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist im Übrigen eingeladen, zum nächsten Neusser Pflegetreff zu kommen (mehrere Termine wurden insoweit zur Auswahl angeboten).

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Jens Spahn hat am 21. Juni 2018 den Gesundheitsministerinnen und -ministern der Bundesländer auf der Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf seine Pläne für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege vorgestellt
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"Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG)" - Pro Pflege - hat zum Referentenentwurf eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt! Tenor: Die vorgesehenen Regelungen reichen nicht, um den Pflegenotstand aufzulösen! Bei den Vorschlägen zur "Konzerten Aktion Pflege" wird es auf die Ergebnisse ankommen. >>> http://www.wernerschell.de/aktuelles.php

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Aufgrund der jahrelangen intensiven Bemühungen um verbesserte Pflegebedingungen bleibt festzustellen:

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WernerSchell
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Reformvorstellungen von Jens Spahn völlig unzureichend

Beitrag von WernerSchell » 31.10.2018, 07:50

Das spahn`sche "Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG)" wird von zahlreichen Verbänden heftig kritisiert und als völlig unzureichend beschrieben. Damit wird die Auffassung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk eindrucksvoll bestätigt. - Nun hat sich am 26.10.2018 auch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. zu Wort gemeldet und mehr Pflegende eingefordert. Folgende Aussagen beschreiben das Dilemma: "Versorgungsqualität leidet: Pflegende betreuen zu viele Patienten", "Personalschlüssel entwickeln sich in die falsche Richtung" und "Es fehlt an Konzepten zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Pflegenden." - Genau so ist es! >>> Jens Spahn betreibt vielfältig Öffentlichkeitsarbeit, aber leider v.a. in der Absicht, gezielt für die eigenen Ansichten zu werben. Kritischen Erörterungen mit wirklichen Kennern des mängelbehafteten Pflegesystems weicht er aus. So weigert sich Jens Spahn, den Neusser Pflegetreff zu besuchen und sich einem kritischen Podium zu stellen. Bürgernahe Politik sieht anders aus. Und was noch schlimmer ist: Der Pflegenotstand wird uns mit der GroKo und Jens Spahn erhalten bleiben (Quelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 16#p106116 ).
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"Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG)" - Pro Pflege - hat zum Referentenentwurf eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt! Tenor: Die vorgesehenen Regelungen reichen nicht, um den Pflegenotstand aufzulösen! Bei den Vorschlägen zur "Konzerten Aktion Pflege" wird es auf die Ergebnisse ankommen. > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf - Dazu ergänzend mein ("Brand") Brief an die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, vom 20.07.2018. > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22801

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Nachwuchskräfte für die Pflege begeistern

Beitrag von WernerSchell » 28.01.2019, 11:08

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 36#p107436

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Kongress Pflege 2019
Nachwuchskräfte für die Pflege begeistern

Um mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen, muss der Pflegeberuf attraktiver werden. Das betonte Dr. Franziska Giffey während der Eröffnung des Kongresses Pflege 2019 in Berlin. Die Grundlage dafür legt das neue Pflegeberufegesetz.

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Dr. Franziska Giffey und Hubertus Heil bei der Eröffnung des Kongress Pflege 2019 - © Britta Pedersen

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 25. Januar den Kongress Pflege 2019 in Berlin eröffnet. In ihrer Rede vor rund 1700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Pflegebereich machte sie deutlich, dass sie künftig mehr Menschen für die Pflege gewinnen will. Dabei verwies sie unter anderem auf das Pflegeberufegesetz, das die Grundlage für eine moderne und attraktive Ausbildung legt.

Dr. Franziska Giffey:
"Pflege ist ein Zukunftsberuf. Daher ist es wichtig, die Rahmenbedingungen für Pflegefachkräfte zu verbessern und mehr Menschen für die Pflege zu gewinnen. Mit besseren Arbeitsbedingungen, besseren Ausbildungsbedingungen und einer besseren Bezahlung wird Pflege attraktiver. Die Voraussetzungen dafür haben wir mit dem Pflegeberufegesetz geschaffen. Zum 1. Januar 2020 werden wir das Schulgeld für die Ausbildung in Pflegeberufen überall in Deutschland abschaffen und eine Ausbildungsvergütung einführen."

Ausbildungsoffensive Pflege
Bis zur Einführung der reformierten Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz im Januar 2020 soll die Ausbildungsoffensive Pflege dafür sorgen, dass gut ausgebildete und engagierte Pflegefachkräfte für das Berufsfeld gewonnen und Pflegeschulen sowie ausbildende Einrichtungen bei der Umstellung auf die neuen Ausbildungen unterstützt werden. Mit einer bundesweiten Informations- und Öffentlichkeitskampagne zu den neuen Ausbildungen sollen zudem junge Auszubildende und lebenserfahrene Menschen für das abwechslungsreiche Berufsfeld mit seinen vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten gewonnen werden.

Geplant ist, dass die Ausbildungsoffensive Pflege Ende Januar startet. Die Ausbildungsoffensive ist ein erstes Ergebnis der Konzertierten Aktion Pflege, die unter Vorsitz des Bundesfamilienministeriums mit Beteiligung von Bundesarbeitsministerium und Bundesgesundheitsministerium erarbeitet wurde.

Praxistag für mehr Einblicke
Während eines Praxistages hatten Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil am 24. Januar Pflegefachkräfte bei ihrer Arbeit im Berliner Pflegestift Lazarus-Haus unterstützt. Einen Tag lang begleiteten die beiden Kabinettsmitglieder die Pflegekräfte, besuchten den Unterricht der Auszubildenden und unterstützten bei der Essensausgabe im Speisesaal.

Quelle. Pressemitteilung vom 25.01.2019

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Die Ausbildungsoffensive soll auch beim nächsten Pflegetreff am 17.04.2019 angesprochen werden. Siehe insoweit den Ankündigungstext:

• Der (30.) Neusser Pflegetreff findet am 17.04.2019 in Neuss-Erfttal statt und befasst sich mit dem Thema "Aktuelle Pflegepolitik - Pflegenotstand in den Pflegeeinrichtungen und Unterstützung der ambulanten Versorgung durch Quartiershilfen" (Arbeitstitel). Auf dem Podium: Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, Dr. Tanja Segmüller, Professorin für Alterswissenschaften - Hochschule für Gesundheit in Bochum, Dr. Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften an der Hochschule Koblenz und Marcus Jogerst-Ratzka, gelernter Krankenpfleger, Heimleiter von zwei Pflegeheimen und Leiter eines Pflegedienstes. >>>> Die Podiumsgäste verfügen über herausragende Qualifikationen und sind allesamt ausgebildete Pflegefachkräfte! <<<< Moderation: Karsten Mankowsky, Dezernent für Umwelt und Gesundheit des Rhein-Kreises Neuss. (Infos werden ständig aktualisiert). - Eintritt frei! - Näheres unter folgender Adresse > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =7&t=22968
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/nachwuchsk ... ern/133074

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Angela Merkel und die Pflege ...

Beitrag von WernerSchell » 13.05.2019, 07:01

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 14#p108814

Mein Statement vom 12.05.2019 (Muttertag) bei Facebook:

Der Pflegenotstand mit seinen vielfältigen negativen Folgen besteht seit vielen Jahren und nimmt immer mehr dramatische Ausmaße an. Ich habe daher u.a. am 20.08.2018 an die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, geschrieben und die dringend gebotenen Handlungsanforderungen aufgezeigt (siehe > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22715 ). Daraufhin hat die Kanzlerin nicht geantwortet, nicht einmal mittels Eingangsbestätigung. Wenn nun den Pflegekräften am Tag der Pflege mit wohlklingenden Worten gedankt wird (siehe > https://www.facebook.com/Bundesregierun ... 9907/?t=54 ), halte ich das für bloße Worthülsen, die offensichtlich die mangelnde Bereitschaft der Bundesregierung verdecken soll, dass nichts wirklich geschieht, um den Pflegenotstand aufzulösen. Dazu wurden von hier vielfältige Hinweise gegeben. Die bisherigen angeblichen Reformregelungen lösen kein einziges Problem, schaffen eher neue Schwierigkeiten. Siehe auch unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22801 Jens Spahn, der mit zahlreichen Filmchen (u.a. die Serie "Frag den Spahn"), unter Beteiligung von sorgsam ausgesuchten Gesprächspartnern eine Art Imagewerbung betreibt, war nicht bereit, sich bei einem Neusser Pflegetreff einem Expertenpodium mit kritischen Fragen zu stellen.
Die Groko-Politiker - Jens Spahn eingeschlossen - haben offensichtlich nicht verstanden, wie notleidend die Versorgung von Patienten und pflegebedürftigen Menschen ist. - Gute Pflege-Rahmenbedingungen (+ kommunale Quartiershilfen) erfordern deutlich mehr Finanzmittel. Über die Finanzierungskonzepte wird heftig gestritten (> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 55#p108755 ). Ein umfängliches Statement vom 06.07.2019 bringt alles noch einmal auf den Punkt (> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 072018.pdf ).


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Friedrich Nowottny (89), Journalist, über Angela Merkel:
"Ich glaube, die kann eine derartige Kühle ausstrahlen, dass ein Kölsch in drei Sekunden zu Eis gefriert."
Quelle: Rheinische Post / Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 13.05.2019

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