Wie groß ist die Wohnungsnot bei uns? Städteprofile zeigen Wohnsituation detailliert für deutsche Großstädte

Moderator: WernerSchell

Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1839
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Wie groß ist die Wohnungsnot bei uns? Städteprofile zeigen Wohnsituation detailliert für deutsche Großstädte

Beitrag von WernerSchell » 08.04.2019, 06:36

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=23128

Von Aachen bis Würzburg
Wie groß ist die Wohnungsnot bei uns? Städteprofile zeigen Wohnsituation detailliert für jede der 77 deutschen Großstädte


In den 77 deutschen Großstädten fehlen rund 1,9 Millionen günstige Wohnungen. Am größten ist die Lücke in Berlin, Hamburg und Köln, aber selbst in kleinen Großstädten wie Offenbach, Erlangen, Bremerhaven, Ulm oder Moers geht die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage in die Tausende. Auch über diesen „harten Kern“ der Wohnungsknappheit hinaus sind viele Menschen durch Wohnkosten schwer belastet. So müssen vier von zehn deutschen Großstadthaushalten, in denen rund 8,6 Millionen Menschen leben, eine problematisch hohe Mietbelastung von mindestens 30 Prozent ihres Nettoeinkommens tragen.
Das zeigen von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studien, die wir in letzter Zeit veröffentlicht haben. Ein neues Angebot auf der Website www.boeckler.de erschließt diese und viele andere Daten zur Wohnsituation jetzt detailliert aufbereitet für alle Großstädte: Von Kiel bis München, von Aachen bis Dresden informieren die 77 neuen Städteprofile unter anderem über Wohnkosten, die lokale Lücke an günstigen Wohnungen gestaffelt nach Wohnungsflächen, über Wohnungsgrößen, die vor Ort je nach Einkommen erschwinglich sind, über Eigentumsquoten und Wohnungsausstattungen.
Durch übersichtlich präsentierte Vergleichsdaten können Interessierte auch schnell einordnen, wie ihre Stadt beispielsweise bei der Unterversorgung mit günstigem Wohnraum im Verhältnis zum Durchschnitt der deutschen Großstädte dasteht. Die Profile haben Stadtsoziologen der Humboldt-Universität Berlin erstellt, sie beruhen auf Mikrozensusdaten von 2014, den derzeit aktuellsten, die zur Wohnsituation deutschlandweit vorliegen.

Zu den 77 Profilen der deutschen Großstädte, alphabetisch geordnet von Aachen bis Würzburg > https://www.boeckler.de/pdf_fof/100892.pdf
Die Ergebnisse aus unseren bundesweiten Studien zum Wohnen finden Sie in unserem Infopaket > https://www.boeckler.de/36713_115933.htm
Kontakt Dr. Dorothea Voss, Leiterin Abteilung Forschungsförderung > https://www.boeckler.de/11_37950.htm
KOntakt Rainer Jung, Leiter Pressestelle > https://www.boeckler.de/11_5894.htm

Quelle: Pressemitteilung vom 25.03.2019
Hans-Böckler-Stiftung - Pressestelle
Hans-Böckler-Str. 39 - 40476 Düsseldorf
Telefon +49 211 7778 148
E-Mail: presse@boeckler.de

+++
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet am 27.03.2019
Kundgebung gegen Wohnungsnot auf dem Freithof in Neuss
Mietbelastung ist in Neuss am höchsten
Neuss Die Hans-Böckler-Stiftung untersucht, wie viel vom Monatsnetto für die Miete abgeht. „Bündnis für Wohnen“ reagiert.
Von Christoph Kleinau
Rote Laterne für die Stadt: In keiner bundesdeutschen Großstadt ist die Mietbelastung größer als in Neuss. Das belegt eine neue Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die auf Daten des Microzensus von 2014 basiert. Demnach muss inzwischen jeder zweite Haushalt in Neuss für ein Dach über dem Kopf mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens aufwenden, acht Prozent geben sogar 55 und mehr Prozent für Wohnen aus. Im Ranking von 77 Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern rutscht Neuss damit im Vergleich zur ersten Studie aus dem Jahr 2017 ans Tabellenende.
... (weiter lesen unter) ... https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-37704007

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 1839
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Bezahlbare Wohnungen ...

Beitrag von WernerSchell » 14.10.2019, 07:19

Keine Frage, die Lage auf dem Wohnungsmarkt in vielen Großstädten ist ernst. Da kann man auch schon mal auf radikale Ideen kommen wie die Berliner Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ und sich dabei sogar aufs Grundgesetz berufen. Der Senat der Hauptstadt hat schon per Rechtsgutachten untersuchen lassen, ob die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen nach Artikel 15 überhaupt möglich wäre, Politiker wie Grünen-Chef Robert Habeck halten Enteignungen immerhin prinzipiell für denkbar. Unsere Wirtschaftschefin Antje Höning analysiert die Debatte und kommt zu dem Schluss, dass Sozialisierung zwar möglich wäre, aber falsch. >>> https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... deswestens

Quelle: Mitteilung der Rheinischen Post vom 09.04.2019
Michael Bröcker, Chefredakteur

Gesperrt