Vortragsveranstaltung am 19.05.2020 wegen "Corona-Pandemie" abgesagt ...

Moderator: WernerSchell

Gesperrt
WernerSchell
Administrator
Beiträge: 2743
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Vortragsveranstaltung am 19.05.2020 wegen "Corona-Pandemie" abgesagt ...

Beitrag von WernerSchell » 18.03.2020, 07:28

Wegen der "Corona-Pandemie" musste die Vortragsveranstaltung am 19.05.2020 abgesagt werden. Eine Terminneuansetzung in der zweiten Jahreshälfte 2020 ist geplant. Insoweit erfolgen noch nähere Hinweise!

+++

Patientenautonomie am Lebensende

Vortrag mit Diskussion am 19.05.2020 im Bürgerhaus Neuss-Erfttal, 15.00 – 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: Bürgerhaus - Bedburger Straße 61, 41469 Neuss - Der Eintritt ist frei!


-- Der Referent, Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Mitglied der Steuerungsgruppe des Runden Tisches Demenz Neuss
>>> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de / http://www.wernerschell.de

Bild Bild

Der Ankündigungstext:
Patientenautonomie am Lebensende – Vollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung
Zur Selbstbestimmung der Patienten am Lebensende bzw. bei schwerer Krankheit bestehen unterschiedliche Auffassungen. Immer wieder wird gefordert, auch in der BRD aktive Sterbehilfe per Gesetz zu erlauben. Die Meinungsvielfalt zu diesem Thema hat offensichtlich viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert. Wie die Rechtslage? Welche Möglichkeiten haben Sie konkret, für den Sterbeprozess bzw. die schwere Krankheit in geeigneter Weise durch Willenserklärungen wie Vollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung vorzusorgen. Fragen über Fragen: Wie geht man rechtlich und ethisch korrekt mit den Menschen um, die sich (tatsächlich oder mutmaßlich) am Ende ihres Lebens befinden und eines Beistandes und der Hilfe bedürfen? Welche Rechte hat der Patient, der Sterbende? Was dürfen bzw. sollen Ärzte und Pflegekräfte tun? Welche Maßnahmen sind zulässig, welche eher nicht? Wie sollen sich die Angehörigen eines Patienten/Sterbenden verhalten? Was dürfen die Angehörigen von den Gesundheitsberufen erwarten? Diese und zahlreiche weitere Fragen türmen sich auf und verlangen nach Antworten! Der Gesetzgeber hat mit Wirkung vom 1.9.2009 Regelungen zur Patientenverfügung in das Betreuungsrecht übernommen und damit die bereits durch die Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Patientenautonomie am Lebensende bestätigt. Ungeachtet dieser neuen gesetzlichen Vorschriften mangelt es an der notwendigen Klarheit, weil die Rechtsbeziehungen zwischen Ärzten und Patienten offensichtlich anhaltend unterschiedlich eingeschätzt werden. Der Bundesgerichtshof hat allerdings am 25.06.2010 ein richtungsweisendes Urteil zur Patientenautonomie gefällt. Mit dieser Entscheidung, die die Patientenrechte gestärkt haben, sollte man sich in Grundzügen vertraut machen. Dabei werden auch Erwägungen zu berücksichtigen sein, die sich aus dem Patientenrechtegesetz und den Neuregelungen zur Organspende ergeben.

Bild

Das Thema ist u.a. deshalb wichtig, weil ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom 02.04.2018 zur Haftung wegen einer künstlichen Ernährung eines Patienten für große Irritationen sorgt. Darüber informiere ich unter der Adresse > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=23083 . Was war der Hintergrund der BGH-Entscheidung und was bedeutet das z.B. mit Blick auf das Thema Patientenverfügung? - Das Thema ist ganz aktuell und wichtig. Der Bundesgerichtshof hat auch früher mehrfach zum Thema geurteilt. Dazu gibt es zahlreiche Beiträge im hiesigen Forum. Siehe z.B. unter
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=23096
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=23083
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22984
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22972
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22904
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22701
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22283
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22559
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=22507
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =2&t=23485


Aktuell aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 86#p112486

Das Bundesverfassungsgerichts hat mit Urteil vom 26.02.2020 das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung erwartungsgemäß für verfassungswidrig erklärt. - Siehe Pressemitteilung mit Anmerkungen > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 86#p112486

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 2743
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Vorsorge, Vollmacht und Betreuungsverfügung ...

Beitrag von WernerSchell » 07.08.2020, 16:48

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 569/2020
Datum: 7.8.2020


Vorsorge, Vollmacht und Betreuungsverfügung:
Betreuungsstelle des Rhein-Kreises Neuss bietet kostenlose Beratung an



Bild
Bildtext: Erwin Beeg, Leiter der Betreuungsstelle (2.v.r.), und seine Mitarbeiter (v.l.) Andreas Lange, Ellen Fecht, Frank Ohme und George Hachisuka.
Foto: Rhein-Kreis Neuss


Rhein-Kreis Neuss. Jeder kann durch Unfall oder eine schwere Krankheit in eine Situation kommen, in der er seine Angelegenheiten nicht mehr selbst ordnen kann. Daher empfiehlt Erwin Beeg, Leiter der Betreuungsstelle des Rhein-Kreises Neuss, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Zusammen mit seinem Team, zu dem Ellen Fecht, George Hachisuka, Anja Immel, Andreas Lange, Stefanie Lenschen, Frank Ohme und Oliver Schmitz gehören, berät er Interessierte kostenlos zu Fragen rund um Vorsorge, Vollmacht und Betreuungsverfügung. Eine Gebühr in Höhe von 10 Euro wird nur für die Beglaubigung einer Unterschrift erhoben. Erwin Beeg erklärt, was im Notfall wichtig ist.

Wer eine Vorsorgevollmacht ausstellt, bevollmächtigt eine Person seines Vertrauens dazu, im Bedarfsfall zu handeln. Das können alltägliche Dinge wie Bankgeschäfte sein. Voraussetzung ist uneingeschränktes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten. Weil auch Familienangehörige, Ehegatten und Kinder nur mit einer schriftlichen Vollmacht rechtlich handeln können, sollte jeder solch eine Vorsorgevollmacht ausfüllen und unterschreiben. Empfehlenswert ist vor dem Ausstellen einer Vollmacht ein Beratungsgespräch in der Betreuungsstelle oder in einem Notariat.

Sinnvoll ist darüber hinaus eine Patientenverfügung. Dies ist eine schriftliche Verfügung über gegebenenfalls zu ergreifende bzw. zu unterlassende lebenserhaltende medizinische Maßnahmen. Sie richtet sich an den behandelnden Arzt im Notfall, und der Arzt ist an diese Patientenverfügung gebunden.

Darüber hinaus ist auch eine Betreuungsverfügung sinnvoll – je nach Lebenssituation und persönlichen Bedürfnissen. Der Verfasser äußert in dieser Verfügung seinen Wunsch, wer vom Betreuungsgericht bestellt werden soll, wenn er seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsstelle im Kreisjugendamt sind für die Städte Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich und Meerbusch sowie für die Gemeinde Rommerskirchen zuständig. Sie sind selbst auch als rechtliche Betreuer im Einsatz. „Insbesondere in Coronazeiten ist dies eine besondere Herausforderung“, erläutert Erwin Beeg, „durch die Zugangsbeschränkungen in Seniorenheimen und Krankenhäusern ist unsere Arbeit in diesen Monaten nicht einfach.“

Wer einen Beratungstermin im Kreisjugendamt wahrnehmen möchte, meldet sich vorher unter Tel. 02161 6104-5150 an. Informationen zur Betreuungsstelle gibt es im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/jugend.

Petra Koch
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
ZS5.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: 02131 928-1300
Fax: 02131 928-1330
Email: Presse@rhein-kreis-neuss.de

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 2743
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Vormundschafts- und Betreuungsrecht - Reform

Beitrag von WernerSchell » 06.03.2021, 08:26

Zum Thema "Vormundschafts- und Betreuungsrecht" wurden im Forum - Archiv (bis 2020) zahlreiche Beiträge eingestellt, u.a.: > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =2&t=23712
Die Informationen zu diesem Thema werden - im Forum - Beiträge ab 2021 - fortgeführt! - Siehe > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=3&t=69



Bild

WernerSchell
Administrator
Beiträge: 2743
Registriert: 09.12.2013, 08:22

Betreuung - Was Angehörige und Betreute wissen müssen - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 18.04.2021, 06:17

Buchtipp!

Otto N. Bretzinger (Verbraucherzentrale NRW):

Betreuung
Was Angehörige und Betreute wissen müssen

Bild

Verbraucherzentrale NRW, 1. Auflage 2021
1. Auflage 2021
208 Seiten
14,8 x 21 cm
Broschur
ISBN: 978-3-86336-644-5
14,90 Euro inkl. MwSt.


Ratgeber für Betreuer und Betreute

- Wann ein Betreuer oder eine Betreuerin bestellt werden darf
- Was unter Betreuung zu verstehen ist
- Welche Folgen die Betreuung für den Betreuten oder die Betreute hat
- Wie Betreuer bestellt werden
- Welche Angelegenheiten dem Betreuer oder der Betreuerin vom Gericht übertragen werden können

Betreuung - Fragen zur Praxis beantwortet
1,3 Millionen Menschen stehen in Deutschland unter rechtlicher Betreuung, Tendenz steigend. In den meisten Fällen wird die Betreuung vom Betreuungsgericht ehrenamtlichen Betreuern, insbesondere Familienangehörigen übertragen. Der Ratgeber hilft bei den wesentlichen praktischen Fragen, mit denen sich die Beteiligten – Betreute und Betreuer – tagtäglich im Zusammenhang mit einer rechtlichen Betreuung auseinandersetzen müssen.

Autor des Ratgebers Dr. Otto N. Bretzinger ist Jurist und Journalist, er hat bereits mehrere Ratgeber für die Verbraucherzentrale verfasst, darunter der erfolgreiche Longseller „Richtig vererben und verschenken“ und Titel zu Handwerkerleistungen oder zum richtigen Reklamieren.

Quelle und weitere Informationen >>> https://www.ratgeber-verbraucherzentral ... g-46009131

Gesperrt