Programm für die Neusser Weltalzheimerwoche 2020 - Einladungen ...

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Programm für die Neusser Weltalzheimerwoche 2020 - Einladungen ...

Beitrag von WernerSchell » 03.09.2020, 13:28

Programm für die Neusser Weltalzheimerwoche 2020:


Zwei Einladungen informieren:

Alzheimerwoche 2020 Memory Zentrum.JPG
Alzheimerwoche 2020 Memory Zentrum.JPG (136.76 KiB) 2338 mal betrachtet

Das Memory Zentrum hat nach vielen Absprachen in unterschiedlichsten Gremien entschieden, dass auch dieses Jahr im Rahmen der Möglichkeiten die Weltalzheimerwoche stattfinden wird. Alle Veranstaltungen sind mit dem größt möglichen Sicherheitskonzept geplant. Dadurch gibt es nur begrenzte Teilnehmerzahlen. Bitte unbedingt bei Interesse anmelden.

Die Schulungen der AOK Rheinland/Hamburg Musterwohnung Demenz vom 22.09. bis zum 9. Oktober werden täglich angeboten ( Mo - Fr) . Anmelden können Sie sich unter T 02461 682 299 oder per E-Mail unter ac.demenz@rh.aok.de.


Quelle: Mitteilung vom 03.09.2020
Manfred Steiner
Dipl. Sozialpädagoge
Beratung Schulung Forschung
Hausanschrift:
Steinhausstr. 40
41462 Neuss
T 02131/529-65296
F 02131/529-65297
M.Steiner@ak-neuss.de


+++

Alzheimerwoche 2020 Alheimer Gesellschaft.JPG
Alzheimerwoche 2020 Alheimer Gesellschaft.JPG (138.8 KiB) 2321 mal betrachtet

Quelle: Mitteilung vom 03.09.2020
Sandra Menge
(Dipl. Sozialpädagogin/Kreative Gerontotherapeutin)
Alzheimer Gesellschaft Kreis Neuss/Nordrhein e.V.
Mohnstraße 48
41466 Neuss
Tel.: 02131 - 222110
Fax.: 02131 - 291751
alzheimer-neuss@t-online.de
www.alzheimer-neuss.de


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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Keine öffentlichen Veranstaltungen ...

Beitrag von WernerSchell » 08.09.2020, 06:45

Corona-Krise - Veranstaltungen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk eingeschränkt ... > viewtopic.php?f=3&t=455
Wegen des Infektionsgeschehens wird es von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vorerst keine öffentlichen Veranstaltungen geben. Stattdessen gibt es lebhafte Kontakte mittels E-Mail … und natürlich auch umfangreiche Informationen im Forum > https://www.wernerschell.de/forum/neu/index.php - Werner Schell

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Weltalzheimerwoche 2020 - Einladungen ...

Beitrag von WernerSchell » 17.09.2020, 06:19

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„Demenz – wir müssen reden!“ Virtuelle Vorlese-Aktion für Kinder und Jugendliche zum Welt-Alzheimertag

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Berlin, 8. September 2020. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) lädt gemeinsam mit der Journalistin Peggy Elfmann und der LeseLounge e.V. zur ersten virtuellen Vorlese-Aktion für Kinder und Jugendliche rund um das Thema Demenz ein. Am Welt-Alzheimertag und in der Woche der Demenz vom 21. bis 27. September 2020 lesen Kinder, Jugendliche und Erwachsene im digitalen LeseLounge-Wohnzimmer aus verschiedenen Kinder- und Jugendbüchern vor, die das Thema Demenz behandeln.

„Demenz geht alle an – auch junge Menschen. Wir möchten unsere Vorlese-Aktion zum Welt-Alzheimertag 2020 nutzen, auch Kinder und Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren“, erklärt Sabine Jansen von der DAlzG. „Eine Demenz betrifft die gesamte Familie und damit auch die Kinder und Jugendlichen, die ein enges Verhältnis zu dem betroffenen Menschen haben.“ Vor allem kleinere Kinder sind im Umgang mit Demenzerkrankten meist unbefangen. Gleichzeitig verstehen sie oft nicht, warum ein Familienmitglied sich auf einmal anders verhält, warum Gespräche oder Spiele nicht mehr wie früher möglich sind oder anders, als es bei Freunden ist. Sie haben viele Fragen. Peggy Elfmann hatte die Idee für die gemeinsame Aktion, die ihr persönlich sehr am Herzen liegt: „Es ist wichtig, jungen Menschen zu erklären, was eine Demenz ist und wie die Krankheit die eigene Oma oder den Opa verändert. Bücher können dabei eine gute Hilfe sein.“

„Wir freuen uns, dass uns viele Verlage bei unserer Aktion unterstützen“, so Mike Petschel von der LeseLounge. „So können wir für alle Altersklassen vorlesen: von Bilderbüchern für Kinder im Kita-Alter bis zu Büchern für Zwölfjährige ist alles vertreten.“

Die Vorleseaktion
In der Woche der Demenz wird es ab 21. September täglich vier Lesungen zwischen 14.00 und 18.00 Uhr geben. Alle Vorlese-Termine werden ab sofort im Kalender des LeseLounge-Wohnzimmers eingepflegt. Ab 18. September ist die gesamte Übersicht auf den Internetseiten der DAlzG und der LeseLounge verfügbar: www.welt-alzheimertag.de und www.LeseLounge-Wohnzimmer.de

Der Welt-Alzheimertag
Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer’s Disease International (ADI) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. ADI, die internationale Vereinigung von Alzheimer-Gesellschaften in 95 Ländern, koordiniert die Aktivitäten weltweit. Von der Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen sind Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Kultur betroffen. Überall geht es darum, eine breite Öffentlichkeit auf die Situation der insgesamt mehr als 50 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien aufmerksam zu machen.
In Deutschland findet der Welt-Alzheimertag 2020 unter dem Motto statt „Demenz – wir müssen reden!“
Mehr Informationen: www.welt-alzheimertag.de

Hintergrund
In Deutschland leben heute etwa 1,7 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

LeseLounge e.V.
Die LeseLounge e.V. ist ein Zusammenschluss von professionellen und leidenschaftlichen Lesern und Sprechern. Zu ihr gehören Studenten und Dozenten, stille Förderer und laute Mitdenker der Kultur des Vorlesens und Sprechens. Die LeseLounge will Literatur hörbar und erlebbar machen, zum Lesen animieren und allen vorlesen, die nicht selbst lesen können. Weitere Infos: www.leselounge-ev.de

Peggy Elfmann
Die Journalistin Peggy Elfmann schreibt in ihrem Blog „Alzheimer und wir“ über die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter und wie sie als Tochter damit umgeht. In ihrem Blog geht es ihr auch um die Sichtweise ihrer drei Kinder auf die Erkrankung der Oma. Für „Alzheimer und wir“ hat Peggy Elfmann den Goldenen Blogger gewonnen und war für den Grimme-Online-Award 2020 nominiert. Peggy Elfmann stellt regelmäßig Kinderbücher zum Thema Alzheimer und Demenz vor und beantwortet Kinderfragen. Weitere Infos: www.alzheimerundwir.com

Quelle: Pressemitteilung vom 08.09.2020
Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Susanna Saxl, Annika Koch
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de

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Demenzprävention in der Hausarztpraxis: Mögliche Chancen besser nutzen

Beitrag von WernerSchell » 18.09.2020, 06:14

Aus Forum:
https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 97#p115197

*******Zur Woche der Demenz und dem Welt-Alzheimertag am 21. September 2020*******

Demenzprävention in der Hausarztpraxis: Mögliche Chancen besser nutzen

Stuttgart – In Deutschland leiden schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen an einer Demenzerkrankung. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz könnte sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen erhöhen. Neben neuen Therapieformen liegt die Hoffnung vor allem auf der Prävention möglicher Risikofaktoren, um das Fortschreiten der Erkrankung zumindest zu verlangsamen. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Fortschritte der Neurologie Psychiatrie“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2020) hat untersucht, welchen Beitrag Hausärzte hier leisten könnten, wenn sie im Rahmen von Gesundheitsuntersuchungen (GU) mögliche Risikopatienten umfassender als bisher beraten und behandeln.

Diese Pressemeldung finden Sie auch unter: https://www.thieme.de/de/presse/demenzp ... 159747.htm

Eine Demenz galt lange Zeit als schicksalhafte Folge von Hirnerkrankungen, mit dem Morbus Alzheimer als häufigster Ursache. In den letzten Jahren konnten Mediziner jedoch einen Zusammenhang zwischen bestimmten Erkrankungen und einer späteren Demenz zeigen. Dazu zählen bei älteren Erwachsenen ein zu hoher Blutdruck, eine Hörstörung und Fettleibigkeit. Im Seniorenalter erhöhen auch ein Diabetes mellitus und Depressionen das Demenzrisiko.

Viele Patienten mit diesen Erkrankungen werden durch ihren Hausarzt versorgt. Nach Ansicht von Professor Dr. rer. med. Karel Kostev (IQVIA) und Dr. med. Dr. phil. Jens Bohlken spielt die hausärztliche Versorgung deshalb auch eine wichtige Rolle in der Demenzprävention. Denn eine umfassende medizinische Betreuung könne Demenzerkrankungen hinauszögern, sind die Experten überzeugt. Erstautor Bohlken verweist unter anderem auf Forschungsergebnisse aus Finnland. Dort habe die sogenannte FINGER-Studie gezeigt, dass sich der Rückgang der kognitiven Leistungen durch gezielte Maßnahmen, wie eine Ernährungsberatung, ein altersgemäßes Fitness- und regelmäßiges Gedächtnistraining, verlangsamen lasse.
Nach Ansicht Bohlkens könnte in Deutschland eine solche Demenzprävention im Rahmen der sogenannten Gesundheitsuntersuchungen (GU) erfolgen, die bereits von den Krankenkassen vergütet werden. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat er daher zunächst anhand von Versichertendaten untersucht, wie hoch die Anzahl von Risikopatienten in der hausärztlichen Versorgung ist: Von den rund 2,4 Millionen hausärztlich versorgten Patienten wiesen 191.883 Patienten im Alter von 45 bis 65 Jahren eine Hypertonie auf, 23.308 waren fettleibig, 5.059 hatten Hörstörungen. Unter den Senioren im Alter von über 65 Jahren hatten 120.200 einen Diabetes und 43.233 litten unter einer Depression. In Deutschland gibt es demnach viele Menschen, die von einer Demenzprävention im Rahmen der hausärztlichen Behandlung profitieren könnten.

Im nächsten Schritt ermittelten die Experten, wie häufig die GU in Deutschland bei Menschen mit einem erhöhten Demenzrisiko bisher durchgeführt wird. Die Analyse ergab, dass das nur bei etwa 14 Prozent aller Risikopatienten derzeit der Fall ist. In der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen erhielten rund 26 Prozent der Patienten mit einer Hypertonie eine GU, bei solchen mit Adipositas waren es knapp 35 Prozent und mit Hörstörung etwa 30 Prozent. In der Gruppe der über 65-Jährigen wurde nur bei einem Viertel der Diabetespatienten und der Patienten mit Depressionen eine GU abgerechnet.

„Trotz ermutigender Ergebnisse großer randomisierter Studien zur Demenzprävention bleiben derzeit viele Fragen zur Umsetzung in der Praxis offen“, erklären Bohlken und Ko-Autoren abschließend. Eine Implementierung demenzpräventiver Interventionen in den Hausarztpraxen im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung könnte ein möglicher Weg sein. Die vorliegenden Zahlen zeigten jedoch, dass diese Chance bisher nur zögerlich wahrgenommen wird. Über die Ursachen können die Forscher nur Vermutungen anstellen. So zeigte eine Studie, dass der subjektiv erlebte Zeit-Stress der Hausärzte bei Gesundheitsuntersuchungen besonders hoch sei.

Positiv bewerten die Forscher jedoch die steigende Akzeptanz gegenüber demenzpräventiven Ansätzen unter Ärzten und auch der Bevölkerung: So zeigten Hausärzten im Rahmen einer Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Interesse an der Früherkennung von Demenzen. Und auch in der Bevölkerung sei angekommen, dass einer Demenzerkrankung vorgebeugt werden könne. In einer Umfrage gab jeder zweite an, dass eine Prävention grundsätzlich möglich sei. Als Möglichkeiten wurden Gedächtnistraining, geistige Betätigung, aktives Leben, Sport und Bewegung genannt.

J. Bohlken, S. Riedel-Heller, H. Gothe, K. Kostev:
Demenzprävention und hausärztliche Versorgung: Schätzung der Zielpopulation.
Fortschritte der Neurologie Psychiatrie 2020, online erschienen 2.9.2020

Thieme bietet relevante Fachinformationen zu SARS-CoV-2 und COVID-19 frei zugänglich an: www.thieme.de/corona
Die Corona-Pandemie stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme Herausforderungen – ganz besonders jedoch die Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind! Um sie bestmöglich zu unterstützen, bündelt die Thieme Gruppe die im Unternehmen verfügbaren relevanten Inhalte. Dazu gehören unter anderem neueste Fallbeispiele und Übersichtsarbeiten zu COVID-19 aus Thieme Fachzeitschriften, E-Learning-Module für Pflegende und einen „Symptom-Checker“, der allen in Arztpraxen und Kliniken Tätigen einen ersten Anhaltspunkt bietet, ob jemand erkrankt sein könnte. Die Diagnose selbst kann ausschließlich durch medizinisches Personal erfolgen.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.09.2020
Pressekontakt Thieme Group:
Catrin Hölbling | Corinna Spirgat, M.A.
Thieme Communications
Thieme Group
Tel.: +49 (0)711 8931-141 | -293
Fax: +49 (0)711/8931-167
catrin.hoelbling@thieme.de |corinna.spirgat@thieme.de
www.thieme.de
Georg Thieme Verlag KG, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart
Sitz und Registergericht: Stuttgart, HRA 3499

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Demenzprävention in der Hausarztpraxis: Mögliche Chancen besser nutzen

Beitrag von WernerSchell » 19.09.2020, 06:16

Aus Forum:
https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 97#p115197

*******Zur Woche der Demenz und dem Welt-Alzheimertag am 21. September 2020*******

Demenzprävention in der Hausarztpraxis: Mögliche Chancen besser nutzen

Stuttgart – In Deutschland leiden schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen an einer Demenzerkrankung. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz könnte sich die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen erhöhen. Neben neuen Therapieformen liegt die Hoffnung vor allem auf der Prävention möglicher Risikofaktoren, um das Fortschreiten der Erkrankung zumindest zu verlangsamen. Eine Studie in der Fachzeitschrift „Fortschritte der Neurologie Psychiatrie“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2020) hat untersucht, welchen Beitrag Hausärzte hier leisten könnten, wenn sie im Rahmen von Gesundheitsuntersuchungen (GU) mögliche Risikopatienten umfassender als bisher beraten und behandeln.

Diese Pressemeldung finden Sie auch unter: https://www.thieme.de/de/presse/demenzp ... 159747.htm

Eine Demenz galt lange Zeit als schicksalhafte Folge von Hirnerkrankungen, mit dem Morbus Alzheimer als häufigster Ursache. In den letzten Jahren konnten Mediziner jedoch einen Zusammenhang zwischen bestimmten Erkrankungen und einer späteren Demenz zeigen. Dazu zählen bei älteren Erwachsenen ein zu hoher Blutdruck, eine Hörstörung und Fettleibigkeit. Im Seniorenalter erhöhen auch ein Diabetes mellitus und Depressionen das Demenzrisiko.

Viele Patienten mit diesen Erkrankungen werden durch ihren Hausarzt versorgt. Nach Ansicht von Professor Dr. rer. med. Karel Kostev (IQVIA) und Dr. med. Dr. phil. Jens Bohlken spielt die hausärztliche Versorgung deshalb auch eine wichtige Rolle in der Demenzprävention. Denn eine umfassende medizinische Betreuung könne Demenzerkrankungen hinauszögern, sind die Experten überzeugt. Erstautor Bohlken verweist unter anderem auf Forschungsergebnisse aus Finnland. Dort habe die sogenannte FINGER-Studie gezeigt, dass sich der Rückgang der kognitiven Leistungen durch gezielte Maßnahmen, wie eine Ernährungsberatung, ein altersgemäßes Fitness- und regelmäßiges Gedächtnistraining, verlangsamen lasse.
Nach Ansicht Bohlkens könnte in Deutschland eine solche Demenzprävention im Rahmen der sogenannten Gesundheitsuntersuchungen (GU) erfolgen, die bereits von den Krankenkassen vergütet werden. Gemeinsam mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat er daher zunächst anhand von Versichertendaten untersucht, wie hoch die Anzahl von Risikopatienten in der hausärztlichen Versorgung ist: Von den rund 2,4 Millionen hausärztlich versorgten Patienten wiesen 191.883 Patienten im Alter von 45 bis 65 Jahren eine Hypertonie auf, 23.308 waren fettleibig, 5.059 hatten Hörstörungen. Unter den Senioren im Alter von über 65 Jahren hatten 120.200 einen Diabetes und 43.233 litten unter einer Depression. In Deutschland gibt es demnach viele Menschen, die von einer Demenzprävention im Rahmen der hausärztlichen Behandlung profitieren könnten.

Im nächsten Schritt ermittelten die Experten, wie häufig die GU in Deutschland bei Menschen mit einem erhöhten Demenzrisiko bisher durchgeführt wird. Die Analyse ergab, dass das nur bei etwa 14 Prozent aller Risikopatienten derzeit der Fall ist. In der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen erhielten rund 26 Prozent der Patienten mit einer Hypertonie eine GU, bei solchen mit Adipositas waren es knapp 35 Prozent und mit Hörstörung etwa 30 Prozent. In der Gruppe der über 65-Jährigen wurde nur bei einem Viertel der Diabetespatienten und der Patienten mit Depressionen eine GU abgerechnet.

„Trotz ermutigender Ergebnisse großer randomisierter Studien zur Demenzprävention bleiben derzeit viele Fragen zur Umsetzung in der Praxis offen“, erklären Bohlken und Ko-Autoren abschließend. Eine Implementierung demenzpräventiver Interventionen in den Hausarztpraxen im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung könnte ein möglicher Weg sein. Die vorliegenden Zahlen zeigten jedoch, dass diese Chance bisher nur zögerlich wahrgenommen wird. Über die Ursachen können die Forscher nur Vermutungen anstellen. So zeigte eine Studie, dass der subjektiv erlebte Zeit-Stress der Hausärzte bei Gesundheitsuntersuchungen besonders hoch sei.

Positiv bewerten die Forscher jedoch die steigende Akzeptanz gegenüber demenzpräventiven Ansätzen unter Ärzten und auch der Bevölkerung: So zeigten Hausärzten im Rahmen einer Umfrage in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Interesse an der Früherkennung von Demenzen. Und auch in der Bevölkerung sei angekommen, dass einer Demenzerkrankung vorgebeugt werden könne. In einer Umfrage gab jeder zweite an, dass eine Prävention grundsätzlich möglich sei. Als Möglichkeiten wurden Gedächtnistraining, geistige Betätigung, aktives Leben, Sport und Bewegung genannt.

J. Bohlken, S. Riedel-Heller, H. Gothe, K. Kostev:
Demenzprävention und hausärztliche Versorgung: Schätzung der Zielpopulation.
Fortschritte der Neurologie Psychiatrie 2020, online erschienen 2.9.2020

Thieme bietet relevante Fachinformationen zu SARS-CoV-2 und COVID-19 frei zugänglich an: www.thieme.de/corona
Die Corona-Pandemie stellt unsere gesamte Gesellschaft vor enorme Herausforderungen – ganz besonders jedoch die Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind! Um sie bestmöglich zu unterstützen, bündelt die Thieme Gruppe die im Unternehmen verfügbaren relevanten Inhalte. Dazu gehören unter anderem neueste Fallbeispiele und Übersichtsarbeiten zu COVID-19 aus Thieme Fachzeitschriften, E-Learning-Module für Pflegende und einen „Symptom-Checker“, der allen in Arztpraxen und Kliniken Tätigen einen ersten Anhaltspunkt bietet, ob jemand erkrankt sein könnte. Die Diagnose selbst kann ausschließlich durch medizinisches Personal erfolgen.

Quelle: Pressemitteilung vom 17.09.2020
Pressekontakt Thieme Group:
Catrin Hölbling | Corinna Spirgat, M.A.
Thieme Communications
Thieme Group
Tel.: +49 (0)711 8931-141 | -293
Fax: +49 (0)711/8931-167
catrin.hoelbling@thieme.de |corinna.spirgat@thieme.de
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Georg Thieme Verlag KG, Rüdigerstraße 14, 70469 Stuttgart
Sitz und Registergericht: Stuttgart, HRA 3499

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"Demenz - Wir müssen reden!" - Alzheimer NRW zum Welt-Alzheimer-Tag am 21. September

Beitrag von WernerSchell » 21.09.2020, 06:05

„Demenz - wir müssen reden!“ - Gemeinsame Pressemitteilung von DAlzG, DGGPP und Hirnliga zum Welt-Alzheimertag

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In den letzten Monaten hat die Corona-Pandemie das Zusammenleben nachhaltig verändert. Die Situation der Demenzerkrankten ist dabei in den Hintergrund gerückt. Auf Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, aber auch auf die sie betreuenden Ärzte, Pfleger und Therapeuten zu Hause und in den Heimen haben die Pandemie und die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen besonders gravierende Auswirkungen und auch die Forschung ist beeinträchtigt.

Seit 1994 findet jeweils am 21. September der Welt-Alzheimertag statt, der von der Dachorganisation Alzheimer's Disease International mit Unterstützung der WHO initiiert wurde, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen zu richten. Das gemeinsame Motto zum Welt-Alzheimertag und zur Woche der Demenz (21. bis 27. September 2020) lautet in diesem Jahr: Demenz - wir müssen reden!

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen benötigen in Corona-Zeiten mehr Unterstützung und Kontaktmöglichkeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie sind soziale Kontakte nach wie vor eingeschränkt. Dies betrifft insbesondere Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, zu denen auch Menschen mit Demenz und oftmals ihre Angehörigen gehören. Dabei haben sie besonders unter der Pandemie gelitten. Viele Unterstützungsmöglichkeiten sind von einem auf den anderen Tag weggebrochen, zum Beispiel Tagespflegen und andere Betreuungsangebote. Demenzerkrankte, die in Heimen leben, waren in vielen Fällen von ihren Angehörigen getrennt. Bis heute sind die Kontaktmöglichkeiten teilweise sehr beschränkt. Die Beraterinnen am Alzheimer-Telefon haben in diesen Monaten viele Anrufe erhalten und großes Leid zu hören bekommen. „Darüber muss man reden“, so Monika Kaus, Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). „Sollte eine neue Welle kommen, müssen wir dafür sorgen, dass diesmal Besuche auch in Corona-Zeiten möglich sind und nicht fundamentale Menschenrechte ohne Prüfung des Einzelfalls eingeschränkt werden.“

Doch es gibt auch Positives zu vermelden. Die Nationale Demenzstrategie wurde am 1. Juli 2020 vom Bundeskabinett verabschiedet und in den nächsten Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt. In einer Kooperation der deutschsprachigen Alzheimer-Gesellschaften wurde ein neuer Sprachleitfaden zur Demenz erarbeitet und heute veröffentlicht. Der Leit-faden ist unter Mitarbeit von Menschen mit Demenz aus mehreren deutschsprachigen Ländern entstanden. Er soll für mehr Sensibilität in der Sprache werben, und damit der Stigmatisierung von Demenz entgegenwirken. „Corona hat vorübergehend vieles verdrängt, doch Demenzerkrankungen mit aktuell etwa 1,6 Millionen Betroffenen bleiben nach wie vor ein drängendes Thema und wir brauchen auch im Alltag mehr Verständnis für die Belange von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen“, so Kaus.

Alterspsychiater fordern mehr Personal und Tests für die Heime

„Der sichere Normalbetrieb unter Beachtung der Hygieneregeln des RKI mit ausreichen-dem Personal ist für die Menschen in den Heimen jetzt essentiell. Es kann nicht darum gehen, alle Heime zu schließen und die alten Menschen weiter in eine krankmachende Isolation zu bringen. Unter Einhaltung der Hygieneregeln sollten zumindest für engste Familien-angehörige Besuchsmöglichkeiten möglich gemacht werden “, so Prof. Michael Rapp, Präsident der deutschen Alterspsychiater DGGPP.

“Gerade auch die Pflege muss in diesen Zeiten personell und strukturell unterstützt werden, auch was Hygienematerialen und Testkapazitäten angeht. Vor diesem Hintergrund sollten auch Therapeuten und Ärzte weiter in die Heime kommen können – unter geeignetem Schutz für die Bewohner“.

"Die Botschaft in Zeiten von Corona ist klar: Alte Menschen sind besonders gefährdet und müssen besonders geschützt werden, damit sie sich nicht anstecken. Das ist ein ganz wichtiges Ziel, das von der Mehrheit der Menschen in unserem Land unterstützt wird. Doch alten Menschen jetzt dauerhaft Therapien, Therapeuten- und Angehörigenkontakte zu verbieten, verschlechtert deren Lebensqualität und verstärkt Einsamkeit. Gerade therapeutisch-rehabilitative Ansätze in der stationären und ambulanten Altenhilfe können und müssen weiter aufrechterhalten werden."

Forschung muss intensiviert werden

"Die Corona-Pandemie mit ihren vielfältigen Auswirkungen hat auch massiv die Alzheimer-forschung beeinträchtigt", so Prof. Isabella Heuser, Berlin, Vorsitzende der Hirnliga e.V., der Vereinigung der deutschen Alzheimer-Forscher." So mussten klinische Untersuchungen von Studienpatienten pausiert werden, Forschungsprojekte konnten nicht begonnen werden und der Ambulanzbetrieb musste massiv heruntergefahren werden.
"Hoffnung macht es zu sehen, dass jetzt viele Ressourcen in die Entwicklung einer Corona-Impfung gegeben werden. Dies wünschen wir uns auch für die Alzheimer-Forschung, denn die Krankheit belastet nicht nur viele Menschen, sondern auch unsere sozialen Sicherungssysteme."
In unserem Land gibt es immer mehr ältere Menschen und immer weniger jüngere Menschen. Während heute drei Erwerbstätige für einen Rentner arbeiten müssen, wird 2060 das Verhältnis etwa 1:1 sein. Gleichzeitig verdoppelt sich bis dahin die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen. Es ist noch völlig unklar, wie diese Situation ohne eine wirksame Alzheimer-Therapie bewältigt werden kann.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.09.2020
Kontaktdaten:
Hirnliga e.V. – Geschäftsstelle
www.hirnliga.de
Tel.: 022 62 - 999 99 17
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
www.deutsche-alzheimer.de
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V.
www.dggpp.de
Tel.: 022 62 - 79 76 83


> https://www.deutsche-alzheimer.de/ueber ... imert.html

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„Song für Opa“ - Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht zum Welt-Alzheimertag einen berührenden Videocli

Beitrag von WernerSchell » 22.09.2020, 06:19

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„Song für Opa“ - Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht zum Welt-Alzheimertag einen berührenden Videoclip


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Berlin, 21. September 2020. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) präsentiert zum Welt-Alzheimertag exklusiv den „Song für Opa“ von Katharina Neumann. Die zwölfjährige Schülerin aus Aachen hat im Rahmen eines Kulturprojektes ihrer Schulklasse ein Lied über ihren demenzerkrankten Opa Toni geschrieben. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden und den Projektleitern Petra Jansen und Warner Poland ist daraus ein einfühlsamer Song entstanden. Im Nachgang zum Projekt konnte Katharina gemeinsam mit den Projektleitern und einem kleinen Filmteam einen Videoclip zum Song produzieren.

„In dem Song singe ich über meinen demenzerkrankten Opa und über die Dinge, die ich eigentlich gerne mit ihm gemacht hätte: Fußball spielen, gemeinsam etwas unternehmen, ihm von mir erzählen“, berichtet Katharina Neumann. „Die Erkrankung begann, als ich drei Jahre alt war – ich konnte meinen Opa nie so richtig kennenlernen. Er ist letztes Jahr im Oktober gestorben. Es ist toll, dass ich den Menschen in meinem Lied erklären kann, was Demenz ist und wie es mir damit geht.“

Der Welt-Alzheimertag 2020 steht in Deutschland unter dem Motto „Demenz – wir müssen reden!“ „Der Song von Katharina passt wunderbar zu unserem Motto und zeigt, dass Demenzerkrankungen auch für junge Menschen ein Thema sind“, erklärt Sabine Jansen, die Geschäftsführerin der DAlzG. „Eine Demenz betrifft die ganze Familie – Katharina zeigt uns mit ihrem Lied und dem berührenden Video ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Gedanken. Wir freuen uns, dass sie den Song gemeinsam mit uns veröffentlicht.“


Der Videoclip ist über den Youtube-Kanal der DAlzG abrufbar. >>>> https://youtu.be/Jr3rMo0N284

Hinweis: Durch den Aufruf des Videos werden Sie über einen externen Link auf Youtube weitergeleitet. Auf Art und Umfang der von diesem Anbieter übertragenen bzw. gespeicherten Daten hat die DAlzG keinen Einfluss.

Der Welt-Alzheimertag
Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer’s Disease International (ADI) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. ADI, die internationale Vereinigung von Alzheimer-Gesellschaften in 95 Ländern, koordiniert die Aktivitäten weltweit. Von der Alzheimer-Krankheit und anderen Demenzformen sind Menschen unabhängig von Nationalität, Hautfarbe und Kultur betroffen. Überall geht es darum, eine breite Öffentlichkeit auf die Situation der insgesamt mehr als 50 Millionen Demenzkranken und ihrer Familien aufmerksam zu machen.
In Deutschland findet der Welt-Alzheimertag 2020 unter dem Motto statt „Demenz – wir müssen reden!“
Mehr Informationen: www.welt-alzheimertag.de

Hintergrund
In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

Quelle: Pressemitteilung vom 21.09.2020
Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Susanna Saxl, Annika Koch
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de
www.deutsche-alzheimer.de

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Über Demenz in angemessener Weise sprechen = Sprachleitfaden

Beitrag von WernerSchell » 23.09.2020, 06:03

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Über Demenz in angemessener Weise sprechen – Deutschsprachige Alzheimer- und Demenz-Organisationen veröffentlichen Sprachleitfaden

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Berlin, 22. September 2020. Wenn wir über das Thema Demenz, über Menschen mit einer Demenzerkrankung oder auch mit ihnen sprechen, ist eine angemessene Sprache ganz wesentlich. Sie soll nicht stigmatisieren, sondern das Verständnis, die Inklusion und die Teilhabe der Betroffenen fördern und letztlich zu einer guten Lebensqualität aller Beteiligten beitragen. Um diesem Ziel näher zu kommen, wenden sich die deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen (DADO) mit dem Sprachleitfaden „Demenz“ an professionell in der Behandlung, Betreuung und Pflege Tätige, an Medienschaffende, die Politik sowie die allgemeine Öffentlichkeit.

„Die Diagnose Demenz ist nur ein Teilaspekt eines Menschen“, betont Michael Wache, der Mitglied des Beirats „Leben mit Demenz“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) ist und seit zwei Jahren mit der Diagnose lebt. „Jeder hat seine individuelle Persönlichkeit und seine eigene Biografie. Die Diagnose darf niemals auf den gesamten Menschen übertragen werden. Eine respektvolle Sprache bedeutet, den Menschen mit seinen Ressourcen, seinen erhaltenen Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit zu sehen und Stigmatisierung und Diskriminierung zu vermeiden.“

„Unsere Haltung zu einem Leben mit Demenz ist geprägt von Wertschätzung und Respekt. Sie sollte sich auch in unserer Sprache widerspiegeln“, sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der DAlzG. „Die Worte, die wir wählen, beeinflussen Menschen mit Demenz und ihr soziales Umfeld sowie die gesamte Öffentlichkeit ganz entscheidend. Sie wirken auf die Stimmung, das Selbstwertgefühl und andere Gefühle wie Freude oder Niedergeschlagenheit einer Person. Ebenso haben sie Einfluss darauf, was andere Menschen über Demenz denken. Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit in alltäglichen Gesprächen tragen dazu bei, das Wohlergehen aller Beteiligten nachhaltig zu verbessern und Menschen mit Demenz als Teil unserer Gesellschaft zu erleben.“

Besonders wichtig war den Mitgliedern der DADO, auch Menschen mit Demenz an der Entwicklung des Sprachleitfadens zu beteiligen. In einem Konsultationsprozess wurden Menschen mit Demenz als Einzelpersonen oder in Gruppen zu dem Leitfaden befragt, unter anderem der Beirat „Leben mit Demenz“ in Deutschland, die Arbeitsgruppe „Impuls Alzheimer“ in der Schweiz und die Selbsthilfegruppe von Menschen mit Demenz in Luxemburg. Darüber hinaus haben Angehörige, aber auch verschiedene Fachleute in den Ländern ihre Anregungen dazu gegeben.


Der Sprachleitfaden „Demenz“
Deutschsprachige Alzheimer- und Demenz-Organisationen: Sprachleitfaden „Demenz“. 2020, 12 Seiten, hier kostenlos herunterladen oder bestellen über die Geschäftsstelle der DAlzG.> https://www.deutsche-alzheimer.de/filea ... TERNET.pdf


DADO
Unter dem Dach der Deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen haben sich die nationalen Organisationen aus Belgien, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich sowie der autonomen italienischen Provinz Südtirol zu einer Kooperation zusammengeschlossen. Der Verbund dient dem Austausch über die Entwicklungen in den beteiligten Ländern sowie der besseren Nutzung vorhandener Synergien.
Hintergrund

In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.09.2020
Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Susanna Saxl, Annika Koch
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de
www.deutsche-alzheimer.de

WernerSchell
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Einladung zur Schulung Musterwohnung Demenz der AOK ab sofort bis zum 9.10.2020 im Memory Zentrum

Beitrag von WernerSchell » 03.10.2020, 06:16

Beim nächtlichen Toilettengang geht das Licht automatisch an, leuchtende Fußleisten markieren den Weg zum Bad, Piktogramme zeigen an, wo die Gläser im Schrank stehen und wo die tiefen Teller. Ein Schlüssel-Kästchen neben der Tür hilft den Schlüssel nicht mehr zu verlegen. Das alles sind Hilfestellungen für Menschen mit Demenz, die möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung leben wollen. Ansehen kann man sich eine komplett eingerichtete Demenz-Muster-Wohnung jetzt zum Start der Weltalzheimer-Woche im Memory Zentrum in Neuss.
Der Fokus liegt auf demenzgerechtem Wohnen: Die AOK Rheinland/Hamburg baut die mobile Muster-Wohnungen, um Menschen mit Demenz und Angehörigen Beispiele und Anregungen für sicheres und komfortables Wohnen mit Demenz aufzuzeigen. Die Mitarbeiter der AOK stellen Ihnen in einer ca. 90 Minuten Schulung die Wohnung vor.
Die Muster-Wohnung wird für die kommenden drei Wochen im Memory Zentrum aufgebaut sein. Die Schulungen finden täglich dreimal statt von Montag bis Freitag jeweils um 10 Uhr, um 12 Uhr und um 14 Uhr.
Bitte melden Sie sich vorab bei der AOK an unter Telefon 02461/682299 oder per E-Mail unter ac.demenz@rh.aok.de


Quelle: Mitteilung vom 23.09.2020
Manfred Steiner
Dipl. Sozialpädagoge
Beratung Schulung Forschung
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