Gesellschaft polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt ...

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WernerSchell
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Gesellschaft polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt ...

Beitrag von WernerSchell » 18.06.2016, 07:07

Pressemitteilung der Universität Leipzig Nr. 165/2016 vom 15.06.2016:

Neue "Mitte"-Studie: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt

Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Die enthemmte Mitte", die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt und heute in Berlin vorgestellt haben.

Die Wissenschaftler befragten bundesweit 2.420 Menschen (West: 1.917, Ost: 503) zu den Themen Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, Sozialdarwinismus, Chauvinismus und Verharmlosung des Nationalsozialismus. Sie gliederten die Antworten in sechs soziologische Milieus.

"Es gibt zwar keine Zunahme rechtsextremer Einstellungen, aber im Vergleich zur Studie vor zwei Jahren befürworten Gruppen, die rechtsextrem eingestellt sind, stärker Gewalt als Mittel der Interessensdurchsetzung", sagt Decker. Zudem habe bei diesen Gruppen das Vertrauen in gesellschaftspolitische Einrichtungen wie die Polizei oder Parteien deutlich nachgelassen. "Sie fühlen sich vom politischen System nicht repräsentiert", erläutert er. Als Erfolg der Zivilgesellschaft könne man es dagegen ansehen, dass in demokratischen Milieus Gewalt deutlich stärker abgelehnt wird als 2014. "Beides steht in Deutschland nebeneinander: Wir haben Menschen, die sich aktiv um Flüchtlinge bemühen, und es gibt Menschen, die Flüchtlinge aktiv ablehnen", sagt der Studienleiter. Damit habe eine deutliche Polarisierung und Radikalisierung stattgefunden.

Die Radikalisierung zeigt sich auch bei der Einstellung zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen. "Die Ablehnung von Muslimen, Sinti und Roma, Asylsuchenden und Homosexuellen hat noch einmal deutlich zugenommen", konstatiert Brähler. 49,6 Prozent der Befragten sagten zum Beispiel, Sinti und Roma sollten aus den Innenstädten verbannt werden. 2014 waren 47,1 Prozent dieser Meinung. 40,1 Prozent erklärten, es sei ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssten (2011: 25,3 Prozent). Und 50 Prozent gaben an, sich durch die vielen Muslime manchmal wie ein Fremder im eigenen Land zu fühlen. 2014 waren dies noch 43 Prozent. "Die gesellschaftlichen und rechtlichen Entwicklungen, wie etwa das liberalere Staatsbürgerrecht, der letzten Jahre in Deutschland, wird nicht von allen Teilen der Bevölkerung getragen", erklärt der Leipziger Sozialpsychologe.

Sichtbar wird diese Einstellung bei Anhängern von Pegida, die Decker als "neurechte Bewegung" sieht. "Wer Pegida befürwortet, ist zumeist rechtsextrem und islamfeindlich eingestellt und sieht sich umgeben von verschwörerischen, dunklen Mächten", sagt er. Alter, Bildungsanschluss oder Haushaltseinkommen spielten dagegen keine Rolle. Zu Tage bringt die Leipziger Studie auch, dass die Wähler der Alternative für Deutschland (AfD) nicht als von der Partei verführte Menschen gelten können. 84,8 Prozent der AfD-Wähler gaben beispielsweise an, Probleme zu haben, wenn sich Sinti und Roma in ihrer Nachbarschaft aufhalten; 89 Prozent meinten, Sinti und Roma neigen zur Kriminalität. "Die meisten AfD-Wähler teilen eine menschenfeindliche Einstellung", sagt Brähler. Auch in der Gruppe der Nicht-Wähler sind diese Vorurteile sehr verbreitet. "Das Potenzial für rechtsextreme oder rechtspopulistiche Parteien ist noch größer als es die Wahlergebnisse bislang zeigen", sagt er.

Die Unterschiede in der rechtsextremen Einstellung zwischen Ost- und Westdeutschland sind der Studie zufolge nicht so groß. Als ausländerfeindlich gelten im Osten 22,7 Prozent der Befragten, 19,8 Prozent im Westen (bundesweit 20,4 Prozent). Allerdings unterscheiden sich die Ergebnisse Ost und West je nach Altersgruppe, besonders bei den zwischen 14- und 30-Jährigen. Im Osten sind 23,7 Prozent dieser Altersgruppe ausländerfeindlich, im Westen nur 13,7 Prozent. "Das ist gefährlich, Einstellungen können latent sein oder manifest geäußert werden, aber sie bleiben über die Zeit stabil", sagt Decker. Wer jetzt rechtsextreme Ansichten habe, werde diese noch einige Jahre vertreten. Zudem sei ein Großteil der jungen Menschen bereit, Gewalt anzuwenden.

Für die "Mitte"-Studie der Universität Leipzig werden seit 2002 alle zwei Jahre bevölkerungsrepräsentative Befragungen durchgeführt. Es gibt keine vergleichbare Langzeituntersuchung zur politischen Einstellung in Deutschland.

Benjamin Haerdle

Dokumente:
•Publikation "Die enthemmte Mitte" (Mitte-Studie 2016) > http://www.zv.uni-leipzig.de/pressedate ... ad63a9.pdf
•Präsentation der Mitte-Studie 2016 (Foliensatz) > http://www.zv.uni-leipzig.de/pressedate ... 0c0426.pdf

Quelle und weitere Informationen:
http://www.zv.uni-leipzig.de/service/ko ... ab_id=6655

+++
Die Rheinische Post berichtet am 15.06.2016:
Studie - Islamfeindlichkeit nimmt deutlich zu
Berlin. Die Vorurteile gegen Muslime sind in Deutschland deutlich größer geworden. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von Wissenschaftlern der Universität Leipzig hervor.
Auch Homophobie ist weit verbreitet.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/politik/deutsch ... -1.6049302
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WernerSchell
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Ohne Willkommens-Kultur hätten wir viele Probleme nicht

Beitrag von WernerSchell » 13.12.2016, 08:04

Die rheinische Post berichtete am 13.12.2016:
Stoiber im TV-Talk "Hart aber Fair"
"Ohne Willkommens-Kultur hätten wir viele Probleme nicht"

Wahrheiten offener aussprechen und aus Fehlern lernen – zur Bilanz eines "Schock-Jahres" geben sich Frank Plasbergs Gäste analytisch.
Stoiber spricht von einer "tektonischen Verschiebung der Parteienlandschaft".
Von Julica Jungehülsing
... (weiter lesen unter) http://www.rp-online.de/panorama/fernse ... -1.6461640

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Zunehmende Gewalt - Man darf besorgt sein

Beitrag von WernerSchell » 27.03.2017, 18:18

Zunehmende Gewalt - Man darf besorgt sein - Gewalt ein Phänomen der gesamten Gesellschaft!
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 206#p97206

Dass es Pflegemängel und Gewalt gibt, ist sattsam bekannt und beschrieben. Wer sich mit den vielfach beklagten unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen befasst, kennt eine wesentliche Ursache für die Situation. Siehe dazu u.a. das hiesige Statement zur Auflösung des Pflegenotstandes > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... se2014.pdf
Die häusliche Gewalt im Zusammenhang mit Pflegesituationen darf dabei nicht übersehen werden. Belastungssituationen sind insoweit ein wesentlicher Grund. > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=20758
Unabhängig davon ist Gewalt ein Phänomen der gesamten Gesellschaft. Sogar das Rettungspersonal, Feuerwehrkräfte, Pflegekräfte und Polizisten sind zunehmend tätlichen Angriffen ausgesetzt.
Offensichtlich trägt übermäßiger Medienkonsum auch dazu bei, dass Aggressivität und Gewalt schon in Kindergärten und Schulen Einzug hält (siehe > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 239#p95239 ).

WernerSchell
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Neuss - Arzt alarmiert: Zahl der Gewaltopfer steigt

Beitrag von WernerSchell » 02.01.2018, 08:23

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 60#p101560

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 02.01.2018:

Neuss
Arzt alarmiert: Zahl der Gewaltopfer steigt

Bild
Die Gewaltbereitschaft nimmt offenbar zu; auch in Neuss. Ein Arzt setzt Notruf ab. FOTO: pixabay.com

Neuss. Bernhard J. Lamers vom Lukaskrankenhaus muss immer öfter Menschen mit Schuss- und Stichverletzungen operieren. Von Ludger Baten
Bernhard J. Lamers (55) wohnt nahe der Kardinal-Frings-Brücke. Wird er bei einem Notfall alarmiert, steht er in wenigen Minuten im Operationssaal im Neusser "Lukas". Das ist sein Beruf und seine Berufung. Dabei muss er sich immer öfter um Menschen kümmern, die nach gewalttätigen Übergriffen eingeliefert wurden.
Schuss- und Stichverletzungen sind ebenso operativ zu versorgen wie Notfallopfer, die brutal geschlagen oder getreten wurden. "Die Tendenz ist steigend", sagt der Leitende Arzt der Chirurgie I am städtischen Lukaskrankenhaus. Zwar gebe es keine wissenschaftlich belastbare Statistik, "aber mein Gefühl täuscht mich sicherlich nicht, auch wenn mein Weckruf auf subjektiven Erfahrungen beruht."

Der Arzt wünscht sich, dass Polizei, Justiz und Politik die Straftaten auch klar Benennen: "Wir Ärzte können Hilfe leisten, wenn etwas passiert ist. Was im sozialen und im präventiven Bereich getan werden muss, dass muss die Politik auf den Weg bringen." Die Gewaltübergriffe zu bagatellisieren, sei in seinen Augen aber der falsche Weg. "Downsizing" nennt Lamers das, was so viel wie "Verringerung" bedeutet.
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7295080

WernerSchell
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Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

Beitrag von WernerSchell » 03.01.2018, 08:16

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22439

Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg!

Bild

"Arzt alarmiert: Zahl der Gewaltopfer steigt". So ein Bericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) vom 02.01.2018. Bernhard J. Lamers, Leitender Arzt der Chirurgie I am Neusser Lukaskrankenhaus, muss sich immer öfter um Menschen kümmern, die nach gewalttätigen Übergriffen eingeliefert wurden. Schuss- und Stichverletzungen sind ebenso operativ zu versorgen wie Notfallopfer, die brutal geschlagen oder getreten wurden. "Die Tendenz ist steigend", sagte Lamers der NGZ. Der Arzt wünscht sich, dass Polizei, Justiz und Politik die Straftaten auch klar benennen: "Wir Ärzte können Hilfe leisten, wenn etwas passiert ist. Was im sozialen und im präventiven Bereich getan werden muss, dass muss die Politik auf den Weg bringen." Die Gewaltübergriffe zu bagatellisieren, sei in seinen Augen aber der falsche Weg (Quelle: > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7295080 ).

Bild Bild

Gewalt ist offensichtlich ein Phänomen der gesamten Gesellschaft geworden. Sogar das Rettungspersonal, Feuerwehrkräfte, Pflegekräfte und Polizisten sind zunehmend tätlichen Angriffen ausgesetzt. Silvester 2017 hat es erneut viele Angriffe auf Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute gegeben (Quelle: > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22438 ). Anscheinend trägt übermäßiger Medienkonsum auch dazu bei, dass Aggressivität und Gewalt schon in Kindergärten und Schulen Einzug hält (Quelle: http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=18265 ).

Der tausendfache Einsatz von Polizeibeamten und Ordnungskräften bei öffentlichen Veranstaltungen, Weihnachtsmärkten, Neujahrsfeiern usw. darf nicht zum Standard erhoben werden. Das kriminelle Verhalten unterschiedlicher Tätergruppen hat inzwischen den Charakter von Veranstaltungen und Festen verändert. Wer, so wird immer häufiger gefragt, feiert schon gerne hinter Absperrgittern?

Massiver Schutz durch Polizeibeamte und Ordnungskräfte, verbunden mit Absperrungen und intensiven Personenkontrollen, darf im gesellschaftlichen Miteinander nicht zum Standard werden! Verniedlichungen des Geschehens oder bloße Empörungen (mit standardisierten Sprechblasen) sind auch nicht wirklich hilfreich. Die verantwortlichen Politiker müssen endlich die immensen Fehlentwicklungen in dieser Gesellschaft aufgreifen und konsequent Folgerungen ziehen ("Ursache und Wirkung"). Der Rechtsstaat muss deutlich "klare Kante" zeigen; ggf. müssen auch die gesetzlichen Handlungsgrundlagen verschärft werden.


Bild
>>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22202

Werner Schell

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Pflegemängel erfordern Überlastungsanzeigen ...

Beitrag von WernerSchell » 17.02.2018, 07:39

Umgang mit Mängeln in Pflegeeinrichtungen - Buchtipp

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> http://www.wernerschell.de/Buchtipps/10 ... tungen.php
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22435


Der Pflegenotstand ist meistens für das Entstehen von Pflegemängeln direkt oder indirekt verantwortlich. Es ist daher wichtig, die diesbezüglichen unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen deutlich anzusprechen. Es gibt mittlerweile mehrere bei Youtube anschaubare Filme, die entsprechend informieren:
> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =6&t=21070

Bild

Die Statements von Werner Schell beim Neusser Pflegetreff am 21.10.2015 wurden in
Anwesenheit des Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe vorgetragen.
Der Filmbeitrag (7.30 Minuten) ist anschaubar unter
:
> https://youtu.be/qbyHRxX9ikk
Die wesentlichen Aussagen:
- Mehr Pflegepersonal - jetzt und nicht später!
- Mehr Zeit für Zuwendung und Pflege ermöglichen.
- Der im PSG II vorgesehene § 113c SGB XI, der ein Personalbemessungssystem anspricht, reicht nicht!
- Mängel müssen abgestellt werden, auch im Hinblick auf den Einsatz der Betreuungskräfte nach § 87b SGB XI.


+++
Siehe auch aktuell >
Pflegenotstand bleibt trotz Pflegereform bestehen -
Neusser Pflegetreff am 26.10.2016 verdeutlichte die Probleme

http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=21846

Bild

+++
Am 23.04.2017 bei Facebook gepostet:
Die Altenpflege geht auf dem Zahnfleisch ...
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22096

Weitere aktuelle Informationen zum Thema Mängel und Pflegenotstand unter:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22489
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22459
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =4&t=22504
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22474
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22463

+++
Die Zeitschrift "Kinderkrankenschwester" stellt in ihrer Ausgabe Februar 2018 den von mir aus aktuellem Anlass verfassten Beitrag "Gefährdungs- bzw. Überlastungsanzeigen sind Rechtspflicht und haftungsrechtliche Entlastungsgrundlage für die Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen" vor. Darin wird die Rechtslage zur Abgabe solcher Anzeigen unter Berücksichtigung verschiedener Gerichtsentscheidungen (u.a. dass hier vorliegende Urteil des Arbeitsgerichts Göttingen vom 14.12.2017) vorgestellt und ausführlich erläutert. Pflegekräfte sollten sich mit diesem Thema vertraut machen! >>> http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 77#p102177

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Neuss - In der Kinderklinik geht es immer aggressiver zu

Beitrag von WernerSchell » 22.02.2018, 07:54

Aus Forum:
http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... 93#p102393

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 22. Februar 2018:

Neuss
In der Kinderklinik geht es immer aggressiver zu

Neuss. Mitarbeiter des Lukaskrankenhauses berichten über zunehmende Anfeindungen in der Ambulanz. Der Securitydienst wurde erweitert.
Von Simon Janssen

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Für viele Ärzte und Helferinnen ist das mulmige Gefühl bei der Nachtschicht ein treuer Begleiter. Die Angst vor Beleidigungen, Drohungen oder sogar körperlichen Übergriffen arbeitet stets mit. Das ist auch im Neusser Lukaskrankenhaus nicht anders. Was dort jedoch besonders auffällig ist, sind die sich häufenden Vorkommnisse in der Kinderklinik-Ambulanz.
... (weiter lesen unter) ... http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... -1.7412822

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Gewalt gegen Rettungskräfte - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2018, 07:57

Buchtipp - Eine wichtige Veröffentlichung!

Janina Lara Dressler

Gewalt gegen Rettungskräfte
Eine kriminologische Großstadtanalyse
Reihe: Kriminalwissenschaftliche Schriften

Bild

Lit Verlag, Bd. 54, 2017
332 Seiten
ISBN 978-3-643-13681-7
39.90 EUR, 39.90 CHF


Gewalttätige Übergriffe stellen seit einiger Zeit nicht nur für Polizeivollzugsbeamte ein Problem dar, auch Mitarbeiter von Feuerwehr und Rettungsdiensten sehen sich zunehmend mit Gewalt und Aggression im Einsatz konfrontiert. Diese kriminologische Arbeit untersucht empirisch die Belastung der Rettungskräfte in Berlin, Hamburg, München und Köln hinsichtlich der Häufigkeit und Intensität von Angriffen. Erforscht werden auch entsprechende Täter- und Tattypologien mit ihren Motiven und Tathintergründen. Eine weitere Rolle spielen die Strafverfolgung sowie die Entwicklung von Präventionsansätzen.

Quelle und Informationen:
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-13681-7

+++
Siehe in diesem Forum auch folgende Beiträge:
> Gewalt gegen Rettungs- und Pflegekräfte / Prävention ... > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=18265
> Zunehmende Gewalt in Deutschland - Bagatellisierung ist der falsche Weg! > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =5&t=22439
> Studie: Gewalt in der Pflege ... mangelnde Prävention > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... =3&t=22292

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Verbale Gewalt gegen Feuerwehr nimmt zu

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2018, 08:09

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 10.03.2018 berichtete:

Neuss
Verbale Gewalt gegen Feuerwehr nimmt zu

Neuss. Der Landtagsabgeordnete Jörg Geerlings (CDU) hat sich mit Stefan Meuter, Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss, über zunehmende verbale Gewalt gegen Einsatzkräfte ausgetauscht. Mit unterschiedlichen Aktionen macht der Verband auf das Problem aufmerksam. "Dran bleiben, das Thema in der Bevölkerung platzieren, die Erfassung von Übergriffen verbessern und die Aus- und Weiterbildung in unseren Reihen anpassen", lautet das Motto des Vorsitzenden des Verbandes der Feuerwehren.
Ihm ist dabei klar, dass Respektlosigkeit und Gewalt gegen Amtsträger im Allgemeinen und Polizei, Feuerwehr und Einsatzkräften im Rettungsdienst im Besonderen ein gesellschaftliches Problem sind, das die Kommunen oder die Landesregierung und die betroffenen Bereiche nur begrenzt lösen können. Ursachen und Bedingungen zu erkennen und positiv zu ändern, sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nur in einem langfristigen Prozess nachhaltig erreichbar.
Meuter greift das Thema auch mit Blick auf die polizeiliche Kriminalitätsstatistik für das zweite Halbjahr 2017 in NRW auf. Demnach seien 204 Fälle erfasst, in denen Mitarbeiter der Feuerwehr oder sonstiger Kräfte Opfer von Straftaten wurden. Die Statistik führe insgesamt 305 Rettungskräfte - davon 185 Feuerwehrleute - auf, die in diesen Fällen Opfer meist vorsätzlicher einfacher Körperverletzung wurden. Die Studie zu "Gewalt gegen Einsatzkräfte" der Ruhruniversität Bochum, in deren Rahmen 4500 Rettungskräfte befragt wurden, gebe zwar keine Anzeichen auf vermehrte Attacken auf Rettungskräfte, doch tobe sich die körperliche Gewalt gegenüber Rettern tendenziell "brutaler" aus.
Die Frage ist allerdings, wie hoch die Dunkelziffer ist. "Ein Großteil der Fälle, vor allem verbale Gewalt gegen unsere Einsatzkräfte, wird nicht zur Anzeige gebracht oder gemeldet", teilt Meuter mit.
Um Übergriffe schnell melden zu können und statistisch zu erfassen, wurden Möglichkeiten erörtert. "Mit dem auf einer App basierten System zur Verfügbarkeitsanzeige unserer Einsatzkräfte könnten wir einen Baustein kreieren, in dem jede Einsatzkraft die Möglichkeit hat, Übergriffe zu melden", erklärt Meuter.
Quelle: NGZ >>> http://m.rp-online.de/nrw/staedte/neuss ... 3?mobile=1

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Gewalt in Krankenhäusern nimmt zu

Beitrag von WernerSchell » 17.03.2018, 08:10

Die Rheinische Post berichtete am 17. März 2018 in ihrer Düsseldorfer Ausgabe:

Düsseldorf
Gewalt in Krankenhäusern nimmt zu

Düsseldorf. Verbale Attacken gegen Ärzte und Pflegepersonal sind in den Düsseldorfer Kliniken inzwischen an der Tagesordnung. Die Häuser setzen vor allem auf Deeskalation. Auch die Stadt beklagt zunehmend Angriffe auf ihre Mitarbeiter.
Von Nicole Lange
Immer häufiger müssen sich Ärzte und Pflegepersonal in Düsseldorfer Krankenhäusern gegen verbale Attacken von Patienten wehren. Betroffene sehen einen Grund für das gestiegene Aggressionspotenzial in langen Wartezeiten, besonders in den Notaufnahmen.
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/due ... -1.7462132

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