NRW führt verpflichtende Vorschulklassen zur Sprachförderung ein

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NRW führt verpflichtende Vorschulklassen zur Sprachförderung ein

Beitrag von WernerSchell » 15.01.2026, 07:26

NRW führt verpflichtende Vorschulklassen zur Sprachförderung ein


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Fast ein Drittel der Schulanfänger versteht Deutsch nur unzureichend. NRW will das nun mit verpflichtender Sprachförderung ändern. NRW führt daher mit neuen sogenannten "ABC-Klassen" eine verpflichtende Sprachförderung schon vor der Grundschule ein. Ein entsprechendes Programm für bessere Bildungschancen haben am 13.01.2026 Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller (beide CDU) vorgestellt. Die Ergebnisse der jüngsten Schuleingangsuntersuchungen hätten gezeigt, "dass etwa ein Drittel der Kinder nicht über hinreichende deutsche Sprachkenntnisse verfügt, um später aktiv am Unterricht teilzunehmen", sagte Schulministerin Feller. Die Kinder benötigten deshalb eine gezielte Vorbereitung auf den Schulstart. Damit etwa ein Jahr Zeit für die Förderung vor der Einschulung bleibt, wird die Anmeldung zur Grundschule um etwa ein halbes Jahr vorgezogen - auf den Frühling des Jahres vor der Einschulung. Werden dabei Sprachdefizite festgestellt, müssen die Kinder verpflichtend sogenannte ABC-Klassen besuchen - und zwar für jeweils zweimal zwei Stunden in der Woche. Starten sollen die ABC-Klassen zum Schuljahr 2028/2029. Die vorgezogene Anmeldung zur Grundschule wird also erstmals im Frühjahr 2028 wirksam. Die Verantwortung für die neue Sprachförderung wird in die Hände der Schulen gelegt. Lehrpersonal der Grundschulen und dort tätige Sozialpädagogen sollen den Kindern dabei helfen, ihre Startchancen zu verbessern. Ziel sei es, dass alle Kinder mit den gleichen sprachlichen Voraussetzungen ihre Schullaufbahn beginnen, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst. Ohne ausreichende Sprachkompetenz "endet Bildung für viele Kinder, bevor sie so richtig begonnen hat", so Wüst. Schulbildung müsse ab dem ersten Tag ankommen - "unabhängig vom Elternhaus", sagte der Ministerpräsident. Als weitere Maßnahme will die Landesregierung die Möglichkeit schaffen, die Schuleingangsphase bei Kindern mit großem Förderbedarf von bisher zwei auf dann drei Jahre zu verlängern. Die Schulleitungen sollen schon vor Beginn des ersten Schuljahres individuell über die verlängerte Schuleingangsphase entscheiden können. Diese Förderung nennt sich "ABC Plus". Für die Umsetzung der ABC-Klassen will das Land den Kommunen zusätzliches Geld zur Verfügung stehen. Denn benötigt werden neben Personal wohl auch zusätzliche Räume. Außerdem werden Kosten für den Transport der Kinder von den Kitas zu den ABC-Klassen anfallen. - Quelle und weitere Informationen WDR-Bericht vom 13.01.2026 > https://www1.wdr.de/nachrichten/landesp ... w-100.html Der Newsletter der NGZ vom 14.01.2026 informierte auch zum Thema: Die Einschulung ist für Kinder ein großer und aufregender Tag. Wenn es allerdings beim Sprachvermögen hapert, drohen Jungen und Mädchen schnell den Anschluss zu verlieren. Es entstehen Probleme, die sich im schlimmsten Fall durch die gesamte Schulzeit ziehen. Ab dem Schuljahr 2028/2029 will das Land nun sogenannte ABC-Klassen einführen. Wenn bei der Schulanmeldung Sprachdefizite auffallen, soll in diesen verpflichtenden Förderklassen gegengesteuert werden. Um die nötigen Räumlichkeiten, den Transport der Kinder und die Lernmaterialien kümmern sich die Kommunen.

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Und wie sieht es im Rahmen der gebotenen Integration mit der Sprachkompetenz der Eltern aus? - Muss es nicht insoweit auch verpflichtende Sprachkurse geben? - Allein die Kinder zu fördern, reicht möglicherweise nicht aus!

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