"Mehr Personal, bessere Pflege" - NGZ-Bericht vom 11.08.2010 - Aussagen weiter aktuell!
Verfasst: 05.01.2026, 07:22
"Mehr Personal, bessere Pflege"
NGZ-Bericht vom 11.08.2010 - Aussagen weiter aktuell!
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und das gilt für jeden, ob das jetzt alte Menschen sind oder Kinder – das zählt für jeden.

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Neuss
"Mehr Personal, bessere Pflege"
Neuss (NGZO) Interview mit Werner Schell: Der Erfttaler Werner Schell ist Vorstand des Selbsthilfenetzwerks "Pro Pflege" und scharfer Kritiker des aktuellen Pflegesystems.
Einschub Moderation - Beiträge zu den Mängeln in den Caritas-Pflegeeinrichtungen in Mönchengladbach nachlesbar unter
Pflegefehler / Missstände in einem Altenheim .... > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... hp?t=14377
Nach Pflegepannen in zwei Mönchengladbacher Caritas-Heimen im vergangenen Monat mit einem Toten forderte der Pflegeexperte der CDU im Bundestag, Willi Zylajew, dass jedes Heim fünf Mal im Jahr unangemeldet überprüft werden müsse. Widerspruch kommt von Werner Schell aus Erfttal, Buchautor und engagierter Vorstand des Selbsthilfenetzwerkes "Pro Pflege".

Das deutsche Pflegesystem ist sein Thema: der Erfttaler Werner Schell, Buchautor und Motor des Selbsthilfenetzwerkes "Pro Pflege". NGZ-Foto: A. Woitschützke
Herr Schell, Sie kämpfen seit Jahren für bessere Bedingungen im Pflegebereich. Wie stehen Sie zu der Forderung des CDU-Experten nach mehr Prüfungen der Heime zur Qualitätsverbesserung ?
Werner Schell: Diese Forderung halte ich für falsch und kontraproduktiv. Die wirklichen Bedürfnisse werden durch einen derartigen Prüfungsaktionismus nahezu ausgeblendet. Wir brauchen vielmehr eine grundlegende Pflegereform an "Haupt und Gliedern". Mit noch mehr Prüfungen und der Erhöhung von Druck auf das Personal werden wir es nicht schaffen, bessere Pflegevoraussetzungen zu schaffen.
Was schlagen Sie stattdessen vor?
Schell: Ich halte es für sinnvoll, die verschiedenen Prüfungsinstanzen, wie Heimaufsicht, Medizinischer Dienst, Brandaufsicht oder Staatliches Amt für Arbeitsschutz bei einer Institution zu konzentrieren. Das ist auch kostengünstiger. Die Prüfungen selbst sollten in die Zuständigkeiten einer staatlichen Behörde verlagert werden.
Die Prüfungen und die Benotungen, zum Beispiel durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, sind nicht unumstritten. Wie ist Ihre Meinung?
Schell: Die maßgeblichen Transparenzvereinbarungen und Bewertungskriterien sind bundesweit heftig umstritten. Eine grundlegende Überarbeitung erscheint überfällig mit dem Ziel, allein die Ergebnisqualität in den Vordergrund der Gesamtbenotung zu stellen. In einer der besagten Mönchengladbacher Einrichtung gab es erhebliche Mängel in der Pflege, sie hatte aber im Juni 2010 gleichwohl die sagenhafte Schulnote 1,4 bekommen. Allein dieses Beispiel zeigt, wie sinnlos Prüfungen sein können, wenn die Pflege-Rahmenbedingungen nicht stimmen oder Führungskräfte versagen.
In den Pflegeeinrichtungen klagen viele Mitarbeiter über den großen Zeitaufwand für die vorgeschriebenen, umfangreichen Dokumentationen von Pflegeleistungen. Zu Recht?
Schell: Der Umfang der Dokumentationserfordernisse ist beachtlich und kann den Pflegekräften, die eigentlich lieber am Menschen tätig werden wollen, keine große Freude bereiten. Allerdings muss eine gute Pflege geplant und ausreichend schriftlich dokumentiert werden, so dass an den umfänglichen Schreibarbeiten kaum vorbei zu kommen ist. Wenn aber – systemisch bedingt – solche Schriftdokumentationen für erforderlich erachtet werden, dann muss auch zwangsläufig die Personalausstattung dem gerecht werden. Und das ist genau nicht der Fall.
Was muss also geschehen?
Schell: Für die Pflegekräfte fordern wir alle mehr Wertschätzung und Anerkennung. Wir sollten das Geld, dass wir durch zu viele Prüfungen bei den Heimaufsichten und dem MDK verplempern, in mehr Personal investieren. Dann gibt es auch mehr Zuwendung für die Bewohner – und deren Zufriedenheit und die Qualität der Ergebnisse steigen. Ich halte eine Personalaufstockung um rund 20 Prozent für geboten.
Und was sollte in den Einrichtungen selbst geändert werden?
Schell: Pflegemängel treten fast ausnahmslos dort auf, wo es Defizite in der Führung gibt. Der Spruch, "der Fisch stinkt vom Kopf", bringt die Probleme auf den Punkt. Fortbildung und Weiterqualifizierung der Führungskräfte sollte man daher intensiver im Blick haben. Ferner sollte das Beschwerdemanagement in den Einrichtungen gestärkt werden. Mitarbeiter müssen ihre Vorschläge und Beschwerden vortragen können, ohne Nachteile befürchten zu können.
Was erwarten Sie in nächster Zeit von der Pflegepolitik?
Schell: Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht eine grundlegende Pflegereform vor, in deren Mittelpunkt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff stehen soll. "Pro Pflege" hat bereits weitere Vorschläge unterbreitet und wird diese beim nächsten Pflegetreff am 16. November diskutieren. Willi Zylajew hat bereits seine Teilnahme zugesagt.
Klaus D. Schumilas führte das Gespräch.
Bericht NGZ: > https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-12688867 - Quelle (Auszug): https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 884#p53884

Quelle: https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... pflege.php

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Siehe auch:
„Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1551
Die Zeitschrift „carekonkret“ machte in ihrer Ausgabe vom 20.02.2026 darauf aufmerksam: „Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ (Beitrag mit dem Titel „Pflege braucht Entscheidungen – nicht noch mehr Modelle“). Dort wird im Übrigen Prof. Rothgang wie folgt zitiert: „Die Hütte brennt und alle gucken zu“. Zugucken und nicht das Richtige tun, scheint die Devise seit Jahrzehnten. Denn bereits 2010 habe ich in einem Interview mit der NGZ die klare Botschaft geäußert: „Mehr Personal – bessere Pflege“. Die politisch Verantwortlichen haben aus den damaligen – offensichtlich bis heute fortgeltenden - Handlungsempfehlungen keine hilfreichen Folgerungen gezogen. Die Leidtragenden sind die alten und pflegebedürftigen Menschen.
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Eine Reform der Pflege wird heiß diskutiert. Elke Bunjes arbeitet seit über 20 Jahren in der Seniorenpflege. Im Interview mit der NGZ erklärt sie, wie die Zukunft ihres Berufs aussehen muss – und was gute Pflege ausmacht. Die NGZ / RP berichtete am 28.02.2026 über das Interview unter dem Titel „Pflegekräfte müssen selbstbewusster auftreten“. Ein Hinweis zu diesem Text wurde auch bei Facebook eingestellt (> https://www.facebook.com/ngz.neuss ). Dazu wurde von hier angemerkt: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen dringend verbessert werden. Dies liegt nicht nur im Interesse der Pflegenden, sondern v.a. im Interesse der pflegebedürftigen Menschen. Bereits vor über 20 Jahren habe ich daher formuliert: „Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1551 Dem ist bis heute nicht entsprochen worden, obwohl sich die Vergütungen der Pflegekräfte deutlich verbessert haben. Gleichwohl gibt es zunehmend Probleme in der pflegerischen Versorgung. Die Menschen in NRW, aber auch in anderen Ländern, verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung. Eine aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt Erwartungen an eine große Pflegereform. … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1542 Insoweit gab es von hier am 06.01.2026 ein umfängliches Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium u.a. - Die Forderung: Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1515 – Es besteht nach all dem keine Veranlassung, irgendetwas schön zu reden. Vielmehr müssen alle Kräfte gebündelt werden, um die zunehmende Zahl pflegebedürftiger Menschen gut zu versorgen. Die NGZ / RP wurde wiederholt auf die Mängel im System aufmerksam gemacht und angeregt, im Rahmen eines Interwies mit mir darüber zu berichten. - Werner Schell
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Einer Diskussion zum o.a. Thema bei Facebook > https://www.facebook.com/werner.schell.7 konnte folgender Text angefügt werden:
Es ist schwierig, aktuell geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Die Abbrecherquote an den Ausbildungseinrichtungen ist hoch. Ausgebildete Fachkräfte drängen überwiegend in die stationäre Krankenversorgung und nicht in die Pflegeeinrichtungen. Die Versäumnisse der zurückliegenden Jahrzehnte werden immer deutlicher und die insoweit gebotene politische Einsicht ist sehr bescheiden. Ich frage mich, warum man die (seit mindestens 2000) gegebenen Hinweise nicht zeitgerecht berücksichtigt hat. Ich habe z.B. am 13.5.2014 Handlungsempfehlungen (85 Seiten!) vorgestellt und u.a. im Bundesgesundheitsministerium näher erläutert. ... > https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... se2014.pdf Hat alles nicht geholfen, weil man "oben" offensichtlich anhaltend unbelehrbar ist. - Werner Schell
NGZ-Bericht vom 11.08.2010 - Aussagen weiter aktuell!
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Und das gilt für jeden, ob das jetzt alte Menschen sind oder Kinder – das zählt für jeden.
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Neuss
"Mehr Personal, bessere Pflege"
Neuss (NGZO) Interview mit Werner Schell: Der Erfttaler Werner Schell ist Vorstand des Selbsthilfenetzwerks "Pro Pflege" und scharfer Kritiker des aktuellen Pflegesystems.
Einschub Moderation - Beiträge zu den Mängeln in den Caritas-Pflegeeinrichtungen in Mönchengladbach nachlesbar unter
Pflegefehler / Missstände in einem Altenheim .... > http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... hp?t=14377
Nach Pflegepannen in zwei Mönchengladbacher Caritas-Heimen im vergangenen Monat mit einem Toten forderte der Pflegeexperte der CDU im Bundestag, Willi Zylajew, dass jedes Heim fünf Mal im Jahr unangemeldet überprüft werden müsse. Widerspruch kommt von Werner Schell aus Erfttal, Buchautor und engagierter Vorstand des Selbsthilfenetzwerkes "Pro Pflege".

Das deutsche Pflegesystem ist sein Thema: der Erfttaler Werner Schell, Buchautor und Motor des Selbsthilfenetzwerkes "Pro Pflege". NGZ-Foto: A. Woitschützke
Herr Schell, Sie kämpfen seit Jahren für bessere Bedingungen im Pflegebereich. Wie stehen Sie zu der Forderung des CDU-Experten nach mehr Prüfungen der Heime zur Qualitätsverbesserung ?
Werner Schell: Diese Forderung halte ich für falsch und kontraproduktiv. Die wirklichen Bedürfnisse werden durch einen derartigen Prüfungsaktionismus nahezu ausgeblendet. Wir brauchen vielmehr eine grundlegende Pflegereform an "Haupt und Gliedern". Mit noch mehr Prüfungen und der Erhöhung von Druck auf das Personal werden wir es nicht schaffen, bessere Pflegevoraussetzungen zu schaffen.
Was schlagen Sie stattdessen vor?
Schell: Ich halte es für sinnvoll, die verschiedenen Prüfungsinstanzen, wie Heimaufsicht, Medizinischer Dienst, Brandaufsicht oder Staatliches Amt für Arbeitsschutz bei einer Institution zu konzentrieren. Das ist auch kostengünstiger. Die Prüfungen selbst sollten in die Zuständigkeiten einer staatlichen Behörde verlagert werden.
Die Prüfungen und die Benotungen, zum Beispiel durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, sind nicht unumstritten. Wie ist Ihre Meinung?
Schell: Die maßgeblichen Transparenzvereinbarungen und Bewertungskriterien sind bundesweit heftig umstritten. Eine grundlegende Überarbeitung erscheint überfällig mit dem Ziel, allein die Ergebnisqualität in den Vordergrund der Gesamtbenotung zu stellen. In einer der besagten Mönchengladbacher Einrichtung gab es erhebliche Mängel in der Pflege, sie hatte aber im Juni 2010 gleichwohl die sagenhafte Schulnote 1,4 bekommen. Allein dieses Beispiel zeigt, wie sinnlos Prüfungen sein können, wenn die Pflege-Rahmenbedingungen nicht stimmen oder Führungskräfte versagen.
In den Pflegeeinrichtungen klagen viele Mitarbeiter über den großen Zeitaufwand für die vorgeschriebenen, umfangreichen Dokumentationen von Pflegeleistungen. Zu Recht?
Schell: Der Umfang der Dokumentationserfordernisse ist beachtlich und kann den Pflegekräften, die eigentlich lieber am Menschen tätig werden wollen, keine große Freude bereiten. Allerdings muss eine gute Pflege geplant und ausreichend schriftlich dokumentiert werden, so dass an den umfänglichen Schreibarbeiten kaum vorbei zu kommen ist. Wenn aber – systemisch bedingt – solche Schriftdokumentationen für erforderlich erachtet werden, dann muss auch zwangsläufig die Personalausstattung dem gerecht werden. Und das ist genau nicht der Fall.
Was muss also geschehen?
Schell: Für die Pflegekräfte fordern wir alle mehr Wertschätzung und Anerkennung. Wir sollten das Geld, dass wir durch zu viele Prüfungen bei den Heimaufsichten und dem MDK verplempern, in mehr Personal investieren. Dann gibt es auch mehr Zuwendung für die Bewohner – und deren Zufriedenheit und die Qualität der Ergebnisse steigen. Ich halte eine Personalaufstockung um rund 20 Prozent für geboten.
Und was sollte in den Einrichtungen selbst geändert werden?
Schell: Pflegemängel treten fast ausnahmslos dort auf, wo es Defizite in der Führung gibt. Der Spruch, "der Fisch stinkt vom Kopf", bringt die Probleme auf den Punkt. Fortbildung und Weiterqualifizierung der Führungskräfte sollte man daher intensiver im Blick haben. Ferner sollte das Beschwerdemanagement in den Einrichtungen gestärkt werden. Mitarbeiter müssen ihre Vorschläge und Beschwerden vortragen können, ohne Nachteile befürchten zu können.
Was erwarten Sie in nächster Zeit von der Pflegepolitik?
Schell: Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sieht eine grundlegende Pflegereform vor, in deren Mittelpunkt ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff stehen soll. "Pro Pflege" hat bereits weitere Vorschläge unterbreitet und wird diese beim nächsten Pflegetreff am 16. November diskutieren. Willi Zylajew hat bereits seine Teilnahme zugesagt.
Klaus D. Schumilas führte das Gespräch.
Bericht NGZ: > https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-12688867 - Quelle (Auszug): https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 884#p53884

Quelle: https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... pflege.php
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Siehe auch:
„Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1551
Die Zeitschrift „carekonkret“ machte in ihrer Ausgabe vom 20.02.2026 darauf aufmerksam: „Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ (Beitrag mit dem Titel „Pflege braucht Entscheidungen – nicht noch mehr Modelle“). Dort wird im Übrigen Prof. Rothgang wie folgt zitiert: „Die Hütte brennt und alle gucken zu“. Zugucken und nicht das Richtige tun, scheint die Devise seit Jahrzehnten. Denn bereits 2010 habe ich in einem Interview mit der NGZ die klare Botschaft geäußert: „Mehr Personal – bessere Pflege“. Die politisch Verantwortlichen haben aus den damaligen – offensichtlich bis heute fortgeltenden - Handlungsempfehlungen keine hilfreichen Folgerungen gezogen. Die Leidtragenden sind die alten und pflegebedürftigen Menschen.
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Eine Reform der Pflege wird heiß diskutiert. Elke Bunjes arbeitet seit über 20 Jahren in der Seniorenpflege. Im Interview mit der NGZ erklärt sie, wie die Zukunft ihres Berufs aussehen muss – und was gute Pflege ausmacht. Die NGZ / RP berichtete am 28.02.2026 über das Interview unter dem Titel „Pflegekräfte müssen selbstbewusster auftreten“. Ein Hinweis zu diesem Text wurde auch bei Facebook eingestellt (> https://www.facebook.com/ngz.neuss ). Dazu wurde von hier angemerkt: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen dringend verbessert werden. Dies liegt nicht nur im Interesse der Pflegenden, sondern v.a. im Interesse der pflegebedürftigen Menschen. Bereits vor über 20 Jahren habe ich daher formuliert: „Mehr Personal bedeutet bessere Pflege“ … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1551 Dem ist bis heute nicht entsprochen worden, obwohl sich die Vergütungen der Pflegekräfte deutlich verbessert haben. Gleichwohl gibt es zunehmend Probleme in der pflegerischen Versorgung. Die Menschen in NRW, aber auch in anderen Ländern, verlieren das Vertrauen in die Pflegeversorgung. Eine aktuelle Allensbach-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt Erwartungen an eine große Pflegereform. … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1542 Insoweit gab es von hier am 06.01.2026 ein umfängliches Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium u.a. - Die Forderung: Pflegenotstand auflösen - Pflegekatastrophe vermeiden! … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1515 – Es besteht nach all dem keine Veranlassung, irgendetwas schön zu reden. Vielmehr müssen alle Kräfte gebündelt werden, um die zunehmende Zahl pflegebedürftiger Menschen gut zu versorgen. Die NGZ / RP wurde wiederholt auf die Mängel im System aufmerksam gemacht und angeregt, im Rahmen eines Interwies mit mir darüber zu berichten. - Werner Schell
+++
Einer Diskussion zum o.a. Thema bei Facebook > https://www.facebook.com/werner.schell.7 konnte folgender Text angefügt werden:
Es ist schwierig, aktuell geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Die Abbrecherquote an den Ausbildungseinrichtungen ist hoch. Ausgebildete Fachkräfte drängen überwiegend in die stationäre Krankenversorgung und nicht in die Pflegeeinrichtungen. Die Versäumnisse der zurückliegenden Jahrzehnte werden immer deutlicher und die insoweit gebotene politische Einsicht ist sehr bescheiden. Ich frage mich, warum man die (seit mindestens 2000) gegebenen Hinweise nicht zeitgerecht berücksichtigt hat. Ich habe z.B. am 13.5.2014 Handlungsempfehlungen (85 Seiten!) vorgestellt und u.a. im Bundesgesundheitsministerium näher erläutert. ... > https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzw ... se2014.pdf Hat alles nicht geholfen, weil man "oben" offensichtlich anhaltend unbelehrbar ist. - Werner Schell