Vorsorge für den Katastrophenfall - Ratgeber informiert

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WernerSchell
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Hochwasser - Risiken abschätzen!

Beitrag von WernerSchell » 27.04.2025, 08:50

Hochwasser - Risiken abschätzen!
Bericht der Rheinischen Post / NGZ 26.04.2025 zeigt Check-Möglichkeiten auf und macht auf Internetinformationen unter > https://hochwasser-app.nrw aufmerksam!

Hochwasser Check RP 26042025.jpg
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WernerSchell
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Abschaffung des Heizungsgesetzes und eine Verbilligung der Heizkosten ist angesagt

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2025, 14:16

Abschaffung des Heizungsgesetzes und eine Verbilligung der Heizkosten ist angesagt

Der nachfolgende Text ist aktuell bei Facebook nachlesbar (Gerhard Lenz):
 „72% oder 30 Millionen der insgesamt 42 Millionen Wohnungen in Deutschland werden mit Gas oder Öl beheizt (Stand 2023). Der Bundeskanzler will nun nach eigener Aussage Gas und Öl so teuer machen, dass die Bürger sich das Heizen mit fossilen Energieträgern zukünftig nicht mehr leisten können. Diese künstliche Verteuerung betrifft einen Großteil der deutschen Haushalte und führt zu einer weiteren Verringerung von Kaufkraft und Vermögensbildung. Ist das die Politik, die von den Bürgern gewählt wurde?“
Wenn die Angaben und die Unionsabsichten zutreffen, muss energisch widersprochen werden. Bereits jetzt sind die Heizungskosten dank links-grüner Ampel hoch und für viele – neben steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten - mehr als belastend. Eine schnelle Abschaffung des Heizungsgesetzes und eine Verbilligung der Heizkosten ist angesagt. Wenn das die Union nicht schnellstmöglich auf die Reihe bekommt, wird sie für Bürgerinnen und Bürger in der politischen Mitte nicht mehr als wählbar erscheinen. – Da hier vor nicht allzu langer Zeit eine neue Gasheizung installiert wurde, gilt es, über zukünftige Wahlentscheidungen nachzudenken!

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Vorsorge in Zeiten des Klimawandels: Pakt für Hochwasserschutz

Beitrag von WernerSchell » 12.02.2026, 07:15

Die Landesregierung
Nordrhein-Westfalen



Vorsorge in Zeiten des Klimawandels: Landesregierung unterzeichnet Pakt für Hochwasserschutz mit allen Beteiligten
Land, Kommunen und Wasserverbände vereinbaren schnellere Verfahren und klare Finanzierungsperspektive



Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit

Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen. Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken. Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.

Weitere Informationen:
Zum Pakt für Hochwasserschutz: https://www.umwelt.nrw.de/system/files/ ... tz_nrw.pdf
Karte der Flusseinzugsgebiete in NRW zum Download:
https://www.umwelt.nrw.de/bild/flusseinzugsgebiete-nrw
Fotos der Unterzeichnung im Laufe des Tages zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... schutz-nrw
Fotos des Modellprojekts „HaLiMa“ zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... kts-halima
Aktueller Landtagsbericht zum Umsetzungsstand des 10-Punkte-Arbeitsplans: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/d ... 8-3984.pdf
Pressemitteilung: Land baut Pegelnetz aus
https://www.umwelt.nrw.de/land-baut-peg ... -der-suelz
Mehr zum Thema Hochwasserschutz: www.umwelt.nrw.de/hochwasserschutz
Mehr zum Pakt für Hochwasserschutz: Hochwasserschutz: https://www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt ... schutz-nrw

Flächensicherung im Konsens

Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln

Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung

Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken. Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit
Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen. Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken. Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.

Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit
Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen. Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken. Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.

Weitere Informationen:
Zum Pakt für Hochwasserschutz: https://www.umwelt.nrw.de/system/files/ ... tz_nrw.pdf
Karte der Flusseinzugsgebiete in NRW zum Download:
https://www.umwelt.nrw.de/bild/flusseinzugsgebiete-nrw
Fotos der Unterzeichnung im Laufe des Tages zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... schutz-nrw
Fotos des Modellprojekts „HaLiMa“ zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... kts-halima
Aktueller Landtagsbericht zum Umsetzungsstand des 10-Punkte-Arbeitsplans: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/d ... 8-3984.pdf
Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit
Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen. Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken. Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.

Weitere Informationen:
Zum Pakt für Hochwasserschutz: https://www.umwelt.nrw.de/system/files/ ... tz_nrw.pdf
Karte der Flusseinzugsgebiete in NRW zum Download:
https://www.umwelt.nrw.de/bild/flusseinzugsgebiete-nrw
Fotos der Unterzeichnung im Laufe des Tages zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... schutz-nrw
Fotos des Modellprojekts „HaLiMa“ zum Download: https://www.umwelt.nrw.de/bildergalerie ... kts-halima
Aktueller Landtagsbericht zum Umsetzungsstand des 10-Punkte-Arbeitsplans: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/d ... 8-3984.pdf
Pressemitteilung: Land baut Pegelnetz aus
https://www.umwelt.nrw.de/land-baut-peg ... -der-suelz
Mehr zum Thema Hochwasserschutz: www.umwelt.nrw.de/hochwasserschutz
Mehr zum Pakt für Hochwasserschutz: Hochwasserschutz: https://www.umwelt.nrw.de/themen/umwelt ... schutz-nrw
https://www.land.nrw/pressemitteilung/v ... -pakt-fuer

Quelle: Pressemitteilung vom 09.02.2026 >>> https://www.land.nrw/pressemitteilung/v ... -pakt-fuer


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Hochwasserschutz - Die NGZ berichtete am 10.02.2026 über den NRW-Pakt

Hochwasserschutz NRWPakt NGZ 10022026.jpg
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WernerSchell
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Hochwasserschutz für den Stadtteil Neuss-Erfttal

Beitrag von WernerSchell » 16.02.2026, 08:23

Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
16.02.2026

An den Bürgermeister der Stadt Neuss


Sehr geehrter Herr Breuer,
sehr geehrte Damen und Herren,

das Land NRW hat vor wenigen Tagen im Zusammenwirken mit den Kommunen einen Pakt zum Hochwasserschutz vorgestellt … > https://www.land.nrw/pressemitteilung/v ... -pakt-fuer
Ich nehme diesen Pakt zum Anlass, auf die bereits vor Jahren beschriebene Hochwassergefahr für Neuss-Erfttal aufmerksam zu machen und zu fragen, was nun diesbezüglich geplant ist. Dabei wird u.a. der Norfbach eine Rolle spielen.

Der Norfbach hat offensichtlich eine Bedeutung dabei, große Wassermengen, z.B. bei Starkregen, in die Erft bzw. in den Rhein abzuleiten. Diese Ableitung ist aber gefährdet, weil der Norfbach teilweise überhaupt kein Wasser führt und daher ein ständiger Abtransport von Laub, Ästen, Müll usw. kaum möglich ist. Hindernisse können sich schnell – vor allem an Engstellen – auftürmen und bei Starkregen zu einem gefährlichen Stau beitragen. Diesen und anderen Gefahrensituationen muss vorgebeugt werden.

Ich frage an, was nun seitens der Stadt Neuss – auch mit Rücksicht auf den NRW-Hochwasserschutzpakt – geplant ist.
Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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