Demenz - Prävention hilfreich, keine Ängste schüren ...

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Cholesterinsenker und die Probleme

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2023, 07:07

Cholesterinsenker und die Probleme


Zahlreichen (v.a. älteren) Patienten werden zur Cholesterinsenkung Präparate mit Statinen verordnet. Diese Cholesterinsenker sind zwar mit Blick auf Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugend wirksam, können aber auch erhebliche Nebenwirkungen, wie z.B. Muskelbeschwerden / Entzündungen, auslösen. Darüber wird leider zu wenig aufgeklärt, so dass manche nicht seltene Beschwerdeproblematik nicht richtig eingeschätzt und die Ursache, die Arzneimittelnebenwirkung, außer Acht gelassen wird.
Es wird daher allen Patienten, denen Cholesterinsenker verschrieben werden, empfohlen, den "Beibackzettel" gründlich auszuwerten und im eigenen Interessen sorgsam auf eventuelle Nebenwirkungen zu achten. Es wäre dann geboten, mit dem behandelnden Arzt über eine Veränderung der Medikation zu sprechen (siehe dazu > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 8319#p8319 ). Dabei wäre auch zu berücksichtigen, dass eine Umstellung der Ernährung - unter Umständen auch ohne Medikamente - eine hilfreiche Senkung der Cholesterinwerte bewirken kann (siehe insoweit > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 8320#p8320 ). Dabei kann die Buchveröffentlichung "Cholesterin und Fett-Ampel" nützliche Infos liefern … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 8334#p8334



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Daher:

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Eigenvorsorge auch mit Blick auf Demenz ...

Beitrag von WernerSchell » 16.05.2023, 09:56

In den sozialen Medien gepostet:

Aktuelle Studienergebnisse weisen darauf hin, dass man in der Anfangsphase einer Alzheimer-Erkrankung mit Amyloid-Antikörpern Erfolge erzielen kann. Darüber berichtete "DocFischer" in der Sendung am 15.05.2023 (Beitrag rd. 20 Min. - abrufbar bis 14.05.2028 unter > https://www.ardmediathek.de/video/doc-f ... zE4NTc2NDM ). Fakt ist aber, dass die therapeutischen Möglichkeiten bei einer Demenzerkrankung eher bescheiden sind und, wenn überhaupt, nur eine eingeschränkte Verzögerung der Krankheitssymptome bieten können. Von hier wird daher seit Jahren empfohlen, einer Demenzerkrankung (und gleichzeitig auch anderen Erkrankungen) durch eine gesunde Lebensführung vorzubeugen. Zahlreiche Studien belegen diese Wirkmechanismen. Insoweit gibt es Informationen unter > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=5&t=78 Dazu habe ich auch in einem Statement beim Neusser Seniorentag am 11.05.2025 berichtet. Leider wird in unserem Gesundheitssystem der Eigenvorsorge durch Prävention zu wenig Bedeutung beigemessen. Dies ist eigentlich unverständlich, weil in § 1 SGB V die Verantwortung der Versicherten für eine Eigenvorsorge ausdrücklich allen nachfolgenden Leistungsansprüchen voran gestellt wurde.

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Meta-Analyse: Pflanzliche Kost führt zu besseren Cholesterinwerten

Beitrag von WernerSchell » 27.05.2023, 07:07

Deutsches Ärzteblatt vom 26.05.2023:

Meta-Analyse: Pflanzliche Kost führt zu besseren Cholesterinwerten


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Kopenhagen – Vegetarische oder vegane Diäten können bereits nach kurzer Zeit die Cholesterinwerte senken, was sich langfristig günstig auf die Atherosklerose und die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken könnte. Erfreulich ist laut einer Meta-Analyse im European Heart Journal (2023; DOI: 10.1093/eurheartj/ehad211) auch ein Rückgang von Apolipoprotein B.
Der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit wird selten in randomisierten Studien untersucht, da nur wenige Menschen bereit sind, die Art ihrer Ernährung langfristig einem Losentscheid zu überlassen. In den letzten 40 Jahren wurden jedoch 30 Studien durchgeführt, in denen die kurzfristigen Auswirkungen auf die Lipidparameter untersucht wurden.
Cholesterin und insbesondere das LDL-Cholesterin sind ein wesentlicher Risikofaktor für die Atherosklerose, die den meisten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegt. Die ersten Beweise lieferten klinische Studien zu Statinen. Dort erlitten Patienten, die mit einem Statin behandelt wurden und deren LDL-Cholesterin in der Folge sank, seltener Herz-Kreislauf-Ereignisse.
In den letzten Jahren sind Beweise durch genomweite Assoziationsstudien hinzugekommen. Dort wurden Genvarianten entdeckt, die den Cholesterinwert beeinflussen. Diese Genvarianten waren für sich genommen ebenfalls mit einem niedrigeren Risiko auf atherosklerotische Erkrankungen assoziiert. Mit einer sogenannten Mendelschen Randomisierung lässt sich dann beweisen, dass ein niedriger LDL-Wert vor Herz-Kreislauf-Ereignissen schützt.
Es ist deshalb ein günstiges Zeichen, wenn eine Umstellung der Ernährung das LDL-Cholesterin senkt. Die Auswertung der 30 Studien zeigt, dass eine vegetarische oder vegane Ernährung hier einen Beitrag leisten kann.

… (weiter lesen unter) … > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e

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Gibt es eine Formel der Langlebigkeit?

Beitrag von WernerSchell » 18.08.2023, 06:48

Gibt es eine Formel der Langlebigkeit?

Peter Spork hat dazu in seinem Newsletter vom 18.08.2023 u.a. die nachfolgenden Hinweise gegeben und dabei nochmals verdeutlicht, was seit Jahren bekannt ist:
"Die Alternsforschung fand heraus, dass der bloße Text der DNA, also die Varianten sogenannter Methusalem-Gene, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben, nur zu maximal einem Viertel zu unserer Lebenserwartung beitragen. Der Rest dürfte von unserer Vergangenheit und dem Lebensstil der Gegenwart geprägt werden. Und beides wirkt, indem es die Art beeinflusst, wie unsere Gene reguliert werden."
Es wird zur Zeit in vielfältiger Weise zum Thema Langlebigkeit bzw. Geheimnis der Superalten geforscht. Dabei wurden bereits einige interessante Erkenntnisse gewonnen. Aber des "Rätsels-Lösung" steht noch aus.

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Neue S3-Leitlinie Demenz erschienen

Beitrag von WernerSchell » 05.12.2023, 07:47

Übernahme aus Forum > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 853#p10853


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Eine frühe Diagnose kann den Unterschied machen: Neue S3-Leitlinie Demenz erschienen

1,6 Millionen Menschen *) sind in Deutschland aktuell an einer Demenz erkrankt. Ihnen die optimale Therapie zu ermöglichen, ist das Ziel der jetzt neu erarbeiteten Behandlungsempfehlungen. Die neue S3-Leitlinie Demenzen wurde unter gemeinsamer Federführung von DGN und DGPPN erarbeitet. Sie umfasst insgesamt 109 Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Demenzen.

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Oft betrifft eine Demenz zunächst das Gedächtnis – erst das Kurz- und dann das Langzeitgedächtnis. Betroffene haben aber auch Probleme mit Aufmerksamkeit, Sprache, Denkvermögen und Orientierungssinn. Aktuell sind 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz erkrankt, bis zum Jahr 2050 könnten es 2,8 Millionen sein. Mit einem Anteil von etwa 65 % ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Form der Demenz. Etwa 15% sind vaskulär, d. h. gefäßbedingt. Bei einem Teil der Betroffenen liegt eine Kombination dieser Erkrankungen vor. Seltener sind frontotemporale Demenzen, sie betreffen meist Personen, die jünger sind als 65 Jahre.

Eine Demenz ist nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Angehörigen eine große Belastung. Sie ist nicht heilbar. Mit der optimalen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung kann ihr Fortschreiten aber verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen verbessert werden.

Wissenschaftlich basierte Therapieempfehlungen

Die jetzt neu erschienene S3-Leitlinie Demenzen fasst die Empfehlungen für eine optimale Versorgung zusammen. Sie wurde unter gemeinsamer Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Dafür wurden alle relevanten Untersuchungen und Studien zum Thema zusammengetragen und gesichtet. Mehr als 30 Delegierte aller Fachrichtungen sowie Angehörige und Betroffene haben die Ergebnisse anschließend diskutiert und gemeinsame Empfehlungen formuliert.

„Die neue Leitlinie macht umfassende Empfehlungen für die ganzheitliche Behandlung der erkrankten Menschen“, erläutert der Psychiater Prof. Dr. Frank Jessen, der für die DGPPN als Koordinator an den Leitlinien gearbeitet hat. „Die Empfehlungen berücksichtigen biologische, psychologische und soziale Aspekte und richten sich mit Hinweisen zu Diagnostik, Therapie, Betreuung und Beratung an alle Fachleute, die mit Menschen mit Demenzen zu tun haben, sowie an Betroffene und Angehörige.“

Frühe Behandlung dank früher Diagnose

Die wichtigste Neuerung der Leitlinie ist Frank Jessen zufolge die Möglichkeit, die Diagnose bereits in einem früheren Stadium der Erkrankung zu vergeben. „Bislang musste für die Diagnose Demenz die Selbstständigkeit der Menschen deutlich beeinträchtigt sein, was eine echte Frühdiagnostik erschwert. Mit der Diagnose der leichten kognitiven Beeinträchtigung, des ‚mild cognitive impairment bei einer Alzheimer-Krankheit‘, können wir den Betroffenen künftig deutlich früher Behandlungsangebote machen und so hoffentlich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.“

Um diese Diagnose zu stellen, muss aber gesichert sein, dass die Beeinträchtigung tatsächlich auf die Alzheimer-Krankheit zurückzuführen ist. Die neue Leitlinie empfiehlt, dafür u. a. per Liquordiagnostik Biomarker zu bestimmen. Der Neurologe Prof. Dr. Richard Dodel, für die DGN Koordinator der Leitlinie, erläutert: „Über die Rückenmarksflüssigkeit können Pathologien im Bereich der Amyloide und der Tau-Proteine nachgewiesen werden, die ursächlich für die Alzheimer-Erkrankung sind. So kann Alzheimer diagnostiziert werden, auch wenn die Symptomatik noch nicht voll ausgeprägt ist.“

Digital und dynamisch

Die neue Leitlinie wird erstmals nicht nur als Textdokument veröffentlicht, sondern auch in digitaler Form in der nicht kommerziellen Web-Plattform „MAGICapp“. Via „MAGICapp“ werden aktuell schon mehr als 200 internationale Leitlinien präsentiert. Die digitale Darstellung ermöglicht es allen Interessierten, unmittelbar auf die Leitlinie und jede einzelne Empfehlung zuzugreifen. Auch die Studien, die den Empfehlungen zugrunde liegen, können direkt aus der App aufgerufen werden. Ein weiterer Vorteil der digitalen Leitlinie: Neue Erkenntnisse können in die Empfehlungen schnell aufgenommen werden, sobald ihre Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Betroffene können dann künftig schon früher mit neuartigen Therapien behandelt werden. Die Haupt-Autoren der Leitlinie, Frank Jessen und Richard Dodel, sind zuversichtlich, dass auch die derzeit rasanten Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung der Alzheimer-Demenz schon bald in die digitale Leitlinie einfließen werden.

Hintergrund

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ist die größte deutsche medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit. Sie bündelt die Kompetenzen von mehr als 11.200 Fachärztinnen und Fachärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Forschenden. Die DGPPN vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Versorgung, Wissenschaft, Lehre, Aus-, Fort- und Weiterbildung und bringt sich aktiv in die Gesundheitspolitik ein. Immer steht die ganzheitliche Sicht auf den Menschen mit allen individuellen psychischen, körperlichen und sozialen Aspekten im Zentrum. Die Fachgesellschaft engagiert sich in der Erforschung psychischer Erkrankungen, stellt hierzu Netzwerke zum Austausch bereit und informiert über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse – unter anderem beim DGPPN Kongress, der jährlich im November in Berlin stattfindet. Darüber hinaus gibt die DGPPN Leitlinien zur Sicherung der Qualität bei der Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen heraus und entwickelt Richtlinien für ethisches Verhalten in Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)

sieht sich als wissenschaftliche Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren 12.000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern und zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org

Präsident: Prof. Dr. med. Lars Timmermann
Stellvertretende Präsidentin: Prof. Dr. med. Daniela Berg
Past-Präsident: Prof. Dr. med. Christian Gerloff
Generalsekretär: Prof. Dr. med. Peter Berlit
Geschäftsführer: David Friedrich-Schmidt
Geschäftsstelle: Reinhardtstr. 27 C, 10117 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Frank Jessen frank.jessen@uk-koeln.de
Prof. Dr. Richard Dodel richard.dodel@uk-essen.de

Weitere Informationen:
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013 Leitlinie, Leitlinienreport und Patienteninformationen
https://app.magicapp.org/#/guideline/nYPaxL Die Leitlinie als Living Guideline auf MAGIcapp
https://dgn.de
https://dgppn.de

Quelle: Pressemitteilung vom 30.11.2023
Katja John Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
> https://idw-online.de/de/news825137


*) Richtig ist wohl eher: 1,8 Millionen Menschen!

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Demenz: Was hilft und was kann jeder tun?

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2024, 08:04

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Heute, 04.01.2024, in den sozialen Medien gepostet:

Jeder kann jederzeit anfangen, etwas für sich und seine Gesundheit zu tun! - Demenz: Was hilft und was kann jeder tun? … Video (BR-Fernsehen - 28.36 Min. - verfügbar bis 04.05.2025) informiert … > https://www.ardmediathek.de/video/gesun ... kuthHAdBmo - Gesunde Lebensführung ist mehr als hilfreich = gesunde artgerechte Ernährung, Bewegung/Sport, ausreichender Schlaf, Verzicht auf Rauchen, mäßiger Alkoholkonsum, Vermeidung von negativem Stress, geistige Aktivitäten, Pflege sozialer Kontakte … Zahlreiche Studien bestätigen die Wirkungen (auch bei der Vorsorge gegen weitere Krankheiten) … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=5&t=78 … Rd. 50 Beiträge informieren …. > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=7&t=37

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Mit dem richtigen Lebensstil aktiv Demenz vorbeugen

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2024, 17:28

Mit dem richtigen Lebensstil aktiv Demenz vorbeugen - ein Video von BR-Fernsehen informiert (14,23 Min.). … > https://www.youtube.com/watch?v=ulc3D6rurbE

Zusätzliche Informationen stehen u.a. wie folgt zur Verfügung:

- Demenz verhindern - durch die richtige Prävention. Die Demenz-Erkrankung ist unheilbar, deshalb ist Vorsorge besonders wichtig. Bestimmte Risikofaktoren können wir beeinflussen. Wir zeigen, wie das geht. > "Doc Fischer", SWR, informierte in einem Videobeitrag am 28.02.2024 (09,42 Min., Beitrag verfügbar bis 27.02.2029) … > https://www.ardmediathek.de/video/doc-f ... zE4Mjc1MTU
- Geistig fit bleiben: Mit Gedächtnistraining Gehirnleistung erhalten - NDR-Visite informierte am 05.03.2024. - Lernen auch bis ins hohe Alter kann das Gedächtnis verbessern und den Rückgang der Gehirnleistung bei Demenz verzögern. Auch das Alzheimer-Risiko lässt sich durch lebenslanges Lernen reduzieren. - Wer geistig fit bleiben möchte, kann sein Gehirn im Alltag trainieren - zum Beispiel mit anspruchsvollen Hobbys und Bewegung. Denn das Gehirn behält auch im Alter die Fähigkeit, neue Nervenzellen zu bilden und miteinander zu verknüpfen. - … (weiter lesen und Video mit Prof. Dr. Martin Korte, 07,45 Min. anschauen) …. > https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... ng102.html
- Im Übrigen: Gesunde Lebensführung stärkt das Immunsystem und kann einige Krankheiten, wie z.B. Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes-Typ2, Krebs und Demenz, vermeiden helfen; zumindest ist ein deutliches Hinauszögern einer Erkrankung erreichbar. Möglich ist auch, dass sich eingetretene Gesundheitsstörungen ganz oder teilweise zurückbilden! … Weitere Informationen > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 2426#p2426

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Ein gesunder Lebensstil kann die Auswirkungen lebensverkürzender Gene zum Teil kompensieren

Beitrag von WernerSchell » 27.05.2024, 12:22

Ein gesunder Lebensstil kann die Auswirkungen lebensverkürzender Gene zum Teil kompensieren

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Hangzhou – Ein gesunder Lebensstil könnte die Auswirkungen von lebensverkürzenden Genen um mehr als 60 % ausgleichen. Gleichzeitig ist eine ungesunde Lebensweise mit 78 % erhöhtem Sterberisiko verbunden, unabhängig von der genetischen Ausstattung. Das berichtet eine chinesische Arbeitsgruppe in der Zeitschrift BMJ Evidence Based Medicine (2024; DOI: 10.1136/bmjebm-2023-112583).
… (weiter lesen unter) --- > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e

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Welche Faktoren sind wichtig für ein langes Leben?

Beitrag von WernerSchell » 06.11.2024, 07:21

Longevity: Welche Faktoren sind wichtig für ein langes Leben? – Die NDR-Visite informierte in einem sehenswerten Beitrag am 04.11.2024 (rd. 6.00 Min.). Longevity soll zu 50 % von den Genen und zu 50 % vom Lebensstil abhängen. Faktoren wie Schlaf, Bewegung, Ernährung, Prävention und Vorsorge sind für Langlebigkeit entscheidend. …> https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... en100.html - In anderen Beiträgen / Studien wird allerdings verdeutlicht, dass die Gene nur zu 10-15 % eine Rolle spielen. Lebensstil soll mit 60% wirksam sein. Der Rest ist dann Schicksal!

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Hirngesund durchs neue Jahr: „Ausreichend Bewegung ist bereits die halbe Miete“

Beitrag von WernerSchell » 30.12.2025, 14:25

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Hirngesund durchs neue Jahr: „Ausreichend Bewegung ist bereits die halbe Miete“

Alzheimer und Schlaganfall sind zwei häufige und gefürchtete neurologische Krankheiten. Doch man kann aktiv vorbeugen und damit sein persönliches Risiko, eine der beide Diagnosen zu erhalten, deutlich absenken. Gerade Bewegung und Sport lohnen sich. Das zeigte eine aktuell zu Weihnachten publizierte Studie aus „BMC Public Health“ [1]. Ein aktiver Lebensstil und ausreichend Schlaf hatten sogar einen schützenden Effekt bei Menschen mit genetischer Vorbelastung für diese Krankheiten. Diese Maßnahmen lohnen sich also für alle Menschen und sollten ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für 2026 stehen.

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In den nächsten Jahren wird ein dramatischer Anstieg von Demenz-Erkrankungen erwartet: Derzeit leben in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit einer diagnostizierten Demenz. Nach Angaben des Deutsches Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) könnte diese Zahl im Jahr 2030 auf bis zu 1,9 Millionen ansteigen, im Jahr 2040 auf bis zu 2,3 Millionen und im Jahr 2050 bis zu 2,7 Millionen erreichen [2]. Auch im Hinblick auf den Schlaganfall wird mit einem Anstieg der Fallzahlen gerechnet. Derzeit erleiden jährlich in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Gemäß dem Report der „Stroke Alliance for Europe“ (SAFE) [3] wird die Zahl der Menschen, die mit den Folgen eines Schlaganfalls leben müssen, zwischen 2017 und 2040 allein um 35 % ansteigen.

Eine aktuelle prospektive Kohortenstudie aus Großbritannien [1] untersuchte, wie viel Einfluss der Lebensstil auf das Schlaganfall- und Demenzrisiko nehmen kann. Aus der „UK-Biobank“ wurden 474.983 Personen im Alter von 37–73 Jahren ohne vorbekannten Schlaganfall oder Demenz untersucht. Für jeden Teilnehmenden wurde ein Score (0 - 4 Punkte) berechnet, je nach Lebensstil. Darin flossen regelmäßige körperliche Aktivität, eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden pro Tag, eine tägliche Sitzdauer von weniger als 6 Stunden und eine Handgriffstärke über dem geschlechsspezifischen Medianwert als Marker für die allgemeine Muskelkraft. Regelmäßige körperliche Aktivität wurde dabei definiert als mindestens 150 Minuten moderate Aktivität oder 75 Minuten intensive Aktivität pro Woche (oder eine gleichwertige Kombination aus beidem) oder moderate Aktivität an mindestens 5 Tagen pro Woche oder intensive Aktivität an mindestens 3 Tagen pro Woche (jeweils ≥ 10 Minuten am Stück).

Das Follow-up betrug im Median 10,1 Jahre. Als primäre Endpunkte wurden inzidente Schlaganfälle und Demenzdiagnosen (mit Subtypen wie Alzheimer- und vaskuläre Demenz) erfasst. Im Verlauf der Studie traten 4.992 Schlaganfälle und 2.120 Demenzerkrankungen auf. Und die Analyse belegte einen deutlichen Schutz durch den Lebensstil; je mehr gesunde Faktoren erfüllt waren, desto höher war der Schutzeffekt. Das Schlaganfall-Risiko nahm um 15 % ab, wenn 2 der 4 Kriterien erfüllt wurden, sank um 29 % bei 3 Kriterien und bei Erfüllung aller 4 Kriterien sogar um 35 %. Noch größer waren die Effekte auf das Demenzrisiko. Bei Erfüllung von 2 Kriterien sank das Risiko um 26 %, bei 3 um 36 % und bei 4 Kriterien um 57 %.

Offensichtlich kann man sein persönliches Erkrankungsrisiko auch bei genetischer Prädisposition maßgeblich beeinflussen

„Das sind sehr beeindruckende Zahlen“, erklärt DGN-Generalsekretär Prof. Dr. Peter Berlit. „Wer über zehn Jahre konsequent körperlich aktiv ist, also regelmäßig Sport treibt, am Tag wenig sitzt und darüber hinaus ausreichend schläft, kann dieser aktuelle Erhebung zufolge sein Demenzrisiko mehr als halbieren.“ Besonders aufschlussreich sei zudem, dass diese Schutzwirkungen auch bei Personen beobachtet wurden, die als genetisch vorbelastet gelten. Die Vorteile eines gesünderen Lebensstils auf Schlaganfall und Demenz zeigten sich unabhängig vom Vorliegen der APOE-ε4-Genvariante, die für die Entwicklung von Demenz-Erkrankungen und neuen Erkenntnissen zufolge auch mit Schlaganfällen bei jüngeren Menschen [4] in Zusammenhang steht. „In der Studie hatten die Lebensstilmaßnahmen auch bei Menschen mit diesem Risiko-Gen signifikante Schutzwirkungen. Das bedeutet, dass man sein persönliches Erkrankungsrisiko trotz genetischer Prädisposition maßgeblich beeinflussen kann.“

Ein körperlich aktiver Lebensstil ist die halbe Miete

Mut mache das hohe Ausmaß der Schutzwirkung von lediglich zwei Maßnahmen, einem körperlich aktiven Lebensstil und ausrechender Schlafdauer. Den großen Effekt von Bewegung hatte bereits eine Anfang November im Fachjournal „Nature Medicine“ veröffentlichte Studie [5] gezeigt, in der bei 296 kognitiv unbeeinträchtigten Personen longitudinal über einen Zeitraum von bis zu 14 Jahren die mittels Schrittzähler gemessene körperliche Aktivität, Aβ- und Tau-PET-Daten sowie die Ergebnisse der jährlichen kognitiven Untersuchung ausgewertet wurden. Analysiert wurde, ob körperliche Aktivität mit einem langsameren kognitiven und funktionellen Rückgang durch unterschiedliche Ausprägung der Aβ- und Tau-Akkumulation verbunden ist. Diese Hypothese bestätigte sich im Ergebnis. Es zeigte sich eine „dosisabhängige“ Wirkung von Bewegung bei einem täglichen Pensum von 5.000 bis 7.500 Schritten, und der Effekt dieses im Verhältnis moderaten Bewegungspensums war enorm: Im Vergleich zu inaktiven Personen war der kognitive Abbau bei steigender körperlicher Aktivität bis zu 51 % geringer.

„Beide Studien zeigen, dass ausreichend Bewegung bereits die halbe Miete in Sachen Demenzprävention ist“, fasst DGN-Generalsekretär Berlit zusammen. Neben Bewegungsmangel sind viele weitere Demenzrisikofaktoren bekannt, wie z. B. schlechtes Seh- oder Hörvermögen, soziale Isolation oder ungesunde Ernährung. „Das alles sind Stellschrauben, über die jeder sein persönliches Demenzrisiko beeinflussen kann. Und die Korrektur vieler dieser Risikofaktoren schützt auch vor anderen neurologischen Krankheiten wie Schlaganfall oder Parkinson. Ein gesunder Lebensstil lohnt sich also für alle!“


[1] Chen LH, Chen CL, Hong Y, Yin X, Liu Z, Lu Y, Chen Z, Tan Y, Li FR, Li Y, Chen GC, Liu T, Tian H. Physical activity, muscle strength, sedentary behavior, sleep, and genetic risk of stroke and dementia: findings from a large cohort study. BMC Public Health. 2025 Dec 24;25(1):4305. doi: 10.1186/s12889-025-25305-4. PMID: 41444571; PMCID: PMC12729355.
[2] https://www.dzne.de/aktuelles/hintergru ... enzentrale
[3] Stroke Alliance for Europe (SAFE). AT WHAT COST THE ECONOMIC IMPACT OF STROKE IN EUROPE- A summary. https://www.safestroke.eu/economic-impact-of-stroke/
[4] Lagging C, Lorentzen E, Stanne TM, Pedersen A, Söderholm M, Cole JW et al. APOE ε4 is associated with younger age at ischemic stroke onset but not with stroke outcome. Neurology. 2019;93(19):849–53.
[5] Yau WW, Kirn DR, Rabin JS et al. Physical activity as a modifiable risk factor in preclinical Alzheimer's disease. Nat Med. 2025 Nov 3. doi: 10.1038/s41591-025-03955-6. Epub ahead of print. PMID: 41184638.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.12.2025
Dr. Bettina Albers Pressestelle der DGN
Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V.
> https://idw-online.de/de/news863873

Pressekontakt
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Pressesprecher: Prof. Dr. Peter Berlit
Leiterin der DGN-Pressestelle: Dr. Bettina Albers
Tel.: +49(0)174 2165629
E-Mail: presse@dgn.org

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren über 13.500 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu sichern und zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin. www.dgn.org

Präsidentin: Prof. Dr. Daniela Berg
Stellvertretender Präsident: Prof. Dr. Dr. Sven Meuth
Past-Präsident: Prof. Dr. Lars Timmermann
Generalsekretär: Prof. Dr. Peter Berlit
Geschäftsführer: David Friedrich-Schmidt
Geschäftsstelle: Budapester Str. 7/9, 10787 Berlin, Tel.: +49 (0)30 531437930, E-Mail: info@dgn.org

Originalpublikation:
doi: 10.1186/s12889-025-25305-4

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