Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
27.07.2026
An
• Bundesgesundheitsministerium
• Pflegebevollmächtige der Bundesregierung
• Patientenbeauftragter der Bundesregierung
• … und weitere Adressaten …
Pflege- und Gesundheitsreformen - Interessen der Patienten und pflegebedürftigen Menschen verbessern!
Sehr geehrter Herr Minister Linnemann,
mit Ihrer (überraschenden) Übernahme der Verantwortung im Bundesgesundheitsministerium werden Sie in allernächster Zeit Gesetzesinitiativen für das Gesundheits- und Pflegesystem auf den parlamentarischen Weg bringen müssen. Insoweit möchte ich aufgrund meiner jahrzehntelangen ehrenamtlichen Aktivitäten auf den genannten Gebieten meine Auffassung mitteilen und dringend um Berücksichtigung bitten. Es muss angesichts der massiv älter werdenden Gesellschaft darum gehen, für die Patienten und pflegebedürftigen Menschen (Angehörige eingeschlossen) bestmögliche Versorgungsangebote zu gestalten.
Einfach mal machen (so Ihr Leitmotiv)!
Ich stehe grundsätzlich für eine Besprechung zur Verfügung. Allerdings müsste diese Besprechung hier vor Ort stattfinden, da ich (mit fast 87 J.) aufgrund von (eher nicht behebbaren) Sturzverletzungen keine Außentermine wahrnehmen kann. Ein Besuch in Neuss wäre nicht ungewöhnlich, da ich hier in über 30 Pflegetreffs bereits zahlreiche Minister und Pflegeexperten begrüßen konnte.
Grundsätzlich habe ich mich schon während der Amtszeit von Frau Warken zu Wort gemeldet, aber offensichtlich kein offenes Ohr gefunden. Jedenfalls gab es keine Berücksichtigung meiner Ausführungen in den bislang diskutierten Reformerwägungen.
Ich verweise zunächst auf meine als pdf-Datei angefügte Zuschrift vom 06.01.2026, mit der ich umfänglich zu allen relevanten Reformthemen Stellung genommen und Vorschläge unterbreitet habe (siehe auch den Text unter > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1515 ). Zum geplanten Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wurde dann am 05.06.2026 ein weiteres Statement öffentlich gemacht mit dem Tenor: Das PNOG wird den Pflegenotstand nicht beheben können - eher neue Probleme schaffen! … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=4&t=1636 - Auf all diese Ausführungen nehme ich Bezug, sie sind weiter aktuell.
Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung, dass das soziale Netz durch Haushaltsmittel stabilisiert bzw. gestärkt werden sollte. Dazu gibt es von hier geeignete Hinweise mit Einsparvorschlägen in beträchtlicher Höhe unter folgender Adresse > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1644
An dieser Stelle passt auch nochmals der Hinweis, dass die über 90 Krankenkassen auf etwa 5 – 10 verringert werden sollten. Damit könnten zig Milliarden Euro / Jahr angespart werden. Diese Auffassung vertritt ja auch der neue Gesundheitsminister!
Im Zusammenhang mit einer Krankenkassenreform könnte auch geregelt werden, dass eine Zusammenarbeit der Kassen mit den Kommunen zur ortsnahen Unterstützung der Patienten bzw. pflegebedürftigen Menschen gestaltet werden muss. Diese auch als Quartiershilfen bezeichneten Unterstützungsstrukturen wären auch eine Art Pflegenotruf und bei entsprechendem Engagement gut geeignet, Heimaufenthalte, die kaum noch zu finanzieren sind, zu vermeiden oder hinauszuzögern.
Begrüßenswert ist, dass es seitens des Bundesgesundheitsministeriums Vorstellungen hinsichtlich einer gesundheitlichen Präventionsoffensive gibt. Insoweit gibt es von hier seit Jahren geeignete Hinweise. Gesundheitliche Prävention kann Krankheiten bzw. Pflegebedürftigkeit vermeiden helfen, zumindest deutliche Verzögerungen bewirken. Gerade bei einer älter werdenden Bevölkerung ist das wichtig. Insoweit ist aber eine Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft nötig. Denn diese müssen im Rahmen einer Medizin 2.0 (> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1692 ) statt Medikamente und sonstige Maßnahmen einfach Präventionsmaßnahmen verordnen / anregen (z.B. mehr Bewegung, gesunde Ernährung).
Die AOK Rheinland/Hamburg hat das Präventionsthema vor einigen Tagen in einer Pressemitteilung aufgegriffen. Dazu habe ich der AOK meine Mitwirkung angeboten. Siehe insoweit die unten angeführte Zuschrift vom 22.07.2026.
Ich möchte damit meine Informationen abschließen und nochmals auf mein Gesprächsangebot verweisen (siehe oben).
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- https://www.vmwj.de
https://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen
Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
22.07.2026
An die
AOK Rheinland/Hamburg
Präventionsoffensive: AOK Rheinland/Hamburg begrüßt Pläne des Bundesgesundheitsministeriums
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Ihre Pressemitteilung zur Präventionsoffensive … mit Interesse gelesen und ins hiesige Forum eingestellt unter > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 716#p18716 Dazu teile mit:
Ich bin seit Mitte der 1970er Jahre ehrenamtlich als Selbsthilfeakteur u.a. mit dem Gesundheits- und Pflegesystem befasst; habe in diesem Zusammenhang auf vielfältige Handlungsanforderungen aufmerksam gemacht und dabei immer wieder auf die Gesundheitsprävention zur Vermeidung oder Verzögerung von Krankheiten und Pflegebedürftigkeit aufmerksam gemacht. In über 30 Pflegetreffs in Neuss-Erfttal wurden unter meiner Verantwortung vielfältige Fragestellungen und Reformerfordernisse u.a. mit Bundes- und Landespolitiker und Pflegeexperten erörtert.
Dabei wurde ständig auf die Gesundheitsprävention, auch am Arbeitsplatz, hingewiesen. Am 20.08.2021 habe ich dann die wesentlichen Erkenntnisse (auf der Basis von Studien und Buchveröffentlichungen) in einem umfänglichen Statement zusammengefasst und getitelt: „Gesunde Lebensführung stärkt das Immunsystem und kann einige Krankheiten vermeiden helfen oder deutlich Hinauszögern“ (nachlesbar unter > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=5&t=78 =). Rd. 50 Beiträge informieren ergänzend (unter …. > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=7&t=37 ). In jüngster Zeit habe ich dann die Prävention immer wieder thematisiert und entsprechende Statements öffentlich vorgestellt. Einige Beispiele solcher Infos sind nachlesbar unter
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 9800#p9800
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1584
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1695
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1686
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1641
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1593
> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1613
…
Weitere Statements können ggfs. ergänzend mitgeteilt werden.
Als Mitgründer des Runden Tisches Demenz bin ich der Meinung, dass besonders mit Blick auf die zunehmenden Demenzfallzahlen die Prävention auch zur Vermeidung solcher Erkrankungen herausragend wichtig ist. Allerdings sollte die Prävention insoweit früh begonnen werden.
Wenn nun das Bundesgesundheitsministerium auf eine Präventionsoffensive (neben zahlreichen Verschlechterungen im Gesundheits- und Pflegesystem) starten will, ist das zu begrüßen. Es werden damit Versäumnisse der politisch Verantwortlichen, aber auch der Krankenkassen, die nach dem Sozialgesetzbuch V bereits zur Gesundheitsförderung in der Pflicht stehen, deutlich gemacht. Die Verpflichtung, Prävention zu fördern bzw. einzufordern, besteht nämlich seit Jahrzehnten. 1915 wurde sogar ein Präventionsgesetz verabschiedet, das die Präventionsanforderungen näher erläutert. Dazu gab es auch einige Buchveröffentlichungen. Ein Präventionshandbuch wurde seinerzeit von hier unter folgender Adresse vorgestellt > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 2&p=119809
Ich bin gerne bereit, Sie und andere bei der schnellstmöglichen Umsetzung der Präventionsoffensive zu unterstützen. Im Übrigen muss die Ärzteschaft massiv in die Pflicht genommen werden. Statt umfängliche Medikamentenpläne zu gestalten, sollte schlicht das verordnet werden, was im Rahmen der Eigenverantwortung möglich ist: Mehr Bewegung, richtige Ernährung, ausreichend, weniger Stress, pflegen von sozialen Kontakten usw. Im Übrigen kann es nicht verkehrt sein, für die Schulen ein Fach Gesundheit einzufordern. Auch dazu gab es von hier immer wieder Anregungen (> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 3326#p3326 ).
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell