Corona-Pandemie - Gesundheitsschutz und Hilfsangebote ...

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Heimaufsicht im Kreissozialamt Neuss: „Pflegeheime haben Lage bisher sehr gut gemeistert“

Beitrag von WernerSchell » 24.06.2020, 13:01

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 422/2020
Datum: 23.6.2020


Heimaufsicht im Kreissozialamt Neuss: „Pflegeheime haben Lage bisher sehr gut gemeistert“

Rhein-Kreis Neuss. Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen stehen während der Corona-Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Wer muss unter Quarantäne, wenn ein Angestellter infiziert ist? Und in welcher Form sind Besuche in den Heimen möglich? Bei diesen Fragen hilft die Heimaufsicht des Kreissozialamtes unter Leitung von Christian Böhme zusammen mit dem Kreisgesundheitsamt weiter. Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Dirk Brügge stellt fest: „Die Pflegeheime bei uns im Kreis leisten während der Pandemie hervorragende Arbeit und schützen damit sowohl ihre Bewohner als auch ihre Beschäftigten bestmöglich.“ Ein Erfolgsfaktor sei dabei immer auch das gute Zusammenspiel aller Akteure – von den Pflegeeinrichtungen über die Kreisverwaltung bis hin zur Bevölkerung.
Als Beispiel nennt Brügge die Situation im Neusser St. Hubertusstift: Als in dem Reuschenberger Heim im März sowohl Bewohner als auch Angestellte infiziert waren, setzte Gesundheitsamtsleiter Dr. Michael Dörr mit seinem Team in Absprache mit der Heimaufsicht des Kreises und der Heimleitung kurzfristig ein effektives Hygienekonzept um. „Durch schnelles und beherztes Eingreifen konnten wir mit Erfolg eine weitere Ausbreitung des Virus in der Einrichtung verhindern“, betont Brügge.


Böhme RKN Bild.jpg
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Bildtext: Christian Böhme ist als Leiter der Heimaufsicht im Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss vertreten.
Foto: M. Lübke/Rhein-Kreis Neuss



Christian Böhme, Leiter der Heimaufsicht, teilt mit, dass aktuell keine Coronavirus-Infektionen in den Heimen im Kreis bekannt sind. Er unterstützt mit seiner nach dem Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) zuständigen Behörde die Pflegeeinrichtungen auch bei der Umsetzung der Besuchsregelung. „Als die ersten Besuche im Mai wieder möglich wurden, stand bei uns das Telefon nicht still“, berichtet Böhme. „Die Heime haben mit großem organisatorischen Aufwand ermöglicht, dass Bewohner ihre Angehörigen wiedersehen konnten, und sind dabei sehr kreativ geworden.“ Besuchs-Container, gestiftet von der Bürgerstiftung Dormagen, waren ebenso ein Erfolgsmodell wie Cafés, die mit Zwischenwänden in Besuchsräume umgewandelt wurden. Auf diese Weise gelang der Spagat zwischen der Schaffung von Besuchsmöglichkeiten einerseits und der Sicherstellung des Infektionsschutzes andererseits. Seit Einführung der Besuchsregelung habe es keine Neuinfektionen gegeben, so dass mittlerweile – unter Auflagen – auch Spaziergänge und Cafébesuche mit den Bewohnern sowie Besuche in den Zimmern wieder möglich sind.
Weiterhin arbeiten die Angestellten in den Pflegeeinrichtungen bei engem Kontakt mit den Bewohnern mit Mund-Nasenschutz und erhalten die Schutzausrüstung bei Bedarf beim Rhein-Kreis Neuss. Das Amt für Gebäudewirtschaft erhält das Schutzmaterial regelmäßig vom Land und bereitet es für die Weiterverteilung vor. Insgesamt 46 Pflegeheime, 45 Behinderteneinrichtungen und 62 ambulante Dienste profitieren von diesem Service.
Darüber hinaus kümmert sich das Team des Sozialamtes um die Menschen, die unter Quarantäne stehen und sich nicht selbst versorgen können. „Bisher hatten wir über 40 Anfragen“, erläutert Christian Böhme. „In diesen Fällen haben wir zusammen mit Hilfsorganisationen dafür gesorgt, dass die Betroffenen regelmäßig zum Beispiel mit Einkäufen versorgt werden.“

Petra Koch
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Ein Viertel gibt an, die Corona-Warn-App zu nutzen

Beitrag von WernerSchell » 27.06.2020, 06:44

Ein Viertel gibt an, die Corona-Warn-App zu nutzen

Vor allem Jüngere wollen sich mit Hilfe der App schützen, ergab eine Umfrage des „BfR-Corona-Monitor“
Eine Woche nach dem Start der Corona-Warn-App wurde sie bereits millionenfach heruntergeladen. 28 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland geben an, die App schon zu verwenden. Dies zeigen die Umfrageergebnisse des aktuellen „BfR-Corona-Monitors“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Dabei nutzen anscheinend Jüngere die App eher als Ältere. „40 Prozent der unter 40-jährigen sagen, dass sie die App zu Hilfe nehmen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei den stärker gefährdeten Personen ab 60 Jahren sind es dagegen mit 19 Prozent deutlich weniger.“


• BfR-Corona-Monitor - Stand 23. - 24. Juni 2020 (406.3 KB) > http://www.bfr.bund.de/cm/343/200623-bf ... onitor.pdf

Auch die Nutzung von sozialen Medien als Informationsquelle zum neuartigen Coronavirus unterscheidet sich zwischen den Altersgruppen. Während diese für Personen ab 60 Jahren fast keine Rolle spielen, geben etwa die Hälfte der unter 40-jährigen an, sich mit ihrer Hilfe zu informieren. Über alle Altersgruppen hinweg liegt dieser Anteil bei rund einem Viertel.

An manche Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie hat sich die Bevölkerung anscheinend gewöhnt. So akzeptieren mehr Menschen seit der letzten Erhebung die (mittlerweile gelockerten) Kontaktbeschränkungen. Während seit Mai jeweils rund 70 Prozent der Befragten die Kontaktbeschränkungen als angemessen einstuften, steigt dieser Anteil in der aktuellen Befragung auf 79 Prozent. Die Pflicht zum Tragen von Masken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln wird sogar von 88 Prozent der Befragten akzeptiert.

Die Infektionsfälle bei Beschäftigten von fleischverarbeitenden Betrieben erhöht anscheinend nicht die Befürchtung, sich über Lebensmittel anzustecken. So wurden Lebensmittel noch vor zwei Wochen von 13 Prozent der Befragten als wahrscheinlicher Übertragungsweg des neuartigen Coronavirus angesehen - diese Woche sank dieser Wert auf acht Prozent. Diese Haltung deckt sich mit der Einschätzung des BfR, wonach eine Infektion über Lebensmittel unwahrscheinlich ist.

Das BfR aktualisiert ständig seine FAQs zum Thema Coronavirus.


• Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden? > http://www.bfr.bund.de/de/kann_das_neua ... 44062.html

Über den BfR-Corona-Monitor
Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000 Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Quelle: Pressemitteilung 23/2020, vom 26.06.2020
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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sollen mit einem "Wumms" abgemildert werden

Beitrag von WernerSchell » 04.07.2020, 06:55

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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sollen mit einem "Wumms" abgemildert werden (so Olaf Scholz, Bundesfinanzminister). Es wurden vielfältige Unterstützungsleistungen gestaltet, die nahezu täglich durch weitere Maßnahmen ergänzt werden. Dazu wurde bereits in einem Klartext (mit weiteren Beiträgen) kritisch Stellung genommen (> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =4&t=23679 ).
Mittlerweile bewegen sich die beschlossenen bzw. geplanten Hilfsangebote von EU, Bund, Ländern, und Kommunen in schwindelnd erregender Höhe. Teilweise wurden und werden die Unterstützungsleistungen ohne konkrete Bedarfsprüfung gezahlt. Von missbräuchlichen Antragstellungen und kriminellem Agieren wurde bereits wiederholt in den Medien berichtet. Es geht insoweit offensichtlich bereits jetzt um dreistellige Millionen-Eurobeträge!
Man muss besorgt sein, dass hinsichtlich der grundsätzlich gebotenen Hilfe nicht gehörig die konkrete Bedarfssituation geprüft wird. Anstehende Wahlen haben die politisch Verantwortlichen offensichtlich veranlasst, mit weiten Spendierhosen auf sich aufmerksam zu machen.
Die sich auftürmenden Schulden müssen finanziert werden. … Und diese Schulden werden von der nachfolgenden Generation zu tragen sein. - Es wird wohl insoweit in allernächster Zeit ein böses Erwachen geben. Für die dringend notwendige Stärkung der ambulanten und stationären Pflege werden die entsprechenden Finanzmittel fehlen! "Die Schwester/Der Pfleger", Die Fachzeitschrift für professionelle Pflege, hat folgerichtig in ihrer Juli-Ausgabe 2020 das Thema aufgegriffen und in einen Beitrag dazu wie folgt getitelt: "Wo bleibt der Wumms? Welche Verbesserungen die Pflege jetzt braucht". - Werner Schell


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Corona-Pandemie: Vereinfachter Zugang zu Sozialleistungen bis September verlängert

Beitrag von WernerSchell » 09.07.2020, 11:41

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 490/2020
Datum: 09. Juli 2020



Corona-Pandemie: Vereinfachter Zugang zu Sozialleistungen bis September verlängert

Rhein-Kreis Neuss. Der Zugang zu den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, der Hilfe zum Lebensunterhalt und zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie zur existenzsichernden Leistung nach dem Bundesversorgungsgesetz war bis Ende Juni vereinfacht worden. Wegen der weiterhin erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden diese Regelungen vom Bundeskabinett bis zum 30. September verlängert. Eine entsprechende Rundverfügung des Rhein-Kreises Neuss ist an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Sozialämter und das Job-Center im Rhein-Kreis Neuss ergangen.

„Mit dem Sozialschutzpaket I des Bundes wurde der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung erheblich erleichtert. Die Verlängerung ist wichtig und richtig, denn nach wie vor sind viele Menschen durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Hier müssen wir weiter durch großzügige Regelungen zum Beispiel bei Antragsgenehmigungen helfen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Die Erleichterungen betreffen insbesondere die befristete Vereinfachung der Vermögensprüfung, die befristete Anerkennung der tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung sowie Vereinfachungen bei der Bewilligung einer vorläufigen Entscheidung.
Auch die vorübergehenden Anpassungen für das Mittagessen sollen bis 30. September gelten. Dadurch müssen Schülerinnen und Schüler sowie Kinder aus einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege das sonst angebotene Mittagessen nicht gemeinschaftlich einnehmen, wenn die Einrichtung geschlossen ist.
Ebenso wurde die Regelung verlängert, dass für Menschen mit Behinderung weiterhin der Mehrbedarf zur Finanzierung der Mittagsverpflegung zur Verfügung steht, auch wenn das Mittagessen pandemiebedingt nicht in Werkstätten für behinderte Menschen und vergleichbaren tagesstrukturierenden Maßnahmen gemeinschaftlich eingenommen werden kann.

Reinhold Jung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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