Gesundheitsbewahrung geht vor Krankheitsbewältigung

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Gesundheitsbewahrung geht vor Krankheitsbewältigung

Beitrag von WernerSchell » 07.12.2025, 07:34

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss



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Gesunde Lebensführung stärkt das Immunsystem und kann einige Krankheiten, wie z.B. Herz-Kreislaufkrankheiten, Diabetes-Typ2, Krebs und Demenz, vermeiden helfen; zumindest ist ein deutliches Hinauszögern einer Erkrankung erreichbar. Möglich ist auch, dass sich eingetretene Gesundheitsstörungen ganz oder teilweise zurückbilden! - Ein gesunder Lebensstil reduziert auch die Sterblichkeit bei Arthrose …. > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 9223#p9223 … Weitere Informationen … https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 2426#p2426 - Siehe auch „Sport als Medizin“ - statt Pillen? … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 331#p13331


„Gesundheitsbewahrung geht vor Krankheitsbewältigung“
(Galenos von Pergamon, 129 – 216 n Chr.).

Wir sprechen immer wieder vom Gesundheitswesen. In Wahrheit müssten wir aber den Ausdruck „Krankheitswesen“ verwenden. Denn bei realistischer Betrachtung aller Vorgänge des insoweit tätig werdenden Personals geht es fast nur um die Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Präventionsmedizin bzw. Gesundheitsmedizin, die umfassend zu einer gesunden Lebensführung animiert bzw. anleitet, findet, abgesehen von einigen finanzierten Vorsorgeangeboten, eher nur selten statt. Antreiber dieses Krankheitswesens sind u.a. die Pharma- bzw. Medizintechnikindustrie. Bei den alltäglichen Arztkontakten findet auch mangels finanzierter Zeitkontingente eher keine Beratung statt, die auf einem gesunden Lebensstil abzielt. Dies ist eigentlich inakzeptabel, weil es nach der Studienlage zweifelsfrei so ist, dass viele Krankheiten, z.B. Herz-Kreislaufkrankheiten und Demenz, vermieden bzw. weit hinausgezögert werden können, wenn der Lebensstil z.B. durch geeignete Ernährung, ausreichende Bewegung, guter Schlaf, Stressvermeidung und Pflege sozialer Kontakte angepasst wird. Insoweit ist von einem breiten Nichtwissen auszugehen mit der Folge, dass bereits immer mehr Kinder durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung überwichtig sind und so spätere Krankheiten mit erheblichen Kostenfolgen absehbar sind. Anregungen, in den Schulen ein Fach „Gesundheit“ einzurichten, wurden bislang nicht aufgegriffen. Die Folge dieser Gegebenheiten wird voraussichtlich sein, dass in allernächster Zeit die Gesundheitsausgaben bzw. Beiträge der Versicherten noch deutlicher ansteigen werden. Da aber solche Entwicklungen an Grenzen stoßen, müsste die Reduzierung von Dienstleistungen im Krankheitswesen notgedrungen erwogen werden. – Es ist daher geboten, JETZT mit geeigneten Angeboten auf die Vermeidung bzw. Hinausschieben von Krankheiten zu setzen. In geeigneten Situationen könnte z.B. statt Pillen Sport verordnet werden. Gesundheitsförderliche Maßnahmen müssen als alternativlos angesehen werden!

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


+++ Siehe auch > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1207 +++

Dazu passt:

Union fordert mehr Prävention gegen schwere Erkrankungen
Gesundheit/Antrag

Berlin: (hib/PK) Die Unionsfraktion fordert eine Stärkung der Primärprävention, um schwere Erkrankungen möglichst zu vermeiden. Das Risiko für eine Koronare Herzerkrankung oder einen Herzinfarkt sowie andere Erkrankungen könne durch einen gesunden Lebensstil erheblich verringert werden, heißt es in einem Antrag (20/13292 > https://dserver.bundestag.de/btd/20/132/2013292.pdf ) der Fraktion.
Wer sich regelmäßig bewege, auf ein Körpergewicht im Normalbereich achte, nicht rauche und wenig Alkohol trinke, trage wesentlich zur effektiven Vorbeugung bei. Die Stärkung der Primärprävention sei daher unverzichtbar, um Krankheiten zu vermeiden und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu stärken. So seien Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 358.000 Sterbefällen im Jahr 2022 die häufigste Todesursache in Deutschland und verursachten etwa 33 Prozent aller Sterbefälle.
Nicht geboten sei die Einführung von unbegründeten bevölkerungsweiten Screening-Programmen, heißt es in dem Antrag in Anspielung auf das Gesundes-Herz-Gesetz der Bundesregierung. Fachverbände befürchten einen Anstieg der Medikalisierung innerhalb großer Bevölkerungsgruppen, der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die „Verabschiedung vom Leitgedanken der Prävention“.
Die Abgeordneten fordern in ihrem Antrag, eine gezielte Förderung von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sicherzustellen. Es müssten Vorhaben unterlassen werden, die den Trend hin zu einer stärkeren Medikalisierung verstärken. Ferner sollte sich die Bundesregierung mit den Ländern dafür einzusetzen, Schulgesundheitsfachkräfte zu etablieren und verpflichtende Einheiten zur Gesundheitsbildung in Schulen einzuführen, die gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung in den Lehrplan integrieren.

Quelle: Mitteilung vom 11.10.2024
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon: +49 30 227-35642, Fax: +49 30 227-36001
E-Mail: vorzimmer.ik5@bundestag.de


Quelle: https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1237

+++

Topfit bis ins hohe Alter: Worauf es wirklich ankommt - Quarks ∙ WDR – Bericht vom 17.10.2024 (44,34 Min, verfügbar bis 17.10.2029) informiert. Die sehr sehenswerte Sendung geht der Frage nach, wie die Chancen stehen, ein wirklich hohes Alter zu erreichen? Die Wissenschaft zeigt: Nur etwa zehn bis 15 Prozent unseres Lebensalters sind durch unsere Gene vorbestimmt. Den Großteil bestimmen wir selbst durch unseren Lebensstil. Quarks verdeutlicht, was wirklich zählt für ein langes Leben. Und erklärt, welche Maßnahmen in jedem Lebensabschnitt wichtig sind, um gesund zu altern. … >>> https://www.ardmediathek.de/video/quark ... IxODIzMTI0

Doc Esser - Ich will hundert werden! - Ein WDR-Video (verfügbar bis 07.11.2029) in der WDR-Reihe „Doc Esser“ vom 07.11.2024 (1 Stunde 30 Min.). - Welche Rezepte für ein langes und gesundes Leben funktionieren wirklich? Heinz-Wilhelm Esser geht der Frage nach, wie sich die eigene Lebenserwartung wirklich verlängern lässt - am liebsten bis 100 Jahre! Der Doc testet Ernährungsweisen, trifft Biohacker, Altersforscher und rüstige Senioren, die ihm ihre Geheimrezepte für ein langes Leben verraten. … > https://www.ardmediathek.de/video/doc-e ... M1NTU2Nzli

Longevity: Welche Faktoren sind wichtig für ein langes Leben? – > NDR – Visite – Beitrag vom 08.11.2024 (Video verfügbar: bis 05.11.2026) … > https://www.ardmediathek.de/video/visit ... GYzNzUzZTk



„Unter Gesundheit verstehe ich nicht Freisein von Beeinträchtigungen, sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

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WernerSchell
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Fast 54% der Erwachsenen leiden an einer chronischen Krankheit bzw. einem anderen Gesundheitsproblem

Beitrag von WernerSchell » 31.12.2025, 12:56

Fast 54% der Erwachsenen leiden an einer chronischen Krankheit bzw. einem anderen Gesundheitsproblem

In Deutschland leiden über die Hälfte der Erwachsenen (53,7 % im Jahr 2024) an einer chronischen Krankheit oder einem lang andauernden Gesundheitsproblem, wobei der Anteil mit dem Alter steigt; außerdem gibt es Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen (ca. 4 Mio.) und hohen Zahlen bei Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden oder psychischen Störungen. Die Zahlen variieren je nach Definition (chronisch, selten, Volkskrankheit), zeigen aber eine hohe Prävalenz, insbesondere in älteren Bevölkerungsgruppen und bei bestimmten Risikogruppen. … > KI – Siehe insoweit auch unter … > https://marcusknispel.com/volkskrankheiten-deutschland/

Dazu einige Einzelangaben:
Rund 4,7 Millionen Betroffene in Deutschland haben die Diagnose KHK … > https://herzstiftung.de/service-und-akt ... sache-nr-1
Rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Krebserkrankung, … > https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Cont ... _node.html
Rund 33 Millionen Menschen an Erkrankungen des Bewegungsapparates (davon: Arthrose etwa 15,4 Millionen, Osteoporose ungefähr 4 Millionen, Rückenschmerzen rund 6 Millionen und Entzündlich-rheumatische Erkrankungen etwa 1,8 Millionen) --- > KI
Mehrere Millionen Menschen leiden an verschiedenen Darmkrankheiten, wobei die genauen Zahlen je nach Art der Erkrankung stark variieren.
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine der häufigsten Diagnosen. Schätzungen zufolge sind etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen, was über 12 Millionen Menschen in Deutschland entspricht. … > KI
Rund 1,8 Millionen Menschen leiden an einer Demenzerkrankung, wobei die meisten Fälle Alzheimer betreffen … > KI


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Aktuell berichten 34 % der Erwachsenen in Deutschland, derzeit psychisch belastet zu sein – bei den 18 bis 24 Jährigen sogar 54 %, wie der AXA Mental Health Report 2024/25 zeigt. Europaweit sind etwa 17 % der Bevölkerung von psychischen Erkrankungen betroffen – doch nur zwei Drittel erhalten professionelle Hilfe, laut WHO/Europe (Juni 2025). Häufig treten Depressionen und Angststörungen auf – oft gemeinsam. Hinzu kommen weitere psychische Erkrankungen. In jedem Fall gilt: Je früher Symptome erkannt werden, desto besser lässt sich wirksam intervenieren.
Quelle und weitere Informationen … > https://www.big-direkt.de/de/gesund-leb ... ele-leidet
Siehe auch
… > https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publika ... Angst.html
... > https://www.rki.de/DE/Themen/Nichtueber ... tudie.html
... > https://www.barmer.de/gesundheit-verste ... krankungen

Aufgrund psychischer Belastungen besteht ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko .. > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 6509#p6509 – Möglicherweise können auch weitere Erkrankungen im Gefolge von psychischen Belastungen nicht ausgeschlossen werden. Ein Auslöser einer psychischen Erkrankung kann auf Einsamkeit (im Alter zunehmend) beruhen … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... 843#p15843 – Kreislauferkrankungen sowie psychische und Verhaltensstörungen verursachten zusammen 26,0 % der Krankheitskosten im Jahr 2023 … > https://www.destatis.de/DE/Presse/Press ... rankheiten - Es sollte daher zeitgerecht an geeignete Präventionsmaßnahmen gedacht werden … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=5&t=78 – Insoweit ist auch Eigenverantwortung gefordert (§ 1 SGB V).


+++

Es stellt sich bei den statischen Daten über die vielen kranken Personen in Deutschland u.a. die Frage, ob und inwieweit unser Gesundheitssystem, die Arzneimittelversorgung eingeschlossen, zunehmend bemüht ist, jedwede Gelegenheit nutzt, um den Menschen möglichst oft irgendeine Krankheit zuzuordnen. So gesehen, geht es möglicherweise darum, das Medizin- und Pharmasystem rentierlicher zu gestalten; u.a. auf mehr Prävention zu setzen.

• Mit 80, 90 oder gar 100 Jahren noch fit sein und mitten im Leben stehen – das wünschen sich die meisten Menschen. Die schlechte Nachricht ist: Wer lange lebt, bleibt selten dauerhaft gesund. Die gute Nachricht: Die Gene bestimmen nur einen Teil des Alterns, vieles haben wir selbst in der Hand. Dazu hat u.a. die BARMER einige Lebensrezepte vorgestellt. >>> Longevity: Gesund alt werden … > https://www.barmer.de/gesundheit-verste ... der%20Hand
• Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk macht seit Jahren auf die Wirkung einer gesunden Lebensführung führen aufmerksam und verdeutlicht durch Verweis auf zahlreiche Studien, dass mit geeigneten Lebensstilmaßnahmen zahleiche Krankheiten bzw. Pflegebedürftigkeit vermieden bzw. deutlich hinausgezögert werden können. Soweit ist die Eigenverantwortung angesprochen (§ 1 SGB V). … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=5&t=78


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„Unter Gesundheit verstehe ich nicht Freisein von Beeinträchtigungen, sondern die Kraft, mit ihnen zu leben.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

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14 Demenz-Risikofaktoren im Überblick

Beitrag von WernerSchell » 07.02.2026, 15:12

14 Demenz-Risikofaktoren
… > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1469
… > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1492



14 Demenz-Risikofaktoren im Überblick:

• geringe Bildung
• eingeschränkte Hörfähigkeit
• hoher Cholesterinspiegel
• Depressionen
• Kopfverletzungen
• Bewegungsmangel
• Diabetes Typ 2
• Rauchen
• Bluthochdruck
• starkes Übergewicht
• übermäßiger Alkoholkonsum
• soziale Isolation
• Luftverschmutzung
• Einschränkungen der Sehkraft



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Ein gesundes Herz im Alter: Ist der Lebensstil entscheidend?

Beitrag von WernerSchell » 28.04.2026, 07:00

Ein gesundes Herz im Alter: Ist der Lebensstil entscheidend? - Mit zunehmendem Alter verlieren Herz und Gefäße an Elastizität. Bewegungs-Doc Melanie Hümmelgen verrät, was man dagegen tun kann. - Video der NDR - Visite - Sendung vom 17.02.2026 - (Video -Beitrag 8.22 Min., verfügbar bis 17.02.2031) … > https://www.ardmediathek.de/video/visit ... jA0MDFlNWM
Siehe auch weitere Beiträge zur „Prävention der Herzmedizin“ … >>> https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... p?f=7&t=29

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KHK erkennen: Wem nutzt ein Herz-CT?

Beitrag von WernerSchell » 28.04.2026, 07:45

KHK erkennen: Wem nutzt ein Herz-CT? … > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=7&t=1583

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Longevity: 69 Prozent sehen Potenzial für mehr gesunde Lebensjahre

Beitrag von WernerSchell » 31.08.2026, 14:17

DAK Gesundheit


Longevity: 69 Prozent sehen Potenzial für mehr gesunde Lebensjahre
DAK-Umfrage zeigt: Für 50 Prozent ist Longevity ein neuer Begriff


- Mehr als 70 Prozent wollen aktiv für ein längeres gesundes Leben vorsorgen – Zeit- und Motivationsmangel sind Hürden
- Mit zunehmendem Alter wächst der Wunsch nach einem langen, gesunden Leben
- DAK-Chef Andreas Storm fordert mehr Gesundheitskompetenz und evidenzbasierte Prävention für alle


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Hamburg, 31. August 2026. Eine aktuelle DAK-Umfrage zeigt: Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland sehen in Longevity das Potenzial, den Alterungsprozess zu verlangsamen und möglichst lange gesund zu leben. Doch was sich hinter dem Begriff Longevity verbirgt, ist längst nicht allen bekannt: Nur rund die Hälfte hat ihn schon einmal gehört oder gelesen. Die DAK-Gesundheit hat erstmals eine Befragung durch das Forsa-Institut zum Thema Longevity durchführen lassen*. Die Studie zeigt eine hohe Bereitschaft zur gesundheitlichen Vorsorge: Mehr als 70 Prozent der Befragten möchten aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Zeitmangel und fehlende Motivation halten jedoch viele davon ab, dies im Alltag umzusetzen. Jeder Fünfte empfindet zudem die Kosten für Gesundheitsmaßnahmen als zu hoch. Besonders für ältere Menschen gewinnt das Thema an Bedeutung: Für jeden Zweiten zwischen 60 und 70 Jahren spielt das Ziel, möglichst lange fit und gesund zu bleiben, eine wichtige Rolle. Aus Sicht von DAK-Vorstandschef Andreas Storm ist es entscheidend, die Stärkung der Gesundheitskompetenz in den Fokus zu rücken.

„Der Kern von Longevity ist nicht, ein möglichst hohes Lebensalter um jeden Preis zu erreichen. Entscheidend ist vielmehr, möglichst viele gesunde und selbstbestimmte Lebensjahre zu gewinnen. Dafür muss die Gesundheitskompetenz in der gesamten Bevölkerung deutlich gestärkt werden“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Gerade bei neuen Gesundheitstrends ist es wichtig, wissenschaftlich belegten Nutzen von bloßen Versprechen zu unterscheiden. Unser Ziel muss sein, wirksame Präventionsangebote für alle Menschen frühzeitig zugänglich zu machen, unabhängig von Alter, Bildung oder Einkommen.“

Die Umfrage zeigt zugleich, dass das Thema noch nicht allen Menschen vertraut ist: 50 Prozent der Befragten kennen den Begriff Longevity. Frauen geben dies mit 54 Prozent deutlich häufiger an als Männer mit 46 Prozent. Die Mehrheit der Befragten bewertet den Trend grundsätzlich positiv. 63 Prozent gehen davon aus, dass sich Longevity zumindest bei einem Teil der Bevölkerung durchsetzen wird. Grundsätzlich beschäftigt der Wunsch, möglichst lange gesund und leistungsfähig zu bleiben die Menschen in Deutschland: Vier von zehn Befragten (41 Prozent) geben an, dass das Ziel, den Alterungsprozess zu verlangsamen, in ihrem Alltag eine große oder sehr große Rolle spielt. Mit zunehmendem Alter gewinnt das Thema an Bedeutung: Für die Hälfte der 60- bis 70-Jährigen nimmt Longevity einen hohen Stellenwert ein.

Mehrheit will aktiv etwas für die Gesundheit tun
Die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden, ist groß. 74 Prozent der Befragten würden regelmäßig Sport treiben oder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren, um ihre gesunde Lebensspanne zu verlängern. 71 Prozent setzen auf die Pflege sozialer Kontakte. 62 Prozent würden gezielt ihr Gehirn trainieren, etwa durch Lernen oder geistige Aktivitäten. Fast sechs von zehn Befragten (59 Prozent) sehen zudem die Verbesserung ihres Schlafs als wichtigen Ansatz für gesundes Altern. 44 Prozent können sich die Nutzung sogenannter Wearables vorstellen, bei denen mithilfe einer Smartwatch oder von Gesundheits-Apps etwas die Herzfrequenz oder der Schlaf überwacht werden.

Prof. Kluge: „Fundierte Erkenntnisse alltagstauglich vermitteln“
Gleichzeitig benennt die Bevölkerung konkrete Gründe, die sie von aktiver Vorsorge abhalten. Für 49 Prozent gehört das Älterwerden zum natürlichen Lebensprozess. Sie sehen deshalb keinen Anlass, zusätzlich Maßnahmen für eine längere gesunde Lebensspanne zu ergreifen. Zeitmangel stellt für 40 Prozent der Befragten die größte Hürde dar. Weitere 35 Prozent nennen fehlende Motivation oder mangelnde Disziplin als Ursache. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Männer geben diesen Grund mit 40 Prozent deutlich häufiger an als Frauen (30 Prozent). Zudem empfinden 22 Prozent Gesundheitsmaßnahmen als zu teuer. Jeweils 16 Prozent zweifeln an deren Wirksamkeit oder fühlen sich nicht ausreichend darüber informiert, welche Angebote tatsächlich hilfreich sind.

„Die Ergebnisse zeigen, dass das Interesse der Menschen am Thema ,gesundes Altern‘ groß ist“, sagt Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und wissenschaftlicher Leiter des Longevity Forums Deutschland. „Umso wichtiger ist es, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen verständlich und alltagstauglich zu vermitteln. Es braucht ein Bewusstsein in der Gesellschaft dafür, welche Maßnahmen wissenschaftlich belegt und wirksam sind und für welche teuren Tests, Nahrungsergänzungsmittel oder technische Verfahren ein nachgewiesener Nutzen fehlt. Tatsächlich zählen zu den wichtigsten Maßnahmen für gesundes Altern klassische und eher unspektakuläre Dinge wie nicht rauchen, regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und die Kontrolle klassischer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes. Schon vergleichsweise kleine Veränderungen im Alltag können langfristig einen wichtigen Beitrag zu mehr gesunden Lebensjahren leisten.“

Viele nutzen Vorsorgeangebote bislang nicht
Fast jeder Zweite (49 Prozent) nimmt derzeit keine Gesundheitsvorsorge- oder Präventionsangebote wie zum Beispiel Ernährungskurse, Bewegungskurse oder Kurse zur Stressreduktion in Anspruch. Die Hälfte von ihnen gibt jedoch an, entsprechende Angebote grundsätzlich nutzen zu wollen. Frauen beteiligen sich mit 55 Prozent deutlich häufiger an Präventionsmaßnahmen als Männer (42 Prozent). Die höchste Inanspruchnahme findet sich bei den 60- bis 70-Jährigen, von denen 59 Prozent häufig oder gelegentlich Angebote zur Gesundheitsvorsorge wahr.

Hohes Vertrauen in Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenkassen
Wenn es um Informationen zum Thema gesundes Altern geht, setzen die Menschen vor allem auf etablierte und fachlich fundierte Quellen. 90 Prozent der Befragten vertrauen dabei auf Ärztinnen und Ärzten. Mit 80 Prozent folgen Apothekerinnen und Apotheker. Krankenkassen erreichen mit 75 Prozent ebenfalls sehr hohe Vertrauenswerte.

Deutlich skeptischer betrachten die Befragten digitale Meinungsführer: Nur vier Prozent halten Beiträge von Influencerinnen und Influencern zum Thema gesundes Altern für vertrauenswürdig.

DAK-Gesundheit beteiligt sich am Longevity-Impulstag
Die Ergebnisse der Forsa-Befragung werden auch beim Impulstag des Longevity Forums Deutschland in Hamburg am 4. September diskutiert. Die DAK-Gesundheit ist Partner der Veranstaltung und bringt ihre Perspektive als gesetzliche Krankenversicherung in die Debatte über gesundes Altern, Prävention und Gesundheitskompetenz ein. Der Kongress versammelt führende Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitspolitik, um aktuelle Forschungsergebnisse und praktische Ansätze für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben im Alter zu diskutieren.

*Für die repräsentative Forsa-Befragung wurden im Auftrag der DAK-Gesundheit bundesweit 1.043 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren zwischen befragt. Die Umfrage fand zwischen dem 7. und 18. August 2026 statt.



Quelle: Pressemitteilung vom 31.08.2026
Kontakt: Rüdiger Scharf
Chef-Pressesprecher & Leiter Unternehmenskommunikation
Themen: Vorstands-Kommunikation und Interviewanfragen, Gesundheits- und Pflegepolitik sowie Kinder- und Jugendgesundheit
Tel: (+49)40 2364 855 9411
E-Mail: presse@dak.de


Downloads
Pressemitteilung (PDF, 252.26 KB) > https://caas.content.dak.de/caas/v1/med ... gevity.pdf
Forsa-Ergebnisbericht (PDF, 256.26 KB) > https://caas.content.dak.de/caas/v1/med ... gevity.pdf


Siehe auch unter > https://www.wernerschell.de/forum/2/vie ... f=5&t=1584

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